Mit einem neuen Cheftrainer startete die SPG Geretsberg/Bürmoos in die Vorbereitung für die neue Meisterschaft; das Ligaportal führte mit ihm folgendes Interview:
Ligaportal: Andreas, warum hast Du Dich für das Coaching der SPG Geretsberg/Bürmoos entschieden?
Andreas Strasser; „Weil es tolle Gespräche mit Vicky (Felber) und Kristin (Grömer) gab und ich sehr bald ein gutes Gefühl hatte, beim richtigen Team anzuheuern. Da stimmt die Chemie zu 100 %. und ich bin sicher, da kommt sehr viel zurück, wenn ich auch alles gebe.“
Hast Du in den letzten Jahren das Abschneiden der Spielgemeinschaft verfolgt?
„2020/21 habe ich den FC Bergheim in der Planet Pure-Frauen-Bundesliga betreut, darunter „Vicky Felber“, Jana Kofler, Aurelia Zeilinger usw,.. die Mädels haben damals mit Platz 6 die beste Platzierung der Vereinsgeschichte erreichten. Natürlich habe ich mich weiterhin dafür interessiert, wie es den Talenten weiterhin ergeht!“
Wie löst Du das logistische „Problem“?
„Da ich in Surheim (Bayern), das liegt zwischen Salzburg und Laufen, zu Hause bin, stellt die Entfernung zu Bürmoos keine große Herausforderung dar“.
Die SPG hatte in den letzten Jahren einigermaßen zu kämpfen, um die Klassenzugehörigkeit zu wahren, hat es aber immer wieder geschafft, war das ein Anreiz für Dich?
„ Natürlich imponiert mir der Kampfgeist der Mannschaft, „aufgeben“ existiert offensichtlich nicht in deren Wortschatz und in gewisser Hinsicht vergleiche ich den „Dorf“-Verein FC Bergheim mit der SPG. Fast „David gegen Goliath“, wenn ich die finanziellen Möglichkeiten einiger Ligakonkurrenten betrachte. Für mich verkörpern die Geretsberg- Frauen eine Grund-„Tugend“: ja nicht vorzeitig aufgeben und ……..jede ist jederzeit für die andere da“.
Und als starker Rückhalt Oliver Hauer?
„Ja, der Team-Manager wurde mir so beschrieben, dass er mit ganz großer Umsicht für perfekte Rahmenbedingungen sorgt und damit großen Anteil an dieser Vorzeige-Mannschaft hat“.
Du hast auch Männerteams trainiert. wo liegen für Dich die wesentlichen Unterschiede zu den Frauen?
„Meiner Erfahrung nach in der Einstellung. Bei den Damen musst Du vielleicht eine noch nicht fitte Spielerin heimschicken, weil sie zu ehrgeizig zu früh beginnen will, bei den Burschen muss eine leichte „Blessur“ eher schnell für eine „Trainingspause“ herhalten. Dann kommt dazu die Auffassungsgabe, Frauen hinterfragen weit öfter, sind sehr wissbegierig. Als Coach musst Du andererseits auch mit mehr Einfühlungsvermögen und sensibler vorgehen. Dir körperlichen Anforderungen werden von mir zum großen Teil 1:1 gestellt.
Ich würde jedem Männer-Trainer empfehlen, die Herausforderung anzunehmen und zumindest für eine gewisse Zeit Frauen zu coachen“.
Du bist seit 2010 Inhaber der UEFA-B- Lizenz, 2025/26 warst Du wieder auf der Schulbank?
„Ich habe damals meinen Trainerschein in der Sportschule Oberhaching gemacht und habe jetzt weitere Module absolviert.“.
Wann war Trainingsbeginn bei Euch?
„Offiziell am 1,Juli, aber vorher haben wir schon 2 Kraft-Ausdauer Einheiten mit unserer Fitnesstrainerin Selina Danninger hinter uns gebracht.“
Wer unterstützt Dich beim Training, außer Torwart-Trainer Martin Suchanek?
„Vicky Felber hilft mir, wenn wir einmal z.B. in 2 Gruppen üben und es „knapp“ würde, aber die meisten Übungen leite ich allein“.
3 Testspiele gegen den FC Bergheim, SV Antiesenhofen und ASV Niederthalheim stehen auf dem Programm, sind noch zusätzliche Probegalopps geplant?
„Ja, wir testen auch noch gegen Kirchberg im Wald und gegen Ottensheim“.
Wurde Euer Kader durch Abgänge geschwächt, bzw. welche Verstärkungen konnten für die SPG gewonnen werden?
„Michele Felber wird „pausieren“ und uns voraussichtlich 1 Jahr wegen privater Vorhaben fehlen (hoffentlich kürzer!), unsere Zugänge: Susanne Meidl, von ihr konnte ich mir selbst noch kein Bild machen, aber die routinierte Spielerin wurde mir aber vielen Seiten als großartige Fußballerin beschreiben. Dazu kommen 2 Talente aus St. Pantaleon: Julia Sigl und Antonia Ganglmaier".
Welche Ziele habt Ihr Euch mit der Spielgemeinschaft gesetzt?
„Wir möchte es in der neuen Saison weniger lang spannend als 2025/26 gestalten (schmunzelt), wo das Team im allerletzten Spiel noch unbedingt punkten musste. Ich habe der Mannschaft als primäres Ziel vorgegeben, möglichst bald die Klassenzugehörigkeit zu sichern, etwaige „Zugaben“ nehmen wir natürlich gerne mit. Zu viel Druck möchte ich nicht ausüben, das blockiert nur die Leistung!"
DANKE für Deine Bereitschaft zu diesem Gespräch, Deine Begeisterung für das neue Tem war in jeder Phase spürbar, Alles Gute!
Helmut Pichler