Spielberichte

„Wir haben es verpasst, den Sack zuzumachen“ – Ennser SK kassiert spät das 0:1

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Union Ansfelden
Ennser Sportklub

In der Landesliga Ost hat die Union ZAUNERGROUP Ansfelden gegen den Ennser Sportklub im Duell zweier Aufsteiger mit 1:0 gewonnen, obwohl lange vieles auf ein Remis hindeutete. Aus Sicht von Trainer Robert Pervan war die Partie bis tief in die Schlussphase hinein ein „klassisches Unentschieden-Match“. Weil die Gäste ihre besseren Momente nach der Pause nicht nutzten, reichte Ansfelden am Ende ein später Treffer zum Heimsieg.

Mehrere Paar Trainingsschuhe stehen am Spielfeldrand neben der Bande

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Spiel auf Augenhöhe kippt erst ganz spät

Viel deutete zunächst tatsächlich auf jene enge Partie hin, die Pervan nach dem Schlusspfiff beschrieb. Zur Pause stand es 0:0, und genauso hatte der Ennser Trainer die ersten 45 Minuten auch gesehen. „Die erste Halbzeit war sehr ausgeglichen für beide Mannschaften, mit eher wenig Chancen“, sagte Pervan. Damit war die Richtung der Begegnung klar umrissen: kein offener Schlagabtausch, sondern ein enges Spiel, in dem beide Seiten ordentlich standen und sich nur wenig anbot. Für Enns war das zunächst kein Nachteil, weil die Gäste laut ihrem Trainer defensiv stabil wirkten und im Spiel gegen den Tabellendritten nicht viel zuließen. Nach Seitenwechsel hatte Enns dann aus seiner Sicht etwas mehr vom Spiel. Pervan sprach von einem „Chancenplus“ für seine Mannschaft, also genau jener Phase, in der aus einem ausgeglichenen Auswärtsspiel vielleicht auch mehr hätte werden können.


Vier, fünf Möglichkeiten bleiben liegen – dann trifft Gibus in Minute 93

Dass die Gäste am Ende trotzdem ohne Punkt dastanden, führte Pervan sehr klar auf einen Bereich zurück. „Der Knackpunkt war auf jeden Fall unsere Chancenverwertung. Wir haben es nicht geschafft, aus vier, fünf guten Möglichkeiten das Tor zu erzielen“, sagte er. Damit war für ihn auch erklärt, warum das Spiel trotz guter Voraussetzungen kippte. Enns schaffte es in der Phase, in der etwas mehr möglich gewesen wäre, nicht, den entscheidenden Treffer zu erzielen oder überhaupt in Führung zu gehen. Pervan formulierte es noch direkter: „Wir haben es verpasst, den Sack zuzumachen.“ So blieb Ansfelden im Spiel und bekam mit der letzten Aktion noch die Gelegenheit, das Ergebnis auf seine Seite zu ziehen. In der 93. Minute traf Raphael Gibus zum 1:0. Pervan beschrieb die Szene als „ein Gestocher in der Mitte“, bei dem der Ball schließlich zu einem Ansfeldner sprang, der alleine vor dem Tormann stand. Deshalb sprach er auch von einem „Unglückstor“ und davon, dass seine Mannschaft den Treffer „mit dem Schlusspfiff mehr oder weniger“ bekommen habe.

Vieles war in Ordnung, nur Tor fehlte

Gerade deshalb war die Niederlage aus Ennser Sicht besonders bitter, weil Pervan seiner Mannschaft in mehreren Bereichen keinen schlechten Auftritt attestierte. „Das Kombinationsspiel war in Ordnung. Defensiv sind wir relativ gut gestanden. Es hat wirklich nur das Tor gefehlt“, sagte er. Diese Einschätzung passt zu einem Spiel, das lange eng blieb und erst ganz am Ende entschieden wurde. Der Ennser SK nahm also durchaus Dinge mit, auf denen sich aufbauen lässt, auch wenn der Ertrag am Samstagnachmittag ausblieb. Pervan ordnete zudem den Gegner sachlich ein und erinnerte daran, warum die Union Ansfelden schwer zu bespielen ist: „Wir wissen, dass der Gegner eine spielerisch gute Mannschaft ist. Sie sind Dritter in der Tabelle, haben viel Selbstvertrauen.“ Am Ende blieb ihm nur, den Gastgebern „zu den drei Punkten“ zu gratulieren. Für Ansfelden bedeutet der späte Sieg, dass Rang drei mit nun 29 Punkten untermauert wird. Enns hält nach 14 Runden bei 15 Zählern und wird sich vor allem fragen, warum eine Partie, die laut eigenem Eindruck nach einem Remis aussah, doch noch verloren ging.

Landesliga Ost: Ansfelden : Enns - 1:0 (0:0)

  • 93
    Raphael Gibus 1:0