
Zum Duell Radio OÖ-Ligist gegen Landesligist kam es am Dienstagabend im Viertelfinale des Baumgartner-Bier-Landescups auf der Anlage des SV Sedda Bad Schallerbach. Das beste Rückrundenteam der OÖ-Liga empfing die Union St. Martin/Mühlkreis, die aktuell auf Platz zehn der Landesliga Ost verweilt und dessen Polster auf einen Abstiegsplatz momentan nur fünf Punkte beträgt. „Deshalb wurden bei uns auch einige Spieler geschont und viele junge Spieler eingesetzt“, so St. Martins Coach Franz Hofer. Die Hegedüs-Elf setzte sich wie erwartet souverän mit 4:1 durch und erreichte somit das Halbfinale.
Bad Schallerbach klar überlegen
In Hälfte eins zeigen die "Bad-Kicker" von Beginn an, wer hier das Sagen
hat. Die stark verjüngte Elf der Gäste lässt in der ersten Halbzeit einige
Chancen der Heimischen zu. So taucht in Minute zwölf Martin Hegedüs
alleine vor Gäste-Keeper Christian Eckerstorfer auf, verliert jedoch das Duell. Es
bleibt vorerst beim 0:0. Nur sechs Minuten später setzt
Schallerbachs Torjäger Daniel Haderer einen Freistoß von der Strafraumgrenze
knapp neben das Gehäuse der Gäste. Die nächste
von einigen Chancen für die Sedda-Elf dann in Minute 39: Hegedüs sorgt
wieder für Gefahr im Strafraum der Mühlviertler, bringt den Ball nach
einem Eckball per Kopf aber nur an die Latte. Fast alles rechnet mit
einem Remis zur Halbzeit, als in Minute 43 der Bann dann doch gebrochen
wird. Nach einem tollen Solo und dem folgenden Lochpass von Thomas
Kessler kann Hegedüs seine Chance nützen und stellt auf 1:0 für
die Trattnachtaler. Ein wichtiges Tor noch vor der Pause.
Blitzstart für Schallerbach
So wie die Hegedüs-Elf in die Kabine gegangen ist, so kommt sie auch
wieder heraus. Nur zwei Minuten dauert es, ehe Bad Schallerbach auf 2:0
stellt. Nach erneutem Assist von Kessler kann Philipp Enzlmüller dessen
Flanke volley abnehmen und somit für den Zwei-Tore-Vorsprung sorgen.
Während von den Gästen nur einige Entlastungsangriffe zu sehen sind,
verbessert sich das Offensivspiel der Schallerbacher zunehmend und so
bekommen die Zuseher tolle Spielzüge des OÖ-Ligisten zu sehen. Nach
einer Haderer-Chance in Minute 50 kann sich St. Martin-Keeper
Eckerstorfer gut zehn Minuten später zwei Mal auszeichnen. In Minute 59
ist er der Sieger gegen Hegedüs, nur eine Minute später pariert
der Goalie einen Schuss von Christian Heinle, der einen Freistoß an der Strafraumgrenze
direkt aufs Gäste-Tor bringt. Erneut vier Minuten später ist er dann
allerdings geschlagen: Nach einem Spielzug über die Seite erhöht Haderer auf 3:0 für Bad Schallerbach (64.). Wiederum nur drei Minuten
später köpft Hegedüs zum 4:0 ein. Von nun an schalten die
Heimischen einen Gang zurück. Wie auch beim Gegner St. Martin bereits
zur Pause geschehen, werden beim SV Bad Schallerbach von nun an
einige Stammspieler ausgewechselt und geschont, um für die Meisterschaft
keine Verletzungen zu riskieren. Kurz vor Schluss, in Minute 86, kann
der eingewechselte Stefan Neulinger für St. Martin noch den Ehrentreffer
erzielen. Der Endstand in einem eher einseitigen Cup-Spiel lautet somit
4:1.
St. Martin/M. bestreitet nach dem 6:2-Sieg gegen Abstiegskonkurrent
Asten am Samstag gleich das nächste "Sechs-Punkte-Spiel" gegen
Viktoria Marchtrenk, während Bad Schallerbach zu Hause die Nachbarn aus
Grieskirchen zum Trattnachtal-Derby bittet. Für beide Teams ist wohl ein
spannendes Fußball-Wochenende garantiert.
Stimmen zum Spiel:
Bela Hegedüs (Trainer SV Bad Schallerbach): „Zum heutigen Spiel gibt es wohl nicht sehr viel zu sagen. Wir haben
klar gemacht, wer hier eine Spielklasse höher spielt und meiner Meinung
nach auch verdient gewonnen, wobei wir sicherlich noch viel mehr Tore
hätten erzielen können, vor allem in der zweiten Halbzeit. Aber ich bin mit
dem 4:1-Sieg zufrieden und nun geht es am Freitag in der Liga zu Hause
gegen Grieskirchen.“
Franz Hofer (Trainer Union St. Martin/M.): „Bad Schallerbach hat heute verdient gewonnen. Sie hatten sehr viele
Chancen und haben ihre Klasse heute wieder einmal mehr aufgezeigt.
Leider hatte bei uns aufgrund der Tabellensituation in der Liga der Cup
nur zweite Priorität, weshalb auch einige Spieler geschont wurden, da wir am
Wochenende ein "Sechs-Punkte-Spiel" in Marchtrenk
bestreiten. Der Fokus ist wie gesagt ganz klar auf den Klassenerhalt
gerichtet und deshalb ließ ich heute eine eher junge, zweite Garnitur
antreten, die allerdings trotzdem eine gute Leistung erbracht hat."
Christoph Bolda
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