Spielberichte

„Was gefehlt hat, waren auf beiden Seiten die Tore“ – Union Diersbach nimmt aus Eggelsberg verdienten Punkt mit

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USV Eggelsberg/M.
Union Diersbach

In der Bezirksliga West hat sich der USV Raiffeisen Eggelsberg/Moosdorf am Samstagnachmittag von der Union Sanube Diersbach mit einem 0:0-Unentschieden getrennt. Für Trainer Christoph Schmidseder passte das Ergebnis zum Spielbild einer engen und chancenarmen Partie. Beide Mannschaften verteidigten diszipliniert, hatten ihre Möglichkeiten auf ein Tor, am Ende aber fehlte laut Coach genau das Entscheidende: „Was gefehlt hat, waren die Tore.“

Fußbälle und Trainingshütchen auf Rasen

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay


Abtasten auf beiden Seiten, kaum klare Vorteile

Schmidseder sah von Beginn an ein Spiel, in dem sich beide Mannschaften erst einmal vorsichtig annäherten. „Es war ein Spiel, in dem sich beide Mannschaften zuerst einmal abgetastet haben“, sagte der Diersbach-Coach nach dem Schlusspfiff. Seine Mannschaft habe den Schwerpunkt wieder klar auf gutes Verteidigen gelegt, gleichzeitig habe aber auch Eggelsberg vor allem darauf geachtet, kein frühes Gegentor zu bekommen. Genau daraus entwickelte sich eine Partie, die über weite Strecken wenig Räume bot und in der keine Seite dem Gegner viel schenkte. Der Trainer sprach deshalb von einer eher chancenarmen Begegnung, in der pro Halbzeit auf beiden Seiten „ein bis zwei Chancen“ da gewesen seien, aus denen ein Tor hätte entstehen können. Zur Pause stand es folgerichtig 0:0, und für Schmidseder war dieser Zwischenstand bereits ein ziemlich genaues Abbild dessen, was auf dem Platz zu sehen war.

Diersbach steht kompakt, Eggelsberg bleibt gefährlich

Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild aus Sicht des Diersbach-Trainers nicht wesentlich. „Dasselbe war in der zweiten Halbzeit dann auch der Fall“, sagte Schmidseder und meinte damit vor allem die Verteilung des Spiels: Beide Teams verteidigten weiter gut, beide ließen wenig zu, und keine Mannschaft konnte sich entscheidend absetzen. Ganz ohne Möglichkeiten blieb die Partie dennoch nicht. Aufseiten der Gastgeber nannte Schmidseder vor allem Felix Peer, der zu den auffälligeren Offensivspielern zählte. Bei Diersbach waren es laut Schmidseder Adnan Kadiric mit einem Weitschuss und Tobias Mayrhofer nach einem Standard, die am ehesten für Gefahr sorgen konnten. Mehr ließ die Begegnung aber nicht zu. Entweder war eine Abwehr dazwischen, ein Torwart klärte, oder der Ball ging knapp vorbei. „So blieb es dann beim leistungsgerechten 0:0-Unentschieden“, fasste Schmidseder die 90 Minuten zusammen.

„Wir waren wieder sehr gut im Defensivverhalten“

Dass Diersbach diesen Auswärtspunkt beim Tabellenzweiten mitnehmen konnte, führte der Trainer in erster Linie auf die Arbeit gegen den Ball zurück. „Wir waren wieder sehr gut im Defensivverhalten, kompakt im Verteidigen und mit vollem Einsatz im Spiel“, sagte Schmidseder. Schon in der Vorwoche gegen Senftenbach habe seine Mannschaft in dieser Hinsicht vieles richtig gemacht, und genau daran habe man auch diesmal angeknüpft. Für Eggelsberg sei es dadurch schwer geworden, seine Qualität in letzter Konsequenz auszuspielen. Schmidseder machte dabei kein Geheimnis daraus, wie hoch er den Gegner einschätzt. „Eggelsberg ist meiner Meinung nach eine der stärksten Mannschaften der Bezirksliga“, sagte er und hob vor allem die Offensive mit Felix Peer und Kevin Samstag hervor. Für ihn ist klar, dass die Gastgeber „bis zum Ende der Saison ganz vorne um den Meistertitel mitspielen“ werden. Umso mehr konnte Diersbach mit der eigenen Ordnung und Disziplin leben.

Leistungsgerechtes Remis und klare Einordnung danach

Unter dem Strich fiel Schmidseders Urteil eindeutig aus: „Es war ein gerechtes Unentschieden.“ Viel mehr als diesen einen Punkt habe sich an diesem Nachmittag auch keine der beiden Mannschaften verdient, weil beide gut verteidigten und nur wenig zuließen. Auf die Frage, was seiner Mannschaft zum Sieg gefehlt habe, kam vom Trainer eine knappe, aber treffende Antwort: „Die Tore.“ Mehr musste er über dieses 0:0 fast nicht sagen. Bemerkenswert fand Schmidseder nach dem Schlusspfiff noch die Leitung des Spiels von Referee Kirner. Strittige Situationen habe es aus seiner Sicht keine gegeben, dazu sprach er von der „besten Schiedsrichterleistung in dieser Halbsaison“.