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FARBEN-TAUSCH: LASK-Meisterspielerin Sarah PUM wechselte vom grünen Rasen in das DIGITAL- Team des SK Rapid

Mit der gebürtigen Mühlviertlerin führte das Ligaportal folgendes Interview, u.a. über ihre neue Funktion:

„Double“ mit dem LASK als fußballerischer Höhe- und gleichzeitiger Schlusspunkt ihrer Karriere:

Das große Torhüterinnen-Talent begann ihre Laufbahn im Frühjahr 2013 beim USV St. Oswald/Freistadt, übersiedelte im Sommer 2015 zur Union Kleinmünchen und kehrte im Winter 2018/19 zu ihrem Stammverein zurück. Im Juli 2021 wurde sie vom LASK verpflichtet und konnte 2022 mit den Linzerinnen den Meistertitel in der LT1- O.Ö.- Liga feiern sowie den OÖ-Ladies-Cup gewinnen.

Ligaportal: Sarah, lass uns zuerst einen Blick auf deine Fußballkarriere werfen: warst Du schon immer ausschließlich der starke Rückhalt im Tor?

Sarah Pum: „Nein, in der Kindheit hatte ich auf dem Feld begonnen, bin dann ins Tor gewechselt und mit einer Ausnahme auch geblieben: in einem einzigen Meisterschaftsspiel beim USV St. Oswald/Fr. wurde ich am Feld eingesetzt, weil dort akuter „Personalmangel“ herrschte.“

2015 bist Du mit einem ganz starken Team aus Oberösterreich U 14- Bundesmeister der Mädchen geworden?

„Genau, wir hatten wirklich einen starken Kader und mittlerweile spielen einige aus der damaligen Mannschaft in der 1. deutschen Bundesliga oder sind anderswo international aktiv. Ich verfolge die Wege meiner Mitspielerinnen noch heute und freue mich, dass Linda Mittermair und ich nun wieder für denselben Verein aktiv sind“.

Anschließend wurdest Du an der FFAOÖ und dem BORG für Leistungssport in Linz ausgebildet und hast dort auch die Matura abgelegt, wo hast Du gespielt?

„Ich war 4 ½ Jahre bei der Union Kleinmünchen, im Winter 2018/19 bin ich zu St. Oswald zurückgekehrt und wir haben als Dritter der LT1-O.Ö.- Liga abgeschlossen“.

Nach der Reifeprüfung hast Du mit welchem Studium begonnen?

„In Wien mit Publizistik, aber coronabedingt war ich ohnehin mehr daheim und so bin ich 2022 an die FH Steyr zu „Marketing und E-Business“ gewechselt".

Sportlich stand auch ein Transfer von Dir an?

„Auf Zuruf der damaligen Cheftrainerin Lisa Alzner bin ich im Sommer 2021 vom USV St. Oswald zur neuen LASK-Elf übersiedelt, gemeinsam mit Lisa Feilmayr, Madlene Kerschbaummayr und Lea Pilgerstorfer“.

Dein Karriere-Ende war wodurch bedingt?

„In erster Linie aus Zeitgründen, weil ich neben dem Studium immer gearbeitet habe. Außerdem ist die Freude am Fußball ist verlorengegangen, die ist mittlerweile zum Glück aber wieder zurückgekommen.“

Im Februar 2025 bist du dann zum SK Rapid gestoßen?

„Das hatte aber nichts mit sportlichen Ambitionen zu tun, sondern mit Jobsuche. Im Herbst 2024 gab es eine Ausschreibung über eine Funktion im digitalen Bereich des Rekordmeisters, ich habe mich beworben und wurde dann engagiert.“

Mittlerweile wurde die kleine Kolonie von Oberösterreicherinnen bei Rapid größer: Isabell Schneiderbauer, Tabea Aitenbichler, Linda Mittermair (derzeit rekonvaleszent), wie groß ist Euer Kontakt?

„Es freut mich wirklich, dass „Schneidi“ und Linda bei uns im Team sind und auch Tabea, die ja seit Beginn dabei ist, schätze ich sehr. Ich versuche ein- Mal pro Woche beim Training zu sein und sonst bin ich bei fast jedem Spiel dabei. Wir sehen uns also regelmäßig“.

Wer arbeitet in Eurem digitalen Team?

Fünf Mitarbeiter sind im digital- Bereich tätig, dazu kommen ein Videograf und ein Fotograf. Mein Hauptgebiet ist die Betreuung der Frauenteams“.

Du selbst hast einen Fulltime-Job, oder?

„Genau. Im Meisterschaftsbetrieb darf ich zusätzlich zum Frauenteam auch beim Herren-Team sowie bei unserer Akademie mitarbeiten – also auch viel Zeit am Wochenende“.

In welchen Medien seid Ihr außer Facebook und Instagram noch vertreten?

„Youtube, „X“, blue sky, Tiktok, außerdem betreuen wir noch den vereinseigenen Whats-app-Channel des SK Rapid!“

Eure Berichterstattung begnügt sich aber nicht mit Spielberichten und Auflistung der TorschützInnen?

„Wir wollen auch den Hintergrund darstellen, welche Bemühungen es gibt und welche Maschinerie da aktiv ist“.

Sind die Spielerinnen bereit für Eure Anliegen?

„ Es gibt da nie ein Problem, ob bei Interviews oder sonstigen Anfragen von uns .“

Sind trotz Eurer starken digitalen Präsenz noch Print-Medien für den Frauenfußball wichtig?

„Ich denke, die Kombination digital+ print ist unbedingt erforderlich, weil wir ja noch weit mehr Interessenten an die Sportart heranführen wollen“!

Deine Wünsche für das Team und Dich persönlich?

„Ich wünsche unserem Frauen-A- Team, dass es in der Bundesliga gut ankommt und sich dort behaupten kann. Wir haben einen schlagkräftigen Kader, ich bin sehr zuversichtlich. Für mich persönlich wäre es schön, wenn ich noch recht lange bei Rapid diese hoch interessante Tätigkeit ausüben könnte.“

Herzlichen Dank für das aufschlussreiche Gespräch, ich wünsche Dir, dass Deine große Begeisterung für Dein Aufgabengebiet lange währt!

Helmut Pichler