Auch eine frühe numerische Schwächung hinderte die Linzerinnen heute nicht am bislang größten Erfolg im bundesweiten Pokal:
ÖFB Frauen Cup, Viertelfinale
SG SK Austria Klagenfurt-- LASK 0:2 (0:1) Tor: Andrea Švíbková (41. und 80. Minute)
Ausgeglichen startete die spannende Begegnung zwischen dem einzigen noch verbliebenen Zweitligisten und dem ADMIRAL-Frauen-Bundesligisten. Ein Doppelcorner brachte den Linzerinnen in der 13. Minute nichts Zählbares ein, bei den Gegenstößen der Heimelf lieferten sich Celine Arthofer (Klagenfurt) und Katarina Vrselja (verheiratete: Pranješ) von Beginn an packende Duelle. Schon in der 18. Minute gab es „gelb“ für Pranjes, in der 26. Minute endete ein weiterer Zweikampf mit der neuerlichen (harten?) gelben Karte für die bereits Verwarnte und damit war das Spiel leider für sie bereits mit „Gelb-Rot zu Ende.
Nicht aufgesteckt, sondern zu „Zehnt“ zum Führungstreffer
Ungeachtet dieser Schwächung, wurden der LASK sogar offensiver, verzeichnete schon in der 30. Minute eine Topchance, in der 40. Minute strich ein Ball auch noch knapp über das Klagenfurter Gehäuse, aber i der 41. Minute schloss Andrea Švíbková einen Angriff über links mit platziertem Flachschuss in die lange Ecke zum 1:0 ab. Greta Banfi (LASK) zielte dann in der 45. Minute bei einer Topchance leider ein wenig zu hoch, 1 Minute später kamen die Gastgeberinnen zu ihrer zweiten guten Tormöglichkeit, die aber auch vergeben wurde.
2. Spielhälfte: die Heimelf drängte energisch auf den Ausgleich
Wie zu erwarten, verstärkten die Klagenfurterinnen im 2. Spielabschnitt ihre Angriffsbemühungen und sicherten sich auch aufgrund ihrer Überzahl auch mehr Spielanteile. Allerdings konnte sie auch mit sehr vielen Standards nicht die Abwehr der Schwarzweißen überwinden und das gesamte Team des LASK stemmte sich gegen einen Verlust-Treffer.
Švíbková sorgt die Entscheidung
Nach einem Konter und Eckball in der 80. Minute schnürte Torjägerin Švíbková per Kpf aus kurzer Distanz ihren „Doppelpack“ und erlöste das Team von Erfolgscoach Markus Eitl vom Dauerdruck.
In der 93.Minute wäre fast noch das 3:0 für die Gäste gefallen, es wurde aber auf „Abseits“ entschieden. Objektiv gesehen, hätte dieses Resultat auch nicht dem Spielverlauf entsprochen.
Die Linzerinnen boten jedenfalls auch in Unterzahl eine herausragende kämpferische Leistung und krönten ihre grandiose Performance mit dem „Doppelpack“!
Seit 10 Jahren stehen wieder Oberösterreicherinnen im Halbfinale!
Zuletzt erreichte Union Kleinmünchen in der Saison 2016/17 die Vorschlussrunde und unterlag damals daheim dem SKN St. Pölten mit 0:5.
2009/10 stand die Union Kleinmünchen ebenfalls im Halbfinale, ASK Erlaa setzte sich aber mit 2:0 durch und vereitelte den Finaleinzug.
Letztmals ins Endspiel zog Kleinmünchen 2003 ein, unterlag damals aber dem SV Neuengbach mit 5:1; der letzte Finalsieg Kleinmünchens datiert aus 1999!
Folgen auch noch die Linzer Lokal-Rivalinnen?
Morgen, Sonntag, könnte die SPG BW Linz Kleinmünchen mit einem vollen Erfolg gegen den FC Red Bull Salzburg (18.30, Hofmann Personal-Stadion)
auch noch in das „Quartett“ der erfolgreichsten Cupfighter 2025/26 aufrücken!
Helmut Pichler