Ins letzte Saisonspiel der Landesliga West ging der SV Pöttinger Grieskirchen mit klaren Zielen. Nach einer durchwachsenen Auswärtsbilanz, bei der man in der Fremde lediglich einen Sieg einfahren konnte, wollte die Mannschaft am letzten Spieltag noch einmal unter Beweis stellen, dass sie auch auswärts das Potenzial besitzt, voll anzuschreiben. Der heutige Kontrahent hieß SPG Esternberg/St. Roman, die sich vor eigenem Publikum zuletzt ebenfalls nicht immer von ihrer besten Seite gezeigt hatte und im Frühjahr lediglich drei Heimsiege verbuchen konnte. Das Duell versprach somit einiges an Spannung. Schlussendlich konnte sich die Truppe von Übungsleiter Mink trotz eines engagierten und über weite Strecken überzeugenden Auftritts nicht mit einem Sieg belohnen und ihre Auswärtsstatistik nicht mehr aufbessern. Die Begegnung endete mit einem 1:1-Unentschieden. Nach dem Schlusspfiff bat Ligaportal den Sportlichen Leiter des SV Pöttinger Grieskirchen, Josef Iglseder, zum Interview.
Ligaportal: Hallo Josef, wie hast du die Partie heute insgesamt wahrgenommen?
Josef Iglseder: „In der ersten Hälfte waren wir meiner Meinung nach klar die bessere Mannschaft und hätten bereits mit zwei Toren Unterschied führen müssen. Danach hatten wir bis etwa zur 65. Minute einen Durchhänger, waren nicht mehr ganz so präsent und mussten folgerichtig den Ausgleich hinnehmen. Gegen Ende hätten wir das Spiel aber noch für uns entscheiden können. Insgesamt geht das Ergebnis aufgrund beider Halbzeiten in Ordnung, auch wenn wir uns für unseren Aufwand eigentlich mehr verdient gehabt hätten“
Ligaportal: Woran hat es heute gefehlt, um die drei Punkte mitzunehmen?
Josef Iglseder: „Wir hätten die Partie deutlich früher entscheiden müssen. Genau das zieht sich leider wie ein roter Faden durch viele unserer Auswärtsspiele in dieser Saison. Über weite Strecken waren wir die bessere Mannschaft, schaffen es aber zu selten, unsere Überlegenheit auch in Tore und letztlich in Siege umzumünzen. Da müssen wir uns einfach konsequenter belohnen.“
Ligaportal: Wenn du auf die Saison zurückblickst – wie fällt dein Fazit aus?
Josef Iglseder: „Es war eine gebrauchte Saison. Die Mannschaft war intakt, hat über Wochen hinweg alles gegeben und ich hatte auch nicht das Gefühl, dass die Luft draußen gewesen wäre. Dennoch haben wir es zu oft nicht geschafft, unsere Qualitäten konstant auf den Platz zu bringen. In manchen Situationen waren wir zudem nicht clever genug, weshalb wir am Ende auf diesem Tabellenrang gelandet sind. Unser Anspruch ist es, deutlich weiter vorne zu stehen – das obere Tabellendrittel muss unser Ziel sein.“
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