Admiral Frauen Bundesliga

KANN die Innviertlerin Emira Makalic mit der ÖFB U 19 an die Erfolge von Isabel Aisttleitner und Co. anknüpfen?

Beim 3. Start einer weiblichen ÖFB-U19 in einer EM- Finalrunde (nach 2016 und 2023) wurde die Abwehrstrategin von Teamchef Dr. Markus Hackl als einzige Oberösterreicherin in den endgültigen Kader einberufen; das Ligaportal beleuchtet auch das Abschneiden ihrer „Vorgängerinnen“.

Das weitere Aufgebot des ÖFB.

Die Mannschaft ür die EM- Endrunde in Bosnien und Herzegowina vom 27. Juni bis 10. Juli wird aus dem Jahrgang 2007 und jünger frekrutiert:

Vivien GRABENHOFER, Denise LUEGER, Anna OSL, Valentina PÖTZL, (alle: First Vienna FC 1894), Maja KECKEIS (demnächst First Vienna FC 1894),Sara GRABOVAC, Valentina ILLINGER, Tina KRASSNIG, Greta SPINN (alle FC Red Bull Salzburg), Ella HERBST, Anika HOFSCHWEIGER (beide FC Blau Weiß Linz/Kleinmünchen), Ronja LEIDLER (SK Rapid), Neo- Rapidlerin Sophie HOKE, Alina KERSCHBAUMER (demnächst 1. FC Köln), Teresa FRIZBERG (FC Ingolstadt 04).Katie RICHTER (NC Courage Academy) Mia RICHTER (SK Sturm Graz), Emily SCHÄFER (FK Austria Wien), Sarah TRINKL (LASK), Piia WILLIMEK (USV Neulengbach).

Start erfolgt am Sonntag, 28. Juni:

ISLAND ist um 17:00 Uhr im Bilino Polje Stadium (Zenica) der Auftaktgegner der Österreicherinnen , es folgt am Mittwoch, 1. Juli ab 14:00 Uhr im Grbavica Stadium (Sarajevo) die Schweiz, zum Abschluss trifft das Team von Dr. Hackl am 4. Juli um 17.00 wiederum in Zenica auf Titelverteidiger Spanien.

Für das Erreichen des Semifinales ist der Gruppensieg oder Rang 2 erforderlich.

 

Erste Teilnahme 2016 in der Slowakei:

Oberösterreich war im Kader von Teamchefin Irene Fuhrmann vertreten durch Nina Wasserbauer (Wels), Teresa Knauseder (Kirchberg bei Mattighofen) und Sarah Lackner (Bad Goisern).

In der 2. Qualifikationsrunde markierte Wasserbauer gegen Belgien den Endstand von 2:0, Knauseder glänzte im offensiven Mittelfeld, Stürmerin Sarah Lackner wurde in der 82. Minute ins Spiel genommen. Julia Kofler schoss das Goldtor zum 1:0 gegen Schweden, beim 0:1 gegen England kam außer Wasserbauer und Kofler wieder Lackner ab der 87. Minute zu einem Kurz-Einsatz.

Ausfälle verhinderten bessere Platzierung

Die Endrunde in der Slowakei begann für Wasserbauer und Knauseder mit einem 0:4 gegen die Schweiz, es folgte ein 0:4 gegen Spanien und nach einem 1:3 gegen Deutschland endete dieses Turnier mit dem letzten Platz der Finalrunde. Verletzungsbedingte und sonstige Verhinderungen schwächten die Mannschaft vor dem Beginn der Titelkämpfe, sodass nicht das volle Potential ausgeschöpft werden konnte.

Völlig konträr endete der nächste Anlauf…..

2023 wurde in der „Eliterunde“ Bosnien- Herzegowina mit 2:0 besiegt, für den zweiter Treffer sorgte die Kirchdorferin Isabel Aistleitner (aktuell beim SKN St. Pölten), die Rapidlerin Isabell Schneiderbauer (aus St. Maienkirchen/Schärding) spielte ebenso wie die Torschützin durch. Griechenland wurde 6:0 bezwungen, mit dem zwischenzeitlichen 2:0 durch Aistleitner. Schließlich sorgte die „Knipserin“ mit einem Geniestreich gegen Italien beim Stand von 1:1 für die Entscheidung: aus großer Distanz bezwang die „Knipserin“ mit einem „Heber“ die italienische Torfrau zum 2:1, das bedeutete den Gruppensieg und Teilnahme an der Endrunde 2023 in Belgien.

Erstmalige WM- Qualifikation gelang über „Umweg“

Nach einem ernüchternden 0:6 gegen Deutschland in der EM-Enrunde, wo Isabel Aistleitner und Isabell Schneiderbauer mitwirkten, überraschte die ÖFB -Auswahl mit einem 1:0 gegen die Niederlande: Valentina Mädl verwandelte einen Aistleitner-Eckball per Kopf zum „Gold-Tor“, Keeperin Mariella El Sherif hielt mit überragenden Paraden ihr Gehäuse trotz stürmischer Attacken der „Oranjes“ rein. Nach einem 3:3 gegen Belgien und Rang 5 schien der WM-Traum geplatzt.

Neuerung nützte die Truppe von Johannes Spilka

Für die U 20-WM 2024 in Kolumbien konnten sich durch eine Änderung im Reglement auch noch einer der beiden Drittplatzierten der Tabellen A und B in einem Entscheidungsspiel qualifizieren: Österreich nützte mit einem ausgiebigen Sieg von 6:0 gegen Island auf neutralem Boden in Spanien die Chance, Isabel Aistleitner trug maßgeblich mit einem Doppelpack (davon 1 Elfer) wesentlich zum Kolumbien-Ticket bei.

Leider zog sich die zuverlässige Scorerin eine schwere Verletzung am Knie zu,

sodass nur Isabell Schneiderbauer und die Ex-Kleinmünchnerin Almedina Sisic in Südamerika eingesetzt werden konnten.

2 Siege bei der Weltmeisterschaft!

Unter dem neuen Teamchef Dr. Markus Hackl feierte die ÖFB- U 20 gegen Ghana einen 2:1- Eröffnungssieg (Tore: Fankhauser, Ojukwu per Elfer), in der 2. Hälfte erlebte Isabell Schneiderbauer ihre WM-„Premiere“. Beim 3:1 gegen Neuseeland wurde „Almi“ Sisic ebenfalls im 2. Spielabschnitt eingesetzt, Schneiderbauer spielte gegen den späteren Finalisten Japan (0:2) über die volle Distanz, Sisic ab der 84. Minute.

Im WM- Achtelfinale mussten sich die WM-„Neulinge“ dem späteren Weltmeister Nordkorea nach couragierter Leistung und nur 1:2-Pausenstand mit 2:5 geschlagen geben, Kurz-Zeit -Einsätze: Schneiderbauer ab der 79., Sisic ab der 87. Minuten konnten das einmalige Erlebnis auf der Weltbühne nicht trüben.

Helmut Pichler