Im letzten Gruppenspiel traf heute die Elf von Teamchef Dr. Hackl auf den Titelverteidiger und siebenfachen Europameister; schon gestern hatte sich Deutschland zu Schweden und Österreich für die Teilnahme am Halbfinale qualifiziert:
UEFA-U19-Frauen-Europameisterschaft 2025/26 – Endrunde, Gruppe B
Spanien-- Österreich 2:1 (2:1) Tore: Alba Cerrato (Elfer), Elene Gurtubay; Emira Makalic.
Spielbericht:
Einige Überraschungen hatte der Headcoach für diese Begegnung schon mit der Startaufstellung parat, um die Kräfte der Spielerinnen möglichst optimal aufzuteilen: die Ex- Kleinmünchnerin und Neo-Rapidlerin Sophie Hoke führte als Kapitänin das Team an mit :Vivian Grabenhofer; Katie Richter, Anika Hofschweiger, Emira Makalic, Sara Grabovac; Emily Schäfer, Maya Keckeis. Ella Herbst, Alina Kerschbaumer, Denise Lueger.
Eine Pause gegenüber den beiden ersten Gruppenspielen gönnte der erfahrene Coach vorerst Ronja Leidler, Valentina Illingeer, Eva Pötzl, Teresa Frizberg und auch den „Edeljokern“ Greta Spinn und Tina Krassnig, die gegen Island (3:0) und die Schweiz (3:1) voll überzeugt hatten.
Erste Chance für Emily Schäfer
In der 6. Minute hätte Schäfer beinahe die spanische Torhüterin bei einem guten Abschluss bezwungen, aber erwartungsgemäß fanden die Favoritinnen mehr Ballbesitz und einige Eckbälle mehr vor. Nachdem Grabenhofer in der 17. Minute noch sehr gut reagiert hatte, gab es wenig später Elfmeter durch die (schwache) Schiedsrichterin Miriama Bočková aus der Slowakei, die eine harmlose Annäherung von Emira Makalic mit einem Penalty ahndete, Alba Cerrato verwandelte zum 1:0 für Spanien.
Grabenhofer als starker Rückhalt
Grabenhofer zeichnete sich auch in der 34. Minute aus, 2 Minuten später verfehlte ihr Pendant im Tor der Spanierinnen einen Rückpass, aber Spaniens Kapitänin konnte den finalen Ball von Denise Lueger noch vor der Linie abwehren. Dann wurde Lueger im Strafraum ohne Ball gefoult, hier blieb die Pfeife der „Unparteiischen“ stumm. Österreich steigerte sich offensiv, sodass Spanien in der 43. Minute einen Konter fuhr und diesen erfolgreich zum 2:0-abschloss.
Finish der 1. Halbzeit turbulent
In der 45. Minute konnte Denise Lueger wieder einmal knapp gestoppt werden, den Eckball verwandelte Emira Makalic per Kopf zum 1:2-Anschlusstreffer!
Historisches Tor
Zuletzt hatten die Österreicherinnen Katrin Walzl und Nina Burger am 25. April 2006 (!!) beim 2:4 gegen Spaniens U 19 getroffen, es folgten 2011 ein 0:4, 2016 ein 0:4 und 2018 ein 0:3!
Pausen- Remis scheiterte an der Tor-Umrandung!
Beinahe wäre in der Nachspielzeit auch noch der Ausgleich gefallen, denn Katie Richter traf mit ihrem satten Schuss leider nur die rechte untere Stange, die couragierten Österreicherinnen schrammten am Ausgleich um Zentimeter vorbei!
2. Spielhälfte: am Spielstand hat sich nichts mehr geändert
In der 60. Minute werden rGeta Spinn, Valentina Pötzl, Tina Krassnig und Teresa Frizberg eingewechselt, aber alle Ausgleichsbemühungen der Hackl-Elf scheitern. Trotzdem haben die Österreichs Talente den Titelvertidiger ganz stark gefordert und bewiesen, dass sie zu Recht in der Vorschlussrunde stehen. Schade, dass Sara Grabovac noch gegen Spielende verletzt ausschied, beste Genesungswünsche für die große Stütze des ÖFB U 19-Teams , das bei dieser Endrunde für Furore gesorgt hat!
Auch im Falle einer Niederlage am kommenden Dienstag ist der Elf von Dr. Hackl der 3. Rang (ex aequo) bei der EM nicht mehr zu nehmen, da seit 2002 dieser Platz nicht mehr ausgespielt wird!
6-facher Champion ist Österreichs Gegner im Semifinale!
Nach dem gestrigen 2:0 (1:0)-Sieg gegen Schwedens U 19-Auswahl konnte sich das Team von Cheftrainerin Melanie Behringer noch den Gruppensieg vor Schweden sichern.
Als Erster spielen Kapitänin Luzie Zähringer und ihre Teamkolleginnen am Dienstag gegen die ÖFB- Auswahl.
ÖFB- Bilanz gegen die Favoritinnen
Beim 1. Aufeinandertreffen im Oktober 2006 setzte es bei der U 19-EM-Qualifikation eine 1:5 (1:3)-Niederlage, das Führungstor durch Katharina Haiden (LUV Graz) hatten die späteren Europameisterinnen mit 5 Gegentoren beantwortet.
Damals hatte Cheftrainer Ernst Weber folgende Anfangsformation aufgeboten: Anna-Carina Kristler - Isabella Berger, Katharina Haiden, Stephanie Kovacs, Viktoria Schnaderbeck, Carina Wenninger - Birgit Gumpenberger, Katja Gürtler, Daniela Tasch, Elisabeth Tieber - Katharina Strauchs (Quelle: soccerdonna)
Bei der Endrunde 2016 in der Slowakei traf Österreich unter Teamchefin Irene Fuhrmann nach zwei 0:4-Niederlagen gegen die Schweiz und Spanien auf die Elf von Maren Meinert und unterlag mit 1:3, wobei Ivana Feric den Ehrentreffer scorte und das ÖFB-Team nach Aussage der Gegnerinnen einen „Kampf auf Augenhöhe“ geliefert hatte.
Positiver „Zwischenspurt“
2019 gab es im April erstmals Zählbares, denn Melanie Brunnthaler und Maria Plattner sorgten für die Mannschaft von Michaeel Steiner beim 2:2 (1:1) in Ludwigsfelde ür die erforderlichen Treffer.
Im November 2022 folgte in Israel sogar ein 2:1 (1:0)- Sieg Österreichs durch Tore von Valentina Mädl und Anna Holl, ehe beim bisher letzten Aufeinandertreffen bei der EM-Endrunde im Juli 2023 gar kein Treffer glückte und die 0:6-(0:4)--Klatsche einen suboptimalen Einstieg bedeutete.
Trotzdem „Happy-end“
Allerdings gelang dann noch ein 1:0 gegen die Niederlande und ein 3:3 gegen Belgien, ehe der 6:0-Erfolg im Qualifikationsspiel gegen Island sogar noch das Ticket zur U 20 WM in Kolumbien sicherte.
Helmut Pichler