Frauen in OÖ

NEUSTART: Kleinmünchens MHL- Meisterinnen „bereichern“ ab Herbst die Frauenklasse Nord/Ost!

In der Saison 2022/23 war zuletzt ein Team aus Kleinmünchen in der FK Nord/Ost vertreten, im August gibt es ein „Deja Vu“; das „Ligaportal“ bat Cheftrainer Mohammad Farid Amani um seinen Ausblick auf die „Premiere“:

Ligaportal: Herr Amani, Sie haben gemeinsam mit Christoph Brandstetter das neue Team übernommen, was hat Sie dazu motiviert?

Mohammed Farid Amani (Union Kleinmünchen): „Die Entscheidung, eine neue Frauenmannschaft in der Frauenklasse zu gründen, wurde vom Verein getroffen. Als ich gefragt wurde, ob ich die Mannschaft als Trainer übernehmen möchte, hatte ich mehrere Gespräche mit den Verantwortlichen des Vereins. Nach diesen Gesprächen habe ich die Aufgabe mit großer Freude angenommen.

Ein wichtiger Grund dafür war der junge, talentierte und motivierte Spielerkader, der für dieses Team zusammengestellt wurde. Das hat mir große Motivation gegeben. Außerdem hatte ich bereits mit vielen dieser Spielerinnen in der Vergangenheit gearbeitet. Ein weiterer wichtiger Punkt war die Zusammenarbeit mit meinem guten Freund und Trainerkollegen Christoph Brandstetter, mit dem ich bereits in der U16 und in der Hobbyliga sehr erfolgreich zusammengearbeitet habe“.

Sie arbeiten laut Datenservice des OÖFV auch als Individualtrainer beim SK Admira Linz, wie schaffen Sie das zeitlich?

„Ich war von 2010 bis 2025 in verschiedenen Altersklassen beim SK Admira Linz als Trainer tätig. Heute ist meine Aufgabe dort jedoch deutlich kleiner geworden. Ich unterstütze den Verein nur noch einmal pro Woche im Training. Meine Hauptverantwortung liegt jetzt bei Union Kleinmünchen. An Tagen, an denen unsere Frauenmannschaft weder Training noch Spiele hat, unterstütze ich weiterhin den SK Admira Linz“.

Sie waren bisher sehr erfolgreich im Jugendfußball. Ist dieses Team für Sie optimal?

„Ich kenne meine Mannschaft sehr gut. Zusätzlich haben wir einige neue Spielerinnen verpflichtet, die unser Team verstärken. Mit einer gut geplanten und strukturierten Vorbereitung sowie der hohen Qualität unserer jungen Talente und den erfahrenen Spielerinnen, die wir im Kader haben, arbeiten wir mit voller Motivation daran, eine starke und konkurrenzfähige Mannschaft für die Meisterschaft aufzubauen“.

 Konnten Sie sich bereits einen Überblick verschaffen? Laut OÖFV sind Sie erst seit dem 24. Juli im Amt.

„Wie schon gesagt, ich bin bereits seit 2010 als Trainer in verschiedenen Bereichen tätig. Grundsätzlich konzentriere ich mich immer auf die Aufgaben, die mir der Verein überträgt. Seit dem 24. Juli habe ich offiziell die Verantwortung für diese neue Aufgabe übernommen und richte meinen gesamten Fokus auf die Entwicklung dieser Mannschaft“.

Wann hat die Vorbereitung begonnen und wie oft wird trainiert?

„Unsere Vorbereitung hat am 27. Juli begonnen. Wir trainieren derzeit dreimal pro Woche“.

Wie groß ist der Kader und wie teilen Sie sich die Aufgaben mit Christoph Brandstetter?

„Unser Kader besteht aus mehr als 25 Spielerinnen. Für die Saisonvorbereitung haben wir gemeinsam einen sechswöchigen Trainingsplan erstellt, damit die Mannschaft sowohl körperlich als auch taktisch optimal auf den Meisterschaftsstart vorbereitet ist. Die gesamte Planung und Betreuung der Mannschaft erfolgt gemeinsam mit Christoph Brandstetter. Wir arbeiten in allen Bereichen eng zusammen.“

Wird es vor dem ersten „Pflichtspiel“ noch Testspiele geben?

„Ja. Im Rahmen unseres sechswöchigen Vorbereitungsprogramms haben wir zwei bis drei Testspiele eingeplant. Die Gegner stehen allerdings noch nicht endgültig fest“.

Im Ladies Cup treffen Sie auf den Landesligisten Union Lembach. Ist das eine besondere Herausforderung?

„Unser erstes Spiel im Ladies Cup bestreiten wir gegen die starke Mannschaft von Union Lembach. Für uns ist das eine sehr gute Gelegenheit, zu sehen, wo wir derzeit stehen und wie weit unsere Mannschaft bereits ist. Wir werden mit voller Motivation und mit unserem stärksten Kader in dieses Spiel gehen“.

Können die „jungen Wilden“ in der Meisterschaft überraschen?

„In unserer Liga gibt es viele starke Mannschaften. Im Moment kann ich noch nicht sagen, wer zu den Favoriten auf den Meistertitel gehört, weil ich diese Liga bisher noch nicht als Trainer erlebt habe. Meine Erfahrung liegt vor allem im Jugendfußball. Mit Beginn der Meisterschaft werde ich alle Mannschaften genau analysieren und sie Schritt für Schritt besser kennenlernen.

Unser Team ist sehr jung, aber wir bereiten uns konzentriert und ruhig auf die Saison vor. Unser Ziel ist es, positiv „aufzuzeigen“ und vielleicht sogar die Rolle der Überraschungsmannschaft einzunehmen“.

Welche Erwartungen haben Sie an die erste Saison in der Frauenklasse?

„Unsere Mannschaft benötigt wegen ihrer Jugend Zeit, um Erfahrung zu sammeln und sich weiterzuentwickeln. Trotzdem sind wir überzeugt, dass wir mit harter Arbeit, Disziplin und Teamgeist eine erfolgreiche Saison spielen können.

Unser Ziel ist es, am Ende der Saison unter den ersten vier Mannschaften der Tabelle zu stehen. Wir glauben an unsere Spielerinnen, denn sie verfügen über großes Talent, viel Einsatzbereitschaft und eine ausgezeichnete Arbeitsmoral“.

Vielen herzlichen Dank für das aufschlussreiche Interview, ich wünsche Ihnen und Ihrem Team einen erfolgreichen „Einstand“ und den Lohn in Punkten für Ihre großen Anstrengungen!

Helmut Pichler