Die SPG St. Florian/Niederneukirchen steckt aktuell in einer prekären Lage. Nach zwei Niederlagen zum Saisonstart hatte man gestern mit der SPG UFC Rohrbach-Berg/Altenfelden die nächste schwere Aufgabe vor der Brust. In einer lang torlosen Partie brachte letztlich Fatlum Emruli die Sängerknaben spät in Führung, ehe man kurz vor Schluss den sicher-geglaubten Sieg noch aus der Hand gab (zum Spielbericht). Ligaportal sprach im Anschluss der Partie mit Wolfgang Gruber, dem Sportlichen Leiter der Florianer.
Ligaportal: Wie hast Du die Partie gestern erlebt?
Gruber: „Dadurch, dass wir zwei empfindliche Niederlagen einstecken mussten in den ersten beiden Runden und da auch vom Leistungsniveau her nicht mithalten konnten, waren wir schon ein wenig nervös und in einer unsicheren Fußballwelt daheim. Rohrbach hat nicht den besten Tag erwischt, war zwar stärker in der ersten Halbzeit und hat auch einen Hunderter vergeben, man hat aber von Anfang an das Gefühl gehabt, dass wir auf Augenhöhe sein können. Das ist uns in der zweiten Halbzeit dann gut gelungen, da waren wir besser. Von drei Hundertern konnten wir leider nur einen machen, und zehn Sekunden vorm Ausgleich hatten wir die große Chance auf die Vorentscheidung. Aufgrund der ersten Hälfte und der Dominanz von Rohrbach da ist der Punkt unterm Strich gerecht.“
Ligaportal: Das bedeutet, ihr seid mit dem Punkt zufrieden?
Gruber: „Die Leistung ist so viel besser geworden, mit dem Punkt kannst du nicht zufrieden sein, wenn du so knapp vor Schluss ein Tor kassierst, das du verteidigen hättest können. So ist es im Fußball eben. Aber wenn mich gestern zu Mittag wer gefragt hätte, ob ich mit einem Punkt in Rohrbach zufrieden wäre, dann hätte ich das sofort unterschrieben."
Ligaportal: Bei euch gab es im Winter einige Kaderveränderungen. Nun sind drei Runden gespielt, konnten sich die Neuzugänge bereits in die Mannschaft integrieren? Wie zufrieden seid ihr mit den Leistungen?
Gruber: „Zuban und Dudakovic waren verletzt in der Vorbereitung, die sind erst spät in die Gänge gekommen. Ratzenböck ist sehr bemüht und brav, dem gelingt aber noch nicht alles. Da ist also Luft nach oben.“
Ligaportal: Nächste Woche spielt ihr gegen Putzleinsdorf/Hofkirchen, ein ganz richtungsweisendes Duell für beide Teams. Wie lautet da die Erwartungshaltung?
Gruber: „Das ist das erste Finale für uns. Wenn du das verlierst, dann verlierst du wahrscheinlich auch den Glauben an dich selbst. Daher ist die Partie extrem wichtig für uns. Aber nach der Darbietung gestern könnte das schon ein paar Fesseln lösen. Es gibt nur eine Zielsetzung für dieses Spiel, das muss ein Sieg werden. Der Kader wird immer breiter, die verletzten Spieler kommen auch wieder retour. Wir hoffen, dass es nächste Woche daher einen unglaublichen Konkurrenzkampf gibt. Von der Leistungsdichte sollten wir auf jeden Fall mithalten können.“
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