Der SC Marchtrenk hat eine wichtige Personalentscheidung für die Zukunft getroffen. Der aktuelle Siebte der Landesliga Ost präsentierte mit Mario Hieblinger seinen neuen Cheftrainer für die Saison 2026/27. Der ehemalige Bundesliga-Profi folgt auf Markus Allerstorfer, der den Verein nach der laufenden Spielzeit Richtung Gmunden verlässt. Damit stellt der Traditionsverein die Weichen für ein besonderes Jahr – er feiert heuer sein 80-jähriges Bestehen.
Noch steht Hieblinger bei der Union Bad Hall an der Seitenlinie, im Sommer beginnt dann seine neue Aufgabe in Marchtrenk. Die ersten Gespräche liegen bereits einige Wochen zurück. „Der Verein hat mich kontaktiert und gefragt, ob ich mir ein Engagement vorstellen könnte“, erzählt Hieblinger. Nach mehreren Gesprächen und zwei Besuchen vor Ort sei die Entscheidung relativ schnell gefallen. „Für mich hat das einfach gepasst. Es ist sportlich interessant und eine Möglichkeit, mich weiterzuentwickeln.“ Dass sich Hieblinger für den SC Marchtrenk entschied, war im Endeffekt eine stimmige Lösung. Auch andere Vereine hätten in dieser Phase Interesse gezeigt, doch das Gesamtpaket beim Landesligisten überzeugte den künftigen Coach.
Hieblinger blickt auf eine lange Karriere als Spieler zurück und hat sich in den vergangenen Jahren auch als Trainer kontinuierlich nach oben gearbeitet. Seit seinem Einstieg 2016 beim ATSV Stein führte ihn der Weg von der 2. Klasse über die 1. Klasse und Bezirksliga bis in die Landesliga. „Ich habe immer gesagt, dass ich als Trainer so weit wie möglich nach oben kommen möchte und war von dem Weg, mich über die unteren Klassen nach oben zu arbeiten überzeugt“, sagt er. Marchtrenk biete nun genau diese Chance. Der Verein selbst gehöre zu den ambitionierten Adressen im oberösterreichischen Fußball. So solle man auch künftig eine gewichtige Rolle in der Landesliga spielen.
Konkrete Platzierungsziele wurden zwar noch nicht festgeschrieben, die Richtung ist jedoch klar. Hieblinger sieht Marchtrenk als Verein, der dauerhaft in der oberen Tabellenhälfte vertreten sein sollte. „Ein Verein wie Marchtrenk sollte schon das Ziel haben, bei den ersten fünf mitzuspielen und möglichst lange ganz vorne dabei zu sein.“ Gleichzeitig betont er, dass nicht ausschließlich die Tabellenplatzierung entscheidend sei. Wichtig sei auch, eine klare Spielidee zu entwickeln und der Mannschaft eine Linie zu geben. Welche taktische Ausrichtung am besten passt, will der neue Trainer erst nach genauer Analyse des Kaders festlegen.
„Ich muss die Spieler erst besser kennenlernen und dann das System finden, das für die Mannschaft funktioniert.“ Dass Marchtrenk traditionell für eine gute Mischung aus defensiver Stabilität und Offensivfußball steht, passt dabei grundsätzlich zu seinen Vorstellungen.
Die Präsentation des neuen Trainers erfolgt rechtzeitig zum 80-jährigen Vereinsjubiläum des SC Marchtrenk. Der Klub lädt am 4. Juli zu einem großen Fußballfest in die WIMBERGER Arena ein. Geplant sind ein Blitzturnier mit namhaften Teilnehmern, darunter Vorwärts Steyr, die Präsentation des Nachwuchses, ein offizieller Festakt sowie ein Abendprogramm mit Live-Musik.
Besonders stolz ist man in Marchtrenk auf die Entwicklung im Jugendbereich. Aktuell verzeichnet der Verein mit rund 260 Nachwuchsspielerinnen und Nachwuchsspielern einen Rekordstand.