Das gestrige Aufeinandertreffen zwischen dem SK Kammer und dem SC Schwanenstadt war nicht nur aufgrund der geografischen Nähe der beiden Vereine von großer Brisanz, sondern auch aufgrund der Tabellensituation der Team, die ein Duell auf Augenhöhe versprachen. Während die Schwanenstädter vor der Partie mit 36 Punkten auf dem zehnten Tabellenplatz der Landesliga West standen, rangierte Kammer mit 39 Punkten auf dem siebten Tabellenplatz. Dadurch durfte sich das Publikum in Kammer auf ein spannendes Spiel freuen, welches die Zuseher nicht enttäuschte.
Auf dem Spielfeld schenkten sich beide Teams nichts und die Zuschauer in Kammer sahen ein Landesligaspiel auf hohem Niveau, in dem Moritz Stockinger die Hausherren kurz vor der Halbzeitpause in Führung brachte. In der zweiten Hälfte folgte prompt der Ausgleich der Gäste aus Schwanenstadt durch Nico Reißinger. Allerdings hielt auch dieser Spielstand nicht lange, denn Daniel Walcher, der Kammer im Sommer verlassen wird, brachte die Kammerer per Elfmeter wieder auf die Siegerstraße. Trotz zahlreicher Bemühungen der Schwanenstädter blieb es beim 2:1-Sieg für Kammer, wodurch die Hausherren auf den 5. Tabellenplatz kletterten. Ligaportal sprach mit dem Cheftrainer Jürgen Schobesberger über den knappen Heimerfolg der Hausherren.
„Man merkte gestern von Beginn an, dass beide Teams das Spiel unbedingt gewinnen wollten. Das Spiel hatte ein sehr gutes spielerisches Niveau und war zu Beginn sehr ausgeglichen. Mit zunehmender Spieldauer wurde Schwanenstadt etwas überlegener, doch wir konnten kurz vor der Halbzeitpause den wichtigen Führungstreffer zum 1:0 nach einer schönen Aktion erzielen. In der Halbzeitpause haben wir versucht, Änderungen vorzunehmen, doch Schwanenstadt war auch in der zweiten Hälfte schwer zu stoppen, weshalb der Ausgleichstreffer verdient war. Dass wir diesen mit einem Elfmeter kontern konnten, hat uns den nötigen Rückenwind gegeben. Nach dem 2:1 gab es einen emotionalen Moment, als wir den langjährigen Kapitän Christoph Kirchgatterer ausgewechselt haben, der seine Karriere mit Saisonende beenden wird. In der Schlussphase hat Schwanenstadt noch einmal ordentlich gedrückt, doch wir konnten den Sieg über die Zeit bringen. Er war nicht unverdient, aber auch etwas glücklich. Alles in allem war es insbesondere für Christoph ein schöner Abschied und ein gelungenes Heimspiel.