„Wir waren mit der Punkteausbeute zuletzt einfach nicht zufrieden und sind in einen Negativlauf hineingerutscht“, erklärt Hackl die Beweggründe für den Trainerwechsel. Dabei habe der Verein durchaus versucht, Haslgruber die notwendige Zeit zu geben, um die Mannschaft wieder auf Kurs zu bringen. Menschlich habe der bisherige Trainer bestens zum Klub gepasst, weshalb die Trennung keine einfache Entscheidung gewesen sei. „Der Trainer war ein guter Typ und hat super zu uns gepasst, aber wir holen einfach die Ergebnisse nicht“, bringt es der Obmann auf den Punkt.
Nach der jüngsten 0:7-Pleite sei schließlich der Zeitpunkt gekommen, Konsequenzen zu ziehen und einen neuen Impuls zu setzen. Mit nur vier Punkten aus zwölf Spielen steckt Traun tief im Tabellenkeller und braucht im Kampf um den Klassenerhalt dringend Erfolgserlebnisse. „Nach der 0:7-Niederlage haben wir einfach reagieren müssen“, so Hackl, der zugleich betont, dass nun auch die Mannschaft gefordert sei, auf die Veränderung entsprechend zu antworten.
Mit Peter Prokopczyk setzt der Verein auf eine interne Lösung, die bereits vor Saisonbeginn als Absicherung für den Ernstfall eingeplant war. Der bisherige Trainer der 1b-Mannschaft war während der laufenden Spielzeit bewusst als mögliche Alternative in Stellung gebracht worden und übernimmt nun die Kampfmannschaft. Für Hackl bringt der neue Coach wichtige Voraussetzungen mit: Prokopczyk verfügt über viel Erfahrung und führte den Ennser Sportklub in der Vergangenheit zum Aufstieg in die Landesliga.
Auch bei seiner bisherigen Aufgabe in Traun konnte der Trainer bereits einen positiven Eindruck hinterlassen. In seinen ersten Spielen mit der 1b habe er gezeigt, dass er der Mannschaft wichtige Impulse geben könne, nun darf er sich auf höherer Ebene beweisen. „Die Mannschaft muss jetzt eine Reaktion zeigen und ist gefragt“, stellt Hackl klar. Für den SV Traun geht es darum, den Negativlauf möglichst rasch zu beenden und in den verbleibenden Spielen wieder Punkte zu sammeln, um im Kampf um den Klassenerhalt nicht weiter an Boden zu verlieren.