Admiral Frauen Bundesliga

GLEICHSTAND: Austria Wiens Frauen zogen trotz Niederlage mit dem SV Neulengbach gleich!

Eine neue Bestmarke im Europacup blieb den Wienerinnen gestern zwar verwehrt, weil Gegner Sparta Prag über die individuell stärkere Akteurinnen verfügte, aber die Saisonleistung war sensationell:

UEFA Women's Europa Cup 25/26 – Viertelfinale,

FK Austria Wien-- Sparta Prag -1:3 (1:1, 0:0) nach Verlängerung; Tore: Cordes; Starova, Bergford, Khyrova.

Eine leichte Feldüberlegenheit sicherten sich die Gäste von Beginn an, in der 30. Minute konnte sich Austrias Torhüterin Jasmin Pal mit einer tollen Parade auszeichnen und das fast sichere 0:1 verhindern. Auf der Gegenseite nahm sich Lena Triendl in einer vielversprechenden Umschaltsituation den Ball nicht richtig mit (45.).

2. Halbzeit: je 1 Treffer

Antonie Starova traf mit einem für Pal verdeckten Schuss von der Strafraumgrenze in der 0. Minute zum 0:1, 2 Minuten später glich Lotta Cordes zum 1:1 aus.

Sparta-Doppelschlag in der Verlängerung

Nach einem Khyrova-Corner setzte sich Bergford gegen Virginia Kirchberger durch und köpfelte in der 97. Minute zum 1:2 ein, Khyrova erhöhte in der 105. Minute auf 1:3.

Toller Auftritt von Austria Wien

Im neu geschaffenen Europacup hatte Austria als „Debütant“ lange mitgehalten, zuletzt war dem SV Neulengbach 2014 in der Champions-League der Vorstoß ins Viertelfinale gelungen!

So spielte Austria Wien 2025/26 international:

In der Champions-League schieden die Wienerinnen nach einem 0:0 mit 0:2 gegen den FC Paris aus.

Im neu geschaffenen Europacup konnte der österreichische Tabellenführer Slavia Prag mit 5:3 im Elferschießen ( 1:2, 2:1) eliminieren, den RSC Anderlecht mit 1:0 und 2:1 ausschalten und im Hinspiel bei Sparta Prag ein 0:0 halten.

Rückblick auf das Abschneiden der österreichischen Meister in der „Königsklasse!“

Seit 2001/2002 wird von der UEFA der europaweite Vereins-Bewerb für Frauenteams als „UEFA Women’s Cup“ ausgerichtet.

USC Landhaus bei der „Premiere“ nur mit 1 Tor erfolgreich

Als Meister trafen die Wienerinnen im Oktober 2002 auf KI Klaksvík und unterlagen der Mannschaft von den Färöer-Inseln mit 1:2, gegen Torres Terra Sarda (Italien) setzte es ein 0:5, und gegen HJK Helsinki (Finnland) unterlag Österreichs Meister mit 0:8.

Auch die Tirolerinnen zahlten Lehrgeld

Im eigenen Stadion empfing der Innsbrucker AC 1 Jahr später SU 1. de Dezembro (Portugal) und verlor mit 1:2, dem russischen Team des ZSK WWS Samara unterlag die Österreicherinnen mit 0:4 und den Schottinnen des FC Kilmarnock mit 1:4.

SV Neulengbach schaffte es erstmals in die Gruppenphase

In der Saison 2003/04 holte sich die Elf aus dem Wienerwald mit Kantersiegen im Qualifikationsturnier in Skopje (Mazedonien) gegen PAOK Ledra (Zypern, 14:0), den SK Hronom (Slowakei, 6:3) und Lombardini Skopje (Mazedonien, 7:0) den Gruppensieg und landeten nach einem 0:2 gegen Athletic Bilbao, 1:7 gegen den 1. FFC Frankfurt (Deutschland, 1:7) und einem 1:0-Sieg gegen SU 1º Dezembro (Portugal) auf dem 3. Gruppenplatz.

Ab der Saison 2009/10 firmierte der Europapokal unter „UEFA Womens`Champions League.

Insgesamt nahm der SV Neulengbach nicht weniger als 12 Mal in Serie teil,

erreichte 7 Mal das Achtelfinale und stieß in der Saison 2013/14 sogar ins Viertelfinale vor:

Größter Erfolg: Top-Acht

In der 1. Hauptrunde reichte gegen den zypriotischen Meister Apollon Limassol. nach dem 2:1-Auswärtssieg ein 1:1-zum Aufstieg in das Achtelfinale. Nach zwei 3:0-Siege gegen Konak Belediyesi aus Izmir (Türkei) standen die damaligen Serienseigerinnen erstmals im Viertelfinale.

Schwedens Meister Tyresö FF war den Niederösterreicherinnen „einige Nummern zu groß“ und gewann das Hinspiel daheim mit 8:1. Im Rückspiel, gleichzeitig dem 50. UEFA Bewerbsspiel (Champions League, Women’s Cup) für Neulengbach, gelang mit dem 0:0-Remis ein ehrenvoller Abschied.

Vorerst letztmalig in der Saison 2014/15

Gegen den regierenden CL-Sieger VfL Wolfsburg war in der Runde der letzten 16 kein Kraut gewachsen, in Neulengbach verlor am 0:4 und auswärts mit 0:7.

Positive Gesamtbilanz

In 54 UEFA-Matches feierte der SV Neulengbach 25 Siege und 6 Unentschieden, 23 Spiele gingen verloren, das Torverhältnis lautet knapp negativ: 133:139.

SKN St. Pölten trat die „Nachfolge“ an

Dank der Punkteausbeute des SV Neulengbach im UEFA-Ranking waren die St. Pöltnerinnen auch als Vizemeister erstmals 2013/14 in der Champions-League aktiv und schieden nach einem 2:2 daheim und 1:3 auswärts im Sechzehntelfinale gegen ASD Torres (Italien) aus.

Wieder italienisches Team zu stark

2025/16 bedeutete ein Heim-4:5 und ein 2:2 auswärts gegen ASD CF Bardolino ebenfalls das frühe „Aus“.

Brøndby IF, Manchester City, Paris-St. Germain und FC Enschede hießen die „Endstationen“ in den nächsten Jahren, ehe das bisher besten Ergebnis glückte.

2020/21 scheiterte man an Rosengård!

Erfolge gegen KFF Mitrovica, ZSKA Moskau und FC Zürich qualifizierten das Meisterteam aus Niederösterreich für das Duell im Achtelfinale gegen den

FC Rosengård. Einem erfolgversprechendem 2:2-Auswärtsremis folgte leider ein 0:2 auf eigener Anlage und damit kein Aufstieg in das Viertelfinale.

3 Spielzeiten in den Top- 16!

2021/22 schied St. Pölten gegen Juventus Turin aus, von 2022-2025 wurde

3 Mal die Gruppenphase der Champions-League erkämpft. Gegen die hochkarätigen Gegnerinnen: VfL Wolfsburg, AS Roma, Olympique Lyon, Manchester City, FC Barcelona ……mussten teilweise hohe Niederlagen hingenommen werden, aber es konnten auch Siege gegen renommierte Teams gefeiert werden: positiv schnitt man u.a. gegen Slavia Prag (1:0), Dinamo Minsk (3:0), PAOK Thessaloniki (3:0), Valur Reykjavík (4:0)... ab.

Nur 1 Punkt in der laufenden Saison

Die „Crème de la Crème“ im europäischen Frauen-Club-Fußball: Atletico Madrid, Olympique Lyon, Chelsea, Juventus Turin und AS Roma erwiesen sich als zu hohe Hürden im neuen Modus zum Punktegewinn; gegen das norwegische Team Valerenga gab es immerhin ein 2:2, noch dazu auswärts, das sollte Ansporn für die nächste Saison sein. In 55 CL-Spielen wurden bisher 16 Siege errungen, 8 Spiele endeten remis und 31 Niederlagen waren zu verkraften, bei 82:128 Toren.

Helmut Pichler