In der Landesliga Ost hat sich die ASKÖ Steinbach Schwertberg in Runde zwei gegen den Ennser Sportklub mit 3:2 durchgesetzt. Nach einer schwachen ersten halben Stunde und einem frühen Rückstand nach der Pause drehte die Mannschaft von Trainer Dominik Scheuringer die Partie. Für ihn war vor allem die Reaktion seiner Elf ausschlaggebend: "Der Wille, dieses Spiel unbedingt zu gewinnen, war am Ende der entscheidende Punkt."

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Dominik Scheuringer hatte nach dem Schlusspfiff keinen Grund, den Beginn seiner Mannschaft schönzureden. "Die ersten 20 bis 30 Minuten war der Ennser SK klar die bessere Mannschaft, war spielerisch besser, hatte mehr vom Spiel und auch mehr Abschlüsse", sagte der Trainer. Ganz große Chancen habe der Gegner in dieser Phase zwar nicht laufend gehabt, trotzdem sei der Aufsteiger klar tonangebend gewesen. Die ASKÖ Schwertberg bekam kaum Zugriff, verlor viele Bälle früh und war in den Zweikämpfen nicht präsent genug. "Wir haben uns sehr schwergetan zu Beginn, kamen nicht in die Zweikämpfe und haben viele Bälle schnell verloren. Das war in den ersten 30 Minuten keine gute Leistung von uns", so Scheuringer. Erst danach fanden die Schwertberger besser in die Partie, kamen selbst zu ersten Abschlüssen und nahmen das torlose Remis in die Pause mit.
Dabei hatte sich die ASKÖ für den Wiederbeginn eigentlich viel vorgenommen. Scheuringer sagte offen, seine Mannschaft habe in der zweiten Halbzeit von Anfang an besser auftreten wollen als vor der Pause, doch gleich nach Wiederbeginn lief alles in die andere Richtung. In der 48. Minute brachte Edvin Orascanin den ESK in Führung. Der Trainer schilderte die Entstehung als schnelle Umschaltszene nach einer eigenen Offensivaktion, bei der Schwertberg in der Defensive die Zuteilung verlor. Der erste Abschluss konnte noch gehalten werden, danach führte die Situation zum Elfmeter. Umso wichtiger war aus Sicht von Scheuringer die Antwort darauf. Nur drei Minuten später glich Mahmut Acuma in der 51. Minute per Elfmeter zum 1:1 aus. "Wir haben nach dem 0:1-Rückstand trotzdem super reagiert und uns immer wieder ins Spiel zurückgekämpft", sagte Scheuringer. Genau diese Reaktion war für ihn der erste klare Hinweis, dass seine Mannschaft am Dienstagabend noch zurückkommen würde.
Mit dem Ausgleich änderte sich auch das Bild der Partie. Die ASKÖ Schwertberg war nun wesentlich aktiver, kam offensiv besser zur Geltung und spielte sich laut Scheuringer deutlich mehr Möglichkeiten heraus als noch in der ersten Halbzeit. "Zweite Halbzeit war dann mehr Energie, mehr Wille und mehr Laufbereitschaft von unserer Seite da", sagte der Trainer. In der 75. Minute folgte die Belohnung: Schwertberg ging mit 2:1 in Führung, als nach einer Flanke von Marco Aberl der Ball zunächst an die Stange ging und Ümit Nuredini den Abpraller per Kopf verwertete. Die Partie war damit aber noch längst nicht entschieden, weil die Ennser sofort wieder zurückkamen. In der 79. Minute traf erneut Orascanin per Elfmeter zum 2:2. Scheuringer sprach danach von einem offenen Schlagabtausch, in dem beide Mannschaften ihre Momente hatten. "Auch nach dem 2:2 haben wir uns wieder zurück ins Spiel gekämpft", betonte er.
Die Entscheidung fiel schließlich in der 82. Minute, und sie passte genau zu jener zweiten Halbzeit, die die ASKÖ mit deutlich mehr Überzeugung spielte. Lukas Wurzer erzielte das 3:2 mit einer Einzelaktion, die Scheuringer besonders hervorhob. Der Stürmer bekam den Ball laut seinem Trainer kurz nach der Mittellinie, setzte sich im Laufduell durch und schloss das Solo mit einem "super Tor" ab. Danach mussten die Schwertberger den Vorsprung noch mit aller Kraft verteidigen, weil der Ennser Sportklub in den Schlussminuten noch einmal Druck machte. Einen Distanzschuss hielt Felix Schmiedhuber stark fest, auch das erwähnte Scheuringer ausdrücklich. "Wir haben das 3:2 am Ende mit allem, was wir hatten, verteidigt", sagte er. Diskussionsstoff rund um den Unparteiischen sah der Trainer kaum. "Beides waren klare Elfmeter", meinte Scheuringer zu den Strafstößen, nur bei einer möglichen Handspielsituation vor der Pause habe Schwertberg etwas Glück gehabt.
Umso mehr zählte für ihn danach das große Ganze: "Der Wille, die kämpferische Leistung und dass wir dieses Spiel unbedingt gewinnen wollten, war für uns der entscheidende Punkt." Dass der Sieg gegen einen starken Gegner zustande kam, wollte er ebenfalls klar festhalten. "Der Aufsteiger war spielerisch sehr stark, offensiv sehr stark und sehr mutig", sagte Scheuringer über den ESK. Die ASKÖ Schwertberg nimmt damit nach zwei Runden drei Punkte mit und vor allem das Gefühl, sich in einer schwierigen Partie zurückgekämpft zu haben.