Im allerersten Spiel der Herbstmeisterschaften wartete die in der Vorwoche im Voest-Alpine-Ladies-Cup noch schwer geschlagene Union Weibern mit einem unerwarteten Auswärtssieg bei einem der Titelanwärter auf:
Frauenklasse Süd/West:
UFC Attergau-- Union GT Weibern - 2:3 (1:3) Tore: Julia Reindl, Emilia Holzinger; Nina Hoflehner (2), Helene Aigner.
Der siegreiche Cheftrainer Dominic Zobl:
„In gewisser Weise ist uns gestern die „Revanche“ nach dem 0:5 im Frühjahr an derselben Spielstätte gelungen. Für uns war es ein sehr gutes Spiel, das sich viel im Mittelfeld abspielte, es wurde auf beiden Seiten mit großer Zweikampfstärke geführt. Wir fanden sehr gut ins Spiel, von den 2,3 Chancen wurden gleich 2 von uns verwertet, unmittelbar nach dem 1:2 hätten wir schon auf 3:1 erhöhen können, dies gelang uns dann aber später noch vor dem Pausenpfiff.
In der 2. Hälfte ist die Partie dann etwas abgeflacht, es gab Chancen auf beiden Seiten, die Gastgeberinnen kamen in der 78. Minte auf 2:3 heran und drückten intensiv auf den Ausgleich zum 3:3. Da kam die besondere spielerische Qualität von Attergau sehr deutlich zum Ausdruck. Unsere Mädels haben sich aber sehr gut verteidigt und mit großem Teamgeist einen sehr tolle Auftakt- Erfolg gelandet, der Jubel war dementsprechend groß und ich bin stolz auf mein Team!“
Ligaportal: Dominic, wie ist Eure Vorbereitung erfolgt?
„Eher bescheiden, mit maximal Teilnehmerinnen in der Urlaubs- und Ferienzeit war nicht allzu viel möglich, wir werden jetzt einiges noch während der Meisterschaft nachholen. Aber ich möchte nicht jammern, meinen Trainer-KollegInnen wird es ähnlich ergehen…..“
Welche personellen Veränderungen gab es bei Euch?
„Der Stammkader blieb zusammmen viel „frisches Blut“ kam dazu, aber auch Spielerinnen, die noch ziemlich vor einem totalen Neuanfang stehen. Die Spielgemeinschaft mit Taufkirchen/Trattnach wurde aufgelöst, weil die ehemaligen Partner ihr Hauptaugenmerk auf die Mädchen-Hobby-Liga (MHL) richten wollen. Durch Kooperationsverträge haben wir uns aber einige Talente gesichert, die in unserer Kampfmannschaft weitermachen wollen“.
In der Vorwoche seid Ihr daheim der SPG Eberstalzell / Pettenbach / Ried i.Trkr. im Cup mit 0:6 unterlegen?
„Ich konnte noch nicht das stärkste Team stellen, bis zur Pause hielten wir uns mit dem 0:1-Zwischnestand ganz gut, dann habe ich Akteurinnen, die sonst nicht so oft zum Einsatz kommen, Spielpraxis verschafft“.
Haben sich Deine Ziele durch den gestrigen Sieg nach oben „verschoben“?
„Nein, wir möchten unter den Top- 5 landen, vor allem aber ist mir wichtig, dass die Spielerinnen verletzungsfrei bleiben.
Euer nächster Gegner daheim ist am Sonntag, 6. September, um 17.00 Uhr der TSV Ottensheim 1 b?
„Für uns noch eine „Unbekannte“, aber nach deren 3. Rang in der Vorsaison in der Frauenklasse Nord/Ost sicher ein ganz starker Liga-Konkurrent. Die Gäste zählen für mich neben dem UFC Attergau und der Kematen/Piberbach 1 b zu den „heißesten“ Anwärterinnen auf die ersten 3 Plätze. Durch die „Zugänge“ erwarte ich eine „offene“ Saison, auf die ich meine Mädels so gut wie möglich vornereiten und motivieren möchte. Nach dem Auswärtssieg gleich zu Beginn wird das noch um einiges leichter werden.“
Sein Pendant, Cheftrainer Dominik Wimmer (Attergau): „ Es war ein schwaches Spiel, welches wir zurecht verloren haben. Die Gegnerinnen waren stets schneller am Ball und überzeugten in den Zweikämpfen. Wenn wir dann einmal den Ball hatten, konnten wir nichts damit anfangen, da auch hier viel zu viele Ungenauigkeiten dabei waren.
Es ist jetzt aber, wie es ist: kein gutes Spiel, kein guter Start. Man darf sich in der Liga kaum bis gar keine Ausrutscher erlauben, aber uns ist es jetzt halt direkt am Anfang passiert. Wir müssen es schnell abhaken und uns für die nächste Woche vorbereiten, denn gegen Antiesenhofen braucht es eine 180 Grad-Wendung in unserem Spiel.“
Helmut Pichler