Landesliga Ost

„Das große Kollektiv war unser großes Plus“ – Viktoria Marchtrenk zieht trotz Verletzungssorgen eine positive Saisonbilanz

Viktoria Marchtrenk

In der Landesliga Ost hat ASKÖ SV Mauky´s Verfliesung Viktoria Marchtrenk eine Saison hinter sich, die laut sportlichem Leiter Rene Knogler vor allem von Verletzungssorgen, viel Improvisation und einem starken Kollektiv geprägt war. Trotz der schwierigen Monate im Frühjahr fällt die Bilanz positiv aus. Marchtrenk landete wie erhofft im Mittelfeld, vertraute vielen jungen Spielern und geht nun mit neuem Trainerteam und einigen Veränderungen im Kader in die nächste Spielzeit.

Spieler mit dem Fuß auf dem Ball

Foto von Hal Gatewood auf Unsplash

Ein Frühjahr mit vielen Ausfällen

Knogler machte in seinem Rückblick gleich deutlich, warum diese Saison intern nicht als gewöhnlich gesehen wird. „Das Frühjahr war sehr schwierig, weil wir sehr viele verletzte Spieler hatten und eigentlich jede Woche improvisieren mussten“, sagte der sportliche Leiter. Damit war die Ausgangslage klar: Marchtrenk musste immer wieder umstellen, neu reagieren und personell Lösungen finden, die in einer normalen Saison so wohl gar nicht nötig gewesen wären. Dazu kamen laut Knogler nicht nur einzelne Ausfälle, sondern auch langwierige Verletzungen, die den Handlungsspielraum zusätzlich eingeschränkt haben. Gerade deshalb bewertet der Verein die vergangenen Monate nicht nur nach einzelnen Resultaten, sondern nach dem gesamten Verlauf. „Im Großen und Ganzen sind wir mit dieser Saison sehr zufrieden“, hielt Knogler fest. Der gewünschte Platz im Mittelfeld wurde erreicht, auch wenn die Mannschaft, wie er selbst sagte, eine Spielzeit mit vielen Höhen und Tiefen hinter sich hat.

Junge Spieler rücken in den Mittelpunkt

Ein wesentlicher Punkt in Knoglers Bilanz ist der Umgang mit den vielen personellen Problemen. Marchtrenk musste nicht nur improvisieren, sondern auch sehr bewusst auf junge Spieler setzen. Genau darin sieht der sportliche Leiter im Nachhinein einen der wichtigsten Erträge dieser Saison. „Die vielen jungen Spieler, denen wir heuer das Vertrauen geschenkt haben, sind durch die vielen Ausfälle zu sehr vielen Einsatzminuten gekommen und haben es mit Bravour gemeistert“, sagte er. Diese Aussage ist für den weiteren Weg des Vereins nicht unwichtig, weil aus der Not offenbar auch echte Entwicklung entstanden ist. Knogler sprach davon, dass einige aus dieser Gruppe den Sprung zum Stammspieler geschafft haben. Damit blieb es nicht bei einem kurzfristigen Auffüllen des Kaders, sondern es entstanden Rollen, die nun auch über diese schwierige Saison hinaus Bedeutung haben können. Gerade in einer Phase, in der Woche für Woche umgebaut werden musste, war das für Marchtrenk ein entscheidender Faktor. Besonders hervorzuheben ist hier die Rolle von Trainer Falko Feichtl, der diese schwierige Situation sensationell bewältigte.

Das Kollektiv als große Stärke und Bewegung im Kader

Passend dazu stellte Knogler nicht einen einzelnen Akteur in den Vordergrund, sondern ganz bewusst die Mannschaft als Ganzes. „Das große Kollektiv in unserer Mannschaft war heuer in dieser schwierigen Saison unser großes Geheimnis und unser großes Plus“, betonte er. Dieser Satz erklärt auch, warum die Gesamtbilanz trotz aller Rückschläge ordentlich ausfällt. Marchtrenk hatte personell oft keine einfachen Voraussetzungen, blieb aber offenbar geschlossen genug, um die Saison nicht entgleiten zu lassen. Gleichzeitig bringt der Sommer nun Bewegung in den Kader. Vier Spieler haben den Verein verlassen, dazu endet auch die Zeit von Trainer Falko Feichtl, der die Viktoria aus privaten Gründen verlassen hat. Auf der anderen Seite wurden bereits neue Spieler geholt. Knogler nannte Matthias Eibelhuber für das zentrale Mittelfeld, Ljeon Aljiji für die Defensive sowie mit Gregor Martinetz und Armin Pracalic zwei Stürmer. Der Verein geht also nicht nur mit einem neuen Trainerteam, sondern auch mit mehreren frischen Optionen in die Vorbereitung.

Sternbauer fehlt weiter

Auch der Blick nach vorne ist in Marchtrenk eng mit der Personalsituation verbunden. Besonders deutlich wird das bei Aaron Sternbauer, der dem Verein seit Jänner mit einer langwierigen Verletzung fehlt. Knogler sprach von einem Achillessehnenriss und machte klar, dass hier weiter Geduld gefragt ist. „Sein Heilungsprozess läuft den Umständen entsprechend relativ gut. Allerdings wird das natürlich noch etwas Zeit brauchen“, sagte er. Für Marchtrenk ist das ein wichtiger Punkt, weil Sternbauer intern einen hohen Stellenwert hat. Entsprechend deutlich fiel auch die Einordnung aus: „Wir werden ihm diese Zeit natürlich geben, weil er einer unserer wichtigsten Spieler in der Mannschaft ist.“ Genau darin steckt auch ein Teil des Ausblicks. Marchtrenk will auf der einen Seite den personellen Umbruch sauber bewältigen, auf der anderen Seite aber auch jenen Spielern Zeit geben, die nach Verletzungen wieder zurückkommen müssen. Nach einer Saison voller Improvisation soll nun der nächste Schritt mit mehr Stabilität gelingen. "Ein besonderes Dankeschön noch an das scheidende Trainerteam Falko Feichtl und Branko Crvtak. Begrüßen wollen wir natürlich das neue Trainerteam Almir Orascanin und Alen Suljemanovic sowie den neuen sportlichen Leiter Dominik Schnallinger. "