Spielberichte

„Nach dem 3:1 sind wir auf die Siegerstraße eingebogen“ – Union Gunskirchen beendet Pleitenserie mit 8:1-Schützenfest

Union Humer Gunskirchen
ATSV Sattledt

Am sechsten Spieltag der Landesliga West hat die Union Humer Gunskirchen den ATSV Ammer Tank Sattledt mit 8:1 abgefertigt und damit eine Serie von drei Niederlagen beendet. Trainer Ervin Begic sah den entscheidenden Moment noch vor der Pause. „Nach dem 3:1 sind wir auf die Siegerstraße eingebogen“, sagte er. Danach lieferte seine Mannschaft „die beste Halbzeit der Saison“ ab.

Schiedsrichter macht eine Notiz, hinter ihm liegt der Spielball

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Das 3:1 brachte die Ruhe

Begic hatte den Eindruck, dass seine Mannschaft sofort gut in die Partie gefunden hat. „Wir waren von Anfang an sehr tonangebend“, sagte der Trainer, schob aber gleich nach, dass die ersten 20 Minuten trotz aller Gunskirchner Aktivität noch nicht einseitig gewesen seien. Paul Schörgenhuber brachte den Liga-Neuling bereits in der 5. Minute in Führung, später legte Argjend Hyseni das 2:0 nach. Ganz so klar, wie es das Endergebnis vermuten lässt, war die Partie in dieser Phase aber noch nicht. Begic erinnerte an eine gute Möglichkeit der Gäste direkt nach dem 1:0, bei der sein Team „in höchster Not“ retten musste. Als Semih Gölemez in der 28. Minute auf 2:1 verkürzte, war Sattledt noch im Spiel. Umso wichtiger war aus Sicht des Trainers das 3:1 kurz vor der Pause durch Stefan Milojevic. Genau dieser Treffer gab Gunskirchen die nötige Sicherheit zurück.

Nach der Pause in einen Lauf gekommen

Nach dem Seitenwechsel kippte die Partie dann endgültig auf die Seite der Heimischen. Karim Keik stellte in der 52. Minute auf 4:1, und genau diesen Treffer beschrieb Begic als den Moment, in dem „die Messe gelesen“ war. Danach blieb Gunskirchen klar am Drücker und legte eine zweite Halbzeit hin, die der Trainer sogar als „die beste Halbzeit der Saison bis jetzt“ bezeichnete. Denni Kapetanovic erhöhte auf 5:1, Argjend Hyseni traf ein zweites Mal zum 6:1, ehe Albin Ramadani mit seinen beiden späten Treffern das Ergebnis bis auf 8:1 hinaufschraubte. Begic sprach davon, dass sich seine Mannschaft „in einen Rausch hineingespielt“ habe und in der zweiten Hälfte fast aus jeder guten Möglichkeit Kapital geschlagen habe. Besonders hängen geblieben sind ihm dabei zwei Treffer: das 5:1 von Kapetanovic „von 25 Metern unter die Latte“ und das 8:1 von Ramadani, der laut seinem Trainer gesehen habe, dass der Tormann weit vor dem Tor stand und ihn dann aus 30 bis 35 Metern überhob.

Verletzungssorgen, Debüt und viel Lob für den Zusammenhalt

Für Begic war der deutliche Heimsieg aber nicht nur wegen der acht Tore so wichtig, sondern vor allem wegen der Vorgeschichte. Gunskirchen war mit drei Niederlagen in Folge in dieses Spiel gegangen, dazu kommt eine seit Wochen angespannte Personalsituation. „Die Jungs wollten diese Serie unbedingt beenden und sind von der ersten Minute an als Team aufgetreten“, sagte der Trainer. Er sprach von einer „unfassbar charakterstarken“ Mannschaft und verwies darauf, dass durch die vielen Ausfälle immer wieder Spieler auf unterschiedlichen Positionen aushelfen müssen. Diesmal kam noch dazu, dass ein 16-Jähriger sein Debüt feierte. Auch das hob Begic ausdrücklich hervor: Der junge Spieler habe seine Sache „überragend gemacht“. Gegen Sattledt habe man zudem die gefährlichen Einzelspieler gut bearbeitet. Vor allem Sertan Cam und Semih Gölemez nannte Begic als Akteure, auf den man aufpassen müsse. Gunskirchen habe hier immer wieder gedoppelt und Überzahl geschaffen. „Das war der Schlüssel zum Erfolg“, sagte der Trainer.

Deutlicher Sieg, aber noch kein Grund zum Zurücklehnen

Trotz des Kantersiegs wollte Begic den Freitagabend nicht als fertiges Gesamtbild verstanden wissen. „Wir müssen uns offensiv noch steigern. Das klingt nach einem 8:1 natürlich abenteuerlich“, sagte er und erklärte auch, warum er das so sieht. In den Spielen davor habe seine Mannschaft Chancen ausgelassen und sich phasenweise auch zu wenig klare Möglichkeiten erarbeitet. Dass es in der Offensive noch nicht immer rund laufe, führt er auch auf die personellen Veränderungen zurück. Zwei Stürmer und zwei Flügelspieler seien neu dazugekommen, da brauche es einfach Zeit, bis alles ineinandergreife. Trotzdem sieht der Trainer eine klare Entwicklung: „Es wird von Woche zu Woche besser.“ Genau deshalb war das 8:1 für ihn mehr als nur ein hoher Sieg. Die Union Gunskirchen wollte sich von unten absetzen, wieder Stabilität bekommen und zugleich jungen Spielern Einsatzzeit geben. In diesem Sinn war der Abend für Begic ein sehr wichtiger Schritt.

Landesliga West: Union Humer Gunskirchen : Sattledt - 8:1 (3:1)

  • 90
    Albin Ramadani 8:1
  • 86
    Albin Ramadani 7:1
  • 78
    Argjend Hyseni 6:1
  • 66
    Denni Kapetanovic 5:1
  • 52
    Karim Keik 4:1
  • 34
    Stefan Milojevic 3:1
  • 28
    Semih Gölemez 2:1
  • 21
    Argjend Hyseni 2:0
  • 5
    Paul Schörgenhuber 1:0

 

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