In der Landesliga Ost hat sich SV HAKA Traun mit 4:1 gegen SPG Union St. Florian / NNK durchgesetzt. Trainer Peter Prokopczyk sah dabei einen Sieg, der nach einer nicht einfachen ersten Halbzeit vor allem über Disziplin, Umschaltspiel und die Tore zu den richtigen Momenten zustande kam. Besonders das frühe 1:0 und das 3:0 kurz nach der Pause waren für ihn die Schlüsselmomente.

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Für Traun begann die Partie ideal. Schon in der 1. Minute brachte Nedim Duric die Gastgeber mit 1:0 in Führung, ein Start, der dem Spiel aus Sicht von Prokopczyk sofort eine Richtung gab. „Wir sind relativ schnell in Führung gegangen. Das hat uns Rückenwind gegeben und uns ein bisschen Sicherheit gebracht“, sagte der Trainer. Ganz so einfach, wie es der frühe Treffer vermuten ließ, verlief die erste Hälfte aber nicht. Prokopczyk sprach offen an, dass St. Florian über weite Strecken der ersten Halbzeit die spielstärkere Mannschaft gewesen sei. Traun habe diese Phase jedoch gut überstanden, weil die Mannschaft konsequent verteidigte. Ein besonderes Lob ging dabei an den eigenen Tormann, der sein Team laut Trainer vor einem Gegentor bewahrte. Umso wichtiger war aus Trauner Sicht dann das 2:0 durch Muhamed Ramic in der 10. Minute. „Das zweite Tor war vielleicht ein bisschen konträr zum Spielverlauf“, räumte Prokopczyk ein, zugleich nahm seine Mannschaft diesen Vorsprung mit einer 2:0-Führung in die Kabine mit.
Entscheidend war für den Trainer, dass seine Mannschaft nach der Pause anders aus der Kabine kam. Prokopczyk berichtete, dass er in der Halbzeit korrigiert und klar angesprochen habe, was besser werden müsse. Genau das habe sein Team dann umgesetzt. Schon in der 50. Minute erhöhte Kresimir Zecic auf 3:0, und für Trauns Coach war genau dieses Tor der Wendepunkt des Nachmittags. „Entscheidend war dann das 3:0 gleich kurz nach der Halbzeitpause. Das hat das Spiel in unsere Richtung gelenkt“, sagte er. Trotzdem blieb sein Respekt für den Gegner deutlich hörbar. St. Florian sei „eine sehr spielstarke Mannschaft“, die seine Elf „richtig gefordert“ habe. Dass die Gäste in der 79. Minute durch Dominik Jonas Zittmayr auf 1:3 verkürzten, änderte am Gesamtbild aus Sicht des Trainers aber nichts mehr grundlegend. Traun antwortete prompt, nur zwei Minuten später stellte Muhamed Ramic mit seinem zweiten Treffer auf 4:1. Auch das passte zu Prokopczyks Analyse, dass seine Mannschaft die Tore genau dann machte, wenn sie besonders wichtig waren.
Den größten Anteil am Sieg sah der Trauner Trainer im klaren Matchplan. „Im Umschaltspiel. Das war unser Matchplan. Wir wollten aus einer kompakten, gut organisierten Defensive unsere Umschaltmomente nützen und die Kontermöglichkeiten nutzen“, erklärte Prokopczyk. Genau diese Ausrichtung zog sich durch seine Einschätzung des Spiels. Nach dem frühen 1:0 konnte sich Traun stärker auf die Defensive konzentrieren und aus Ballgewinnen nach vorne umschalten. Das 2:0 sei in dieser Phase genauso entstanden, wie man es geplant habe. Gleichzeitig hob der Trainer hervor, wie viel Mentalität und Wille seine Mannschaft auf den Platz brachte. „Meine Jungs haben alles wegverteidigt und mit sehr viel Mentalität und mit sehr viel Willen agiert“, sagte Prokopczyk. Damit beschrieb er sehr genau, warum Traun trotz der spielerischen Qualität des Gegners die Partie am Ende klar für sich entschied. Es war nicht nur die Effizienz vor dem Tor, sondern vor allem die Verbindung aus Kompaktheit, Arbeit gegen den Ball und gut ausgespielten Umschaltsituationen.
So zufrieden Prokopczyk mit dem Ergebnis und mit der Leistung seiner Mannschaft auch war, ganz ohne Kritikpunkt wollte er den Auftritt nicht stehen lassen. Vor allem im letzten Drittel sieht er trotz vier erzielter Tore weiter Luft nach oben. „Speziell vorne im Abschluss und im offensiven Drittel können wir sicher noch mit mehr Entschlossenheit agieren“, sagte der Trainer. Traun habe noch die eine oder andere Torchance gehabt, die man mit mehr Konzentration und mehr Fokus sauberer zu Ende hätte spielen können. Gerade dieser Punkt macht seine Einordnung glaubwürdig, weil sie über das klare Resultat hinausgeht. Gleichzeitig blieb am Ende vor allem Stolz. „Grundsätzlich muss ich sagen, war es ein Match, das wir verdient gewonnen haben. Ich bin richtig stolz auf die Truppe“, betonte Prokopczyk. Dazu passte auch sein Nebensatz zur Spielleitung: Es habe „absolut keine strittigen Szenen“ gegeben, die Schiedsrichterleistung sei „absolut top“ gewesen. Unter dem Strich nahm Traun also nicht nur drei Punkte mit, sondern auch die Bestätigung, dass der Plan gegen einen guten Gegner aufgegangen ist.