In der Landesliga West hat die SPG Pettenbach/Grünau am Donnerstagabend den SC Schwanenstadt mit 2:1 bezwungen und damit einen Sieg eingefahren, den Neo- Trainer Wilhelm Wahlmüller vor allem mit zwei Dingen erklärte: einem deutlich besseren Start als zuletzt und einer Effizienz, die diesmal früh den Unterschied machte. „Die Effizienz hat uns heute den Arbeitssieg gebracht“, sagte der neue Coach nach einer Partie, in der seine Mannschaft über weite Strecken viel wegverteidigen musste.

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Der Abend lief aus Sicht der Gastgeber zunächst genau so an, wie es sich Wahlmüller gewünscht hatte. „Wir sind besser ins Spiel gekommen als in den letzten Spielen“, sagte der Trainer, und das zeigte sich gleich in der Anfangsphase. Pettenbach/Grünau hatte früh eine Halbchance und ging dann in der 10. Minute in Führung. Über die linke Seite kam Andreas Helmberger mit Tempo nach vorne, brachte den Ball an die erste Stange und David Alexander Klausriegler verwertete zum 1:0. Danach wurde Schwanenstadt zwar feldüberlegen und hatte viel Ballbesitz, doch die SPG stemmte sich dagegen. In der 21. Minute hatten die Gäste ihre bis dahin beste Möglichkeit, ließen diese aber ungenützt. Kurz vor der Pause schlugen die Hausherren dann noch einmal zu. Wieder war der Angriff über links gut vorbereitet, wieder war Helmberger beteiligt, und nachdem ein Abschluss zunächst noch abgewehrt worden war, reagierte Antonio Dukic am schnellsten und traf zum 2:0. Wahlmüller sprach von zwei „schön herausgespielten Toren“ und hielt zugleich fest, dass seine Mannschaft vor dem Seitenwechsel sogar noch zwei sehr gute Möglichkeiten auf das dritte Tor gehabt habe.
Nach dem Seitenwechsel blieb das Bild zunächst ähnlich. Schwanenstadt kam mit einer guten Möglichkeit aus der Kabine, doch die SPG verteidigte diese Szene noch weg und musste in der Folge weiter viel Arbeit gegen den Ball verrichten. Wahlmüller sagte offen, dass ihm das eigene Spiel mit Ball über weite Strecken nicht gefallen habe. „Wir waren im Ballbesitz zu fahrig, zu unsauber und hatten viele Ballverluste“, erklärte er. Dadurch blieb der Gegner im Spiel, hatte weiter viel Ballbesitz und versuchte, die Partie wieder aufzumachen. In der 70. Minute wurde es dann tatsächlich eng. Über die linke Seite kam Schwanenstadt durch, die Flanke fand im Strafraum Raphael Hofstätter und der setzte einen sehenswerten Kopfball zum 2:1 ins Tor. „Das war ein schönes Tor, auch wenn unsere Strafraumverteidigung da überhaupt nicht hingehauen hat“, ordnete Wahlmüller die Szene ein. Danach war die Partie wieder offen. Die Gäste wurden mit hohen Bällen immer wieder gefährlich, die SPG hatte ihrerseits noch Halbchancen, doch die ganz großen Möglichkeiten blieben auf beiden Seiten aus.
Gerade deshalb sprach Wahlmüller nach dem Schlusspfiff von einem „klassischen Arbeitssieg“. Spielerisch sei es nicht die beste Leistung seiner Mannschaft gewesen, dafür aber eine, in der sich sein Team in vielen Phasen mit allem dagegengestemmt habe. Den Schlüssel sah der Trainer ganz klar in der Chancenverwertung. „Wir waren dieses Mal sehr effizient und haben aus den ersten beiden wirklichen Chancen Tore gemacht. Das hat uns zuletzt ein bisschen gefehlt“, sagte er. Ebenso deutlich ordnete er die Leistung des Gegners ein. Schwanenstadt sei „spielerisch ein sehr starker Gegner“ gewesen, habe viel Ballbesitz gehabt und den Ball gut laufen lassen. Entscheidend war für den Pettenbach/Grünau-Coach aber, dass sich diese Überlegenheit meist im Mittelfeld abgespielt habe und seine Mannschaft in Tornähe nur relativ wenig zugelassen habe. So blieb unter dem Strich ein Sieg, der weniger von spielerischer Leichtigkeit als von Disziplin, Effizienz und Defensivarbeit lebte.
Mit dem 2:1 hält die SPG Pettenbach/Grünau nach 14 Runden bei 31 Punkten und bleibt damit auf Rang zwei. Für die Gastgeber dürfte dieser Abend auch deshalb wichtig sein, weil der Sieg nicht aus einem spielerischen Glanztag entstanden ist, sondern aus einem konzentrierten Beginn und der Fähigkeit, einen knappen Vorsprung bis zum Ende zu verteidigen. Auch für das Schiedsrichter-Team fand Wahlmüller lobende Worte. „Das Schiedsrichter-Trio hat eine Top-Leistung gebracht und sehr unauffällig agiert“, sagte der Trainer, der die Spielleitung ausdrücklich hervorhob. Sein Gesamturteil über die eigene Mannschaft fiel ähnlich nüchtern aus: Nicht alles habe gepasst, aber am Ende stand ein Heimsieg, den sich seine Mannschaft mit viel Laufarbeit und konsequenter Chancenverwertung erarbeitet hat.