In der Landesliga West hat die ASKÖ Ohlsdorf am Samstagnachmittag gegen die SPG Pettenbach/Grünau eine 1:4-Heimniederlage hinnehmen müssen. Trainer Adiz Cetin sah über weite Strecken eine ausgeglichene Partie mit wenigen Chancen, machte aber vor allem die frühe Rote Karte und den Verlauf vor der Pause als Knackpunkte aus. Nach dem 1:0 kippte das Spiel noch im ersten Durchgang klar auf die Seite der Gäste.

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Für Adiz Cetin war der entscheidende Moment schon früh da. In der 18. Minute musste Patrick Loidl mit Rot vom Platz, und der Trainer stellte nach dem Spiel klar fest: "Die rote Karte war entscheidend." Gleichzeitig betonte Cetin, dass diese Entscheidung aus seiner Sicht gerechtfertigt gewesen sei. Bis dahin und auch danach sah er keine einseitige Partie, sondern "eigentlich eine ausgeglichene Partie mit sehr wenig Torchancen auf beiden Seiten". Umso bemerkenswerter war, dass ASKÖ Ohlsdorf in Unterzahl sogar in Führung ging. Dominik Mühlbacher traf in der 22. Minute zum 1:0, und Cetin meinte im Rückblick auch, dass ASKÖ Ohlsdorf danach die Möglichkeit auf das 2:0 gehabt habe. Genau dieser verpasste zweite Treffer blieb aus seiner Sicht im Spiel hängen, weil die Gastgeber den kleinen Vorteil nicht über die nächste Phase bringen konnten.
Nach der Führung von ASKÖ Ohlsdorf drehte sich die Partie innerhalb weniger Minuten. Kilian Kreiseder glich in der 28. Minute für die SPG Pettenbach/Grünau zum 1:1 aus, Elias Steininger brachte die Gäste in der 32. Minute mit 1:2 in Front, und David Alexander Klausriegler erhöhte in der 38. Minute bereits auf 1:3. Damit war das Spielbild, das laut Cetin lange recht offen gewesen war, noch vor dem Seitenwechsel klar gekippt. Der Trainer führte das nicht nur auf die Unterzahl zurück, sondern auch auf Fehler in den entscheidenden Momenten. "Wir haben zu wenig Zweikämpfe gehabt und zwei taktische Fehler gemacht, die zu Toren geführt haben", sagte Cetin. Deshalb fiel sein Urteil über den ersten Durchgang trotz des eigenen Treffers deutlich aus: "Unterm Strich war nach der ersten Halbzeit das Spiel schon gelaufen."
Trotz des 1:3-Rückstands wollte Cetin seiner Mannschaft die zweite Halbzeit ausdrücklich nicht schlechtreden. Im Gegenteil, er lobte den Auftritt nach der Pause sogar recht deutlich: "Ich muss meiner Mannschaft pauschal ein Lob aussprechen, weil sie mit einem Mann weniger kämpferisch eine sehr gute Leistung gebracht hat." ASKÖ Ohlsdorf habe nie aufgegeben und wirklich alles versucht, um noch einmal in die Partie zurückzukommen. Besonders ärgerlich war für den Trainer deshalb eine Situation rund um die 70. Minute. Aus seiner Sicht hätte es in dieser Phase Elfmeter für ASKÖ Ohlsdorf geben müssen, stattdessen entschied der Schiedsrichter auf Offensivfoul. Cetin sagte dazu: "Dann haben wir vielleicht die Möglichkeit zum Anschlusstreffer, und dann wird es noch einmal spannend." Zu einem solchen Momentum kam es aber nicht mehr, und ein später Umschwung blieb aus.
Dass die Partie am Ende mit 1:4 verloren ging, lag für Cetin auch daran, dass die SPG Pettenbach/Grünau den Vorteil konsequent nutzte. Der Gegner habe sein Spiel "mit vielen diagonalen Bällen" durchgezogen, sei zweikampfstark und läuferisch gut gewesen und habe vor allem von den Fehlern der ASKÖ Ohlsdorf profitiert. Den letzten Treffer des Nachmittags erzielte Fabian Altmanninger in der Nachspielzeit zum 1:4-Endstand. Cetin war mit manchen Entscheidungen in der zweiten Halbzeit nicht einverstanden, hielt aber auch klar fest, dass die Niederlage unter dem Strich in Ordnung gehe. Ganz wollte er den Blick nach dem Schlusspfiff dennoch nicht nur auf das Ergebnis richten. Er hob einzelne starke Leistungen hervor, verwies auf die gute zweite Halbzeit und darauf, dass einige Urlauber wieder Spielpraxis sammeln konnten. "Die Niederlage ist in Ordnung für uns. Wir tun weiter und konzentrieren uns auf nächste Woche", sagte der Trainer zum Abschluss.