In der Bezirksliga West hat die Union CAB Rainbach/I. am Sonntagnachmittag gegen die Druckhaus Adame Union Gilgenberg mit 3:1 gewonnen und sich den Erfolg laut Neo-Trainer Stefan Unterberger nach einer klaren Steigerung nach der Pause verdient. Vor dem Seitenwechsel war vieles Stückwerk und Torchancen waren selten, nach dem 0:0 zur Halbzeit drehte Rainbach aber sichtbar auf, ging in der Schlussphase binnen weniger Minuten mit 2:0 in Führung und ließ sich auch vom Anschlusstreffer nicht aus der Bahn bringen.

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Die erste Hälfte war aus Sicht des Rainbach-Trainers noch nicht das, was er sich vorgestellt hatte. Unterberger sprach von einer Partie, die sich über weite Strecken im Mittelfeld abgespielt habe. Beide Mannschaften hätten sich schwergetan, wobei er Gilgenberg in dieser Phase sogar leicht im Vorteil gesehen habe. „Es hat sich hauptsächlich im Mittelfeld abgespielt, die Torchancen waren Mangelware“, sagte der Coach und beschrieb damit ziemlich genau, warum es torlos in die Kabinen ging. Dort reagierten die Gastgeber. „Wir haben unsere taktischen Adaptierungen gemacht, was unsere Art und Weise zum Spielen betrifft, und die haben sehr gut gegriffen“, erklärte Unterberger. Mit dem Wiederbeginn sei auch das Auftreten ein anderes gewesen, sowohl in der Herangehensweise als auch in jener Körperspannung, die er in den ersten 45 Minuten noch vermisst hatte.
Der Ertrag dieser Umstellung zeigte sich dann auch auf der Anzeigetafel. In der 74. Minute brachte Elias Reisegger Rainbach mit 1:0 in Führung. Für Unterberger war genau diese Szene der Knackpunkt der Partie: „Den Treffer zum 1:0 haben wir uns mit einer Balleroberung am gegnerischen Zwanziger erarbeitet, und dann hat Elias Reisegger das im Eins gegen eins gegen den Torwart souverän gelöst.“ Nur zwei Minuten später legte Rumen Stefanov Kerekov das 2:0 nach. Als Julian Datz per Elfmeter auf 2:1 verkürzte, wurde es aus Rainbacher Sicht zwar noch einmal kurz enger, doch lange hielt diese Phase nicht an. Schon in der 81. Minute stellte Kerekov mit seinem zweiten Treffer den 3:1-Endstand her. Unterberger sprach deshalb von einem verdienten Sieg, den sich seine Mannschaft nach dem Seitenwechsel klar erarbeitet habe.
Dass seine Mannschaft nach der Pause noch einmal zulegen konnte, führte Unterberger auch auf die Breite im Kader zurück. „Wir haben einfach eine tolle Bank gehabt. Von der Bank ist irrsinnig viel Input gekommen“, sagte der Trainer. Gleichzeitig musste Rainbach aber auch einen Rückschlag verkraften, weil Tobias Stockinger, der zur Halbzeit eingewechselt worden war, nach wenigen Minuten verletzt wieder vom Feld musste. Unterberger richtete ihm nach dem Spiel gute Besserung aus und hofft, dass sich die Verletzung nicht als schwerwiegend herausstellt. Positiv hob er dafür das Debüt von Julian Grünberger hervor, der mit 16 Jahren in der Startelf stand. „Er hat sein Herz auf den Platz gelegt und ist in 45 Minuten an sein absolutes Leistungslimit gegangen“, sagte Unterberger. Auch das passte für ihn ins Gesamtbild eines stimmigen Auftritts, bei dem die Mannschaft nach der Pause wieder an ihre Grenze gegangen sei.
Unterberger nahm aus dem 3:1 nicht nur die drei Punkte mit, sondern auch ein paar klare Erkenntnisse. Besonders wichtig war ihm, dass seine Mannschaft nach einer schwierigen ersten Hälfte ruhig geblieben ist. „Wir haben 90 Minuten an uns geglaubt“, sagte er, und genau diesen mentalen Aspekt stellte er in den Vordergrund. Gleichzeitig machte der neue Trainer aber auch deutlich, dass es weiterhin darum gehe, die eigene Leistung von Beginn an über die volle Distanz auf den Platz zu bringen. „Am Ende geht es darum, eine Leistung auch über 90 Minuten abzurufen“, sagte er. Positiv bewertete er zudem die mannschaftliche Defensivarbeit, weil die Union Rainbach die Union Gilgenberg kaum zu nennenswerten Abschlüssen kommen ließ. Beim Elfmeter zum 2:1 ging er zwar „nicht konform“ und meinte, in seinen Augen sei das kein Strafstoß gewesen, insgesamt stellte er dem Schiedsrichterteam aber ein gutes Zeugnis aus: „Über 90 Minuten war die Leistung gut.“ Entsprechend verteilte er nach Schlusspfiff ein Lob an die gesamte Mannschaft, die sich diesen Heimsieg aus seiner Sicht klar verdient hat.