In der Bezirksliga West hat sich die SPG Permatinger Munderfing/Pfaffstätt der SPG Raiffeisen Utzenaich/Antiesenhofen mit 2:4 geschlagen geben müssen. Die Gäste nutzten die frühe Überzahl ab der 8. Minute, mussten nach ihrer Führung zwar einen Rückschlag wegstecken, fanden aber noch vor der Pause wieder zurück in die Spur. Co-Trainer Christoph Vogetseder sah vor allem das 3:1 als Schlüsselszene und sprach von einer guten Umsetzung der taktischen Vorgaben.

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Die Partie nahm früh eine klare Wendung. Schon in der 8. Minute sah Andreas Maier bei den Gastgebern die Rote Karte, Munderfing/Pfaffstätt musste also fast die gesamte Begegnung in Unterzahl bestreiten. Vogetseder sagte danach: "Wir waren top motiviert und wollten endlich wieder mal unsere drei Punkte einfahren." Die Gäste nutzten die Situation zunächst auch aus und gingen in der 18. Minute durch Thomas Gaisbauer mit 1:0 in Führung. Komplett ruhig wurde die Partie damit aber nicht. In der 25. Minute glich Daniel Greinecker zum 1:1 aus, und genau dieser Ausgleich brachte Utzenaich/Antiesenhofen laut Vogetseder kurz aus dem Rhythmus. "Durch das 1:1 ist uns leicht der Faden gerissen", sagte der Co-Trainer. Noch vor der Pause fand seine Mannschaft aber die richtige Antwort, als Ivan Peric in der 44. Minute zum 1:2 traf.
Gerade diese Phase nach dem Ausgleich war für Vogetseder ein Punkt, den seine Mannschaft in der Kabine deutlich angesprochen hat. "Das haben wir in der Halbzeit angesprochen", erzählte er. Aus seiner Sicht lief trotz Überzahl längst nicht alles von selbst. Er hob sogar hervor, dass auch Munderfing/Pfaffstätt lange im Spiel blieb: "Munderfing war im Großen und Ganzen keine schlechte Mannschaft." Entscheidend war für ihn, dass Utzenaich/Antiesenhofen nach der Pause wieder klarer in die Abläufe kam. Besonders zufrieden war er mit dem Umschaltspiel, dem Aufbau von hinten heraus und der Art, wie sich seine Elf Chancen erspielte. "Das Umschaltspiel, das Spiel von hinten raus und auch die Offensive, wie wir uns die Chancen kreiert haben, haben gut funktioniert", sagte Vogetseder. Nur beim Abschluss blieb aus seiner Sicht zu viel liegen, denn "drei, wenn nicht sogar vier hundertprozentige Hochkaräter" wurden nicht genutzt.
Dass die Gäste die Partie trotzdem auf ihre Seite zogen, lag am langen Dranbleiben. Erst in der 83. Minute fiel durch Paul Chwala das 1:3, und genau dieses Tor war für Vogetseder die entscheidende Marke in einem bis dahin offenen Spiel. "Der wichtigste Punkt war sicher das Tor zum 3:1", sagte er und stellte dieses Tor vor alles andere. Ganz erledigt war Munderfing/Pfaffstätt damit aber noch nicht, denn Johannes Gaigg verkürzte in der 88. Minute wieder auf 2:3. Erst als Ivan Peric in der Nachspielzeit mit seinem zweiten Treffer zum 2:4 traf, war der Auswärtssieg endgültig abgesichert. Vogetseder sah darüber hinaus auch die Basis für den Erfolg: "Das Zweikampfverhalten und die taktischen Vorgaben wurden sehr gut umgesetzt." Dazu kam, dass es aus seiner Sicht auch rund um die Spielleitung keinen Nebenschauplatz gab. "Die Schiedsrichterleistung war grundsätzlich in Ordnung", hielt er fest. Für Utzenaich/Antiesenhofen war es damit genau der Sieg, den man sich vor dem Anpfiff vorgenommen hatte.
Am Ende stand also nicht nur ein 4:2, sondern auch eine klare Einordnung des Co-Trainers. Er sah eine Mannschaft, die in vielen Bereichen das umgesetzt hat, was sie sich vorgenommen hatte, die sich den Samstagnachmittag aber nicht unnötig einfach machte. Die frühe Überzahl half, sie entschied das Spiel aber nicht allein. Ausschlaggebend waren für Vogetseder vielmehr das Zweikampfverhalten, die Disziplin in den Abläufen und die Reaktion auf schwierige Phasen. Oder, wie er es schon vor dem Spiel als Ziel formuliert hatte: "Wir wollten endlich wieder mal unsere drei Punkte einfahren." Genau dieses Gefühl wird die SPG Utzenaich/Antiesenhofen aus diesem Auswärtssieg mitnehmen.