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„Mitspielen war nicht das Ziel“ – Marchtrenk belohnt seinen klaren Plan mit einem 1:0 gegen Donau

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SC Marchtrenk
ASKÖ Donau Linz

In der Landesliga Ost hat der SC Marchtrenk den Tabellenzweiten ASKÖ Donau Linz mit 1:0 bezwungen und sich den Dreier mit einem klaren Plan geholt. Trainer Stephan Kuranda hatte gegen den spielstarken Favoriten keine offene Partie im Sinn, sondern eine enge, disziplinierte Vorstellung seiner Mannschaft. Genau daraus entstand in der 82. Minute auch das Siegtor durch Benjamin Jasarevic. Schon zur Pause hatte das torlose 0:0 gut in dieses Bild gepasst.

Gestapelte Bälle auf Rasen

Foto von Pedram Raz auf Unsplash

Marchtrenk zieht dem Favoriten die Räume zu

Kuranda hatte die Richtung schon vor dem Anpfiff klar im Kopf. „Mitspielen war nicht das Ziel“, sagte der Marchtrenk-Coach nach dem Heimsieg. Gegen eine Mannschaft wie Donau, die für ihn neben Oedt zu den beiden stärksten der Liga gehört, wollte Marchtrenk vor allem eng stehen, Räume schließen und den Gegner nicht ins Rollen kommen lassen. Genau dieses Bild zeigte die Partie auch über weite Strecken. Donau brachte jene spielerische Qualität mit, die Kuranda ausdrücklich hervorhob, doch Marchtrenk hielt mit viel Ordnung dagegen. Zur Pause stand es 0:0, und damit war der Gastgeber genau in jener Partie, die er sich vorgenommen hatte.


Der entscheidende Nadelstich in Minute 82

Entscheidend wurde dann jener Moment, auf den Marchtrenk die ganze Zeit lauerte. In der 82. Minute fiel das 1:0 durch Benjamin Jasarevic, und auch dieses Tor passte exakt zum Matchplan. Kuranda schilderte die Szene so: „Das Tor ist aus einer solchen Situation entstanden: ein Ballgewinn tief in unserer Hälfte, den wir schnell nach vorne gespielt haben. Dann sind wir über die rechte Seite durchgekommen, der Pass kam in die Mitte und wir haben verwertet.“ Mehr brauchte es an diesem Nachmittag nicht. Marchtrenk bekam gegen den Favoriten nur wenige Möglichkeiten, nutzte diese eine aber konsequent und setzte damit genau jenen Nadelstich, von dem der Trainer gesprochen hatte.

„Das war der Schlüssel zum Erfolg“

Für Kuranda lag der Hauptgrund für den Erfolg deshalb nicht zuerst im Tor, sondern im Verhalten seiner Mannschaft gegen den Ball. „Einfach die kompakte, disziplinierte Defensivleistung“, antwortete der Trainer auf die Frage, was besonders gut funktioniert habe. Gerade weil Donau als spielstark und torgefährlich eingeschätzt worden war, maß er dem Zu-null-Spiel besonderes Gewicht bei: „Das war der ausschlaggebende Punkt, warum wir heute kein Tor kassiert haben gegen so eine spielstarke und torgefährliche Mannschaft wie Donau. Das war der Schlüssel zum Erfolg.“ Gleichzeitig sparte der Marchtrenker Coach nicht mit Respekt für den Gegner. Donau habe die 36 Punkte nicht zufällig geholt und in vielen Szenen gezeigt, „dass es einfach eine sehr gute Mannschaft ist“.

Ein Sieg mit klarer Linie

Ein Nebenthema machte Kuranda nach der Partie gar nicht erst auf. Auch mit der Leistung des Unparteiischen war er einverstanden: „Der Schiedsrichter hat das Spiel über 90 Minuten gut im Griff gehabt. Es waren keine strittigen Szenen.“ Damit blieb der Fokus ganz auf jener einfachen, aber sauber umgesetzten Idee, mit der Marchtrenk den Tabellenzweiten zu Fall brachte. Kein offener Schlagabtausch, sondern eine klare Linie vom ersten bis zum letzten Abschnitt: hinten wenig zulassen, geduldig bleiben und vorne auf den passenden Moment warten. Genau dieses Rezept wird Marchtrenk auch in die nächsten Aufgaben mitnehmen wollen, denn gegen Donau ist es mit dem Treffer von Jasarevic voll aufgegangen.

Landesliga Ost: SC Marchtrenk : Donau Linz - 1:0 (0:0)

  • 82
    Benjamin Jasarevic 1:0