In der Landesliga Ost hat der ASKÖ SV Mauky´s Verfliesung Viktoria Marchtrenk das Stadtderby gegen den SC Marchtrenk mit 2:1 gewonnen. Nach einer starken ersten Hälfte und der Führung durch Sepas Habibi musste die Heimelf in der Schlussphase zwar noch den Ausgleich durch Dieter Oleinek hinnehmen, fand aber fast postwendend die Antwort. Fabian Brenner entschied die Partie mit dem 2:1, und für Sportchef Rene Knogler war danach vor allem eines ausschlaggebend: "Die Moral der Mannschaft war der wichtigste Moment."

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Der Beginn war nach Knoglers Einschätzung noch eher ruhig. "In den ersten fünf bis zehn Minuten haben beide Teams noch ein bissl den Weg und die Richtung gesucht", sagte der Sportliche Leiter nach dem Schlusspfiff. Danach bekam Viktoria Marchtrenk die Partie aber deutlich besser in den Griff. Ab etwa der 15. Minute waren die Hausherren laut Knogler "sehr gut im Spiel", die bessere Mannschaft und in der ersten Halbzeit über weite Strecken tonangebend. Das 1:0 fiel dann in der 25. Minute, als Sepas Habibi einen Angriff über die Seite im Strafraum mit einem Flachschuss sauber abschloss. Dazu kam noch eine große Möglichkeit durch Armin Pracalic, weshalb die 1:0-Pausenführung aus Sicht der Heimischen gut zum Verlauf der ersten Halbzeit passte.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild dann spürbar. Knogler sah den SC Marchtrenk nun stärker und vor allem offensiv gefährlicher, zugleich stellte er seiner eigenen Mannschaft aber ein gutes Zeugnis gegen den Ball aus. "Wir sind hinten sehr gut gestanden und konnten die Angriffe gut im Griff behalten", sagte er. Ganz verhindern ließ sich der Ausgleich trotzdem nicht. In der 80. Minute stellte Dieter Oleinek nach einem Angriff des SC Marchtrenk auf 1:1. Entscheidend war dann aber die unmittelbare Reaktion. Nur vier Minuten später sorgte Fabian Brenner mit jener "super Einzelaktion", von der Knogler sprach, für das 2:1. Brenner zog über 30 bis 40 Meter an, hängte seinen Gegenspieler ab und schoss den Ball allein vor dem Tormann ins kurze Eck.
Dass Viktoria Marchtrenk nach dem Ausgleich nicht auseinanderfiel, sondern noch einmal nach vorne spielte, war für Knogler die eigentliche Kernaussage dieses Abends. "Der wichtigste Moment war ganz klar die Moral der Mannschaft, die selbst den 1:1-Ausgleich weggesteckt hat und wieder versucht hat, nach vorne zu spielen. Das ist momentan unsere große Stärke", sagte er. Der Sportliche Leiter bezog das nicht nur auf die Schlussphase, sondern auf den gesamten Auftritt seiner Mannschaft. "Der Einsatz und die Moral sind ganz groß hervorzuheben", meinte Knogler und verwies dabei auch auf die personelle Situation. Seine Mannschaft sei "wieder ohne vier bis fünf Stammspieler" angetreten, habe sich den Sieg aber "verdient, erkämpft" und sei "als verdienter Sieger vom Platz gegangen".
Im Nachgang blieb Knogler vor allem bei einem Gedanken hängen: Seine Mannschaft steckt Rückschläge derzeit weg, egal ob sie schon vor dem Anpfiff oder erst im Spiel kommen. "Vor dem Spiel durch Ausfälle, im Spiel durch Tore stecken wir nicht auf", sagte er und führte das noch weiter aus: "Die große Moral, der Einsatz, der Wille, das ist eine Stärke, die momentan ganz klar für uns spricht. Darauf bin ich sehr stolz." Auch den Unparteiischen wollte er nach dem 2:1-Sieg ausdrücklich hervorheben. Knogler sprach von einer "ausgezeichneten Leistung von Referee Hubinger", wie er sie "schon lange nicht mehr erlebt" habe, und gratulierte dem gesamten Schiedsrichterteam. Mit dem vierten Sieg im vierten Spiel hält die Viktoria Marchtrenk nun bei zwölf Punkten und bleibt damit weiter ganz vorne dabei.