Am kommenden Wochenende startet die „Pflichtspielsaison“ in Deutschland mit dem Supercup-Schlager: Bayern München- VfL Wolfsburg; das Ligaportal durchforstete die Kader der Erstligisten (Stand: 8. August 2026):
Österreich führt vor der Schweiz und den Niederlanden!
Mit 27 Akteurinnen aus der „Alpenrepublik“ wurde die „Rekordmarke“ aus dem Vorjahr um 1 Akteurin gesteigert, es folgt für 2026/27 erneut die Schweiz mit 21 Spielerinnen, dahinter liegen die Niederlande mit 15 Aktiven. Belgien stellt 11 Legionärinnen, Polen folgt mit 10 Elitefußballerinnen, knapp dahinter reihen sich Frankreich und Norwegen mit je 9 Internationalen ein.
35 Länder sind in den Aufgeboten mit insgesamt 170 Spielerinnen vertreten, das entspricht 45,2 % der insgesamt 376 unter Vertrag stehenden Fußballerinnen (lt. KICKER).
Kadervergleiche anhand des Legionärinnen-Anteils
Das größte Aufgebot weist dabei der 1. FC Köln mit 34 Kaderspielerinnen auf, davon 12 Legionärinnen. Die Kader bewegen sich im Durchschnitt um die 25 Spielerinnen.
An der Spitze der Vereine mit den meisten „Gastarbeiterinnen“ liegt etwas überraschend der RB Leipzig mit nicht weniger als19 ausländischen Akteurinnen (im i25-er Kader). Die Oberösterreicherin Annabel Schasching geht dort heuer in ihre 5. Bundesligasaison, erstmals mit ihrer „Landsfrau“ , Torfrau Sophie Lindner (von der TSG Hoffenheim).
Double-Sieger Bayern München folgt mit 15 ausländischen Spielerinnen vor dem 1. FC Nürnberg und dem HSV (je 13), Werder Bremen, VfL Wolfsburg, 1. FC Köln, TSG Hoffenheim und Bayer Leverkusen (alle 12).
Mit „nur“ 7 Verstärkungen aus dem Ausland begnügt sich Aufsteiger VfB Stuttgart bei einem Gesamtkader von 30 Aktiven, darunter der ÖFB-Torjägerin Nicole Billa.
Meiste Österreicherinnen sind bei Werder Bremen verpflichtet
Mariella El Sherif, Chiara D`Angelo, Sarah Gutmann, Julia Magerl und Lilli Purtscheller stehen in Diensten des norddeutschen Bundesligisten, wo früher die ÖFB- Ex-Internationale und Austria Wien-Stütze Katharina Schiechtl für Furore sorgte.
Je 1 „Trio“ bei ihren Arbeitgebern bilden: Katharina Naschenweng, Barbara Dunst und Sarah Zadrazil (alle Bayern München), Larissa Haidner, Sophie Hillebrand, und Melanie Brunnhaler (Hamburger SV), Nicole Ojukwu, Lisa Kolb (neuerdings im Mannschaftsrat!) und Carina Brunold (alle SC Freiburg), sowie Selina Degen, Laura Feiersinger und Neuzugang Alina Kerschbaumer ( vom First Vienna FC) beim 1.FC Köln.
4 Vereine mit einem Österreich-„Duo“
Bei Union Berlin sind Naika Reissner und Eileen Campbell tätig, Annabel Schasching und Sophie Lindner sind bei RB Leipzig verpflichtet, die Oberösterreicherin Claudia Wenger und Valentina Mädl gehen bei Bayer 04 Leverkusen in ihre 2. Bundesliga-Saison. Linda Natter und Denise Lueger kicken für die TSG 1899 Hoffenheim.
Als „Solistinnen“ fügen sich Christina Schönwetter (beim VfL Wolfsburg) und Nicola Billa beim Aufsteiger VfB Stuttgart in den Meisterschaftsbetrieb ein.
„Fehlanzeige“ bei Eintracht Frankfurt, 1. FC Nürnberg und FSV Mainz 05
Keine Aktiven aus Österreich sind heuer für diese 3 Mannschaften tätig, eine bedauerliche Steigerung gegenüber der Vorsaison (damals Frankfurt und USV Jena).
Eröffnungsspiel:
Google Pixel Supercup der Frauen, 2026, Finale am Samstag, 15. August 2026, 19:30 Uhr, Audi Sportpark, Ingolstadt
Gute Chancen, mitwirken zu können, bestehen dabei für die beiden ÖFB- Internationalen Katharina Naschenweng und Barbara Dunst, fraglich ist der Einsatz von Sarah Zadrazil.
2. Frauen-Bundesliga startete bereits mit 7 Aktiven aus Österreich!
In der Vorwoche begann bereits die Meisterschaft in Liga 2 und die Mehrzahl der Österreicherinnen kam dabei zum Einsatz:
Sarah Klotz beim 3:1- Erfolg von Viktoria 1889 Berlin auswärts gegen die TSG Hoffenheim II, Selina Albrecht und Anna Wirnsberger beim 3:1 -Heimerfolg der SGS Essen gegen Eintracht Frankfurt II, Valentina Kröll beim 2:1-Sieg von Carl Zeiss Jena auswärts gegen Borussia Mönchengladbach, Lara Felix und Teresa Frizberg wirkten beim 1:0-Heimsieg von Ingolstadt 04 gegen Turbine Potsdam mit, wo die Steirerin Elena Sophie Gößler bis zur 66. Minute eingesetzt wurde. Außer ihr stehen auch noch die Vorarlbergerin Rebecca Lins und Sophie Rapf (früher: Austria Wien) bei den früheren deutschen Seriensiegerinnen unter Vertrag.
Dem FC Bayern München II, der aus der 2. Frauen-Bundesliga in die Regional-Liga Süd absteigen musste, schloss sich mit Ella Rauscha, eine U19 -EM- "Heldin" des ÖFB, an.
Helmut Pichler