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„Unser Tormann war heute der Matchwinner“ – Schalchen holt sich nach starkem Start ein 2:0 in Riedau

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SV Riedau
SV Schalchen

In der Landesliga West hat sich SV Luksch Riedau am Samstag lange gewehrt, am Ende nahm aber SV HAI Schalchen ein 2:0 mit. Die Gäste legten stark los, trafen vor der Pause zur Führung und erhöhten kurz nach dem Seitenwechsel. Der sportliche Leiter Klaus Erkner war über die drei Punkte zufrieden, sprach danach aber auch offen an, dass seine Mannschaft nach gutem Beginn zu viel aus der Hand gegeben hat.

Weiß-Roter Fußball auf Rasen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Starker Beginn der Gäste bringt die Führung

Schalchen erwischte nach der Einschätzung von Klaus Erkner den besseren Start und war in der Anfangsphase die aktivere Mannschaft. „Wir sind gut in das Spiel gestartet. Die ersten zwanzig Minuten haben uns gehört“, sagte der Trainer nach dem Auswärtssieg. In diese Phase fiel auch die Führung, als Christian Rothböck in der 17. Minute nach toller Vorarbeit von Simon Erkner das 1:0 erzielte. Klaus Erkner sprach von einem „sehr schön herausgespielten“ Treffer über die linke Seite, der den guten Beginn seiner Elf passend abschloss. Gerade deshalb ärgerte ihn, was danach kam. „Nach dem 1:0 haben wir leider ein bisschen abgebaut und dann dem Gegner das Spiel überlassen“, sagte er. Aus einem Spiel, das für Schalchen zunächst ordentlich angelaufen war, wurde damit eine offenere Partie, in der Riedau immer besser aufkam.


Riedau bleibt dran, Büki legt nach

Dass die Gäste die Begegnung trotzdem ohne Gegentor über die Bühne brachten, führte Erkner vor allem auf zwei Dinge zurück: auf die Effizienz bei den eigenen Treffern und auf einen starken Rückhalt im Tor. Riedau blieb laut Erkner jedenfalls im Spiel und machte es den Gästen nie leicht. „Riedau war immer wieder dran. Sie haben nie aufgegeben, bis zum Schluss nicht, und immer wieder Chancen gehabt“, sagte er. Gerade deshalb sei das 2:0 kurz nach dem Seitenwechsel enorm wichtig gewesen. In der 51. Minute erhöhte Daniel Büki auf 2:0, nachdem der Angriff erneut über die linke Seite lief und Simon Langgartner laut Erkner „optimal vorbereitet“ hatte. Ruhe brachte aber auch dieser zweite Treffer nicht wirklich hinein. „Hätten sie den Anschlusstreffer erzielt, dann wäre es sicher noch eng geworden“, meinte der Schalchner Sportchef. Seine Mannschaft habe danach versucht, das Spiel zu verwalten, doch Riedau kam weiterhin zu Möglichkeiten.

Viel Lob für den Schlussmann, klare Kritik am eigenen Spiel

Die deutlichste Einzelbewertung des Nachmittags hatte Erkner für seinen Torhüter parat. „Ich denke schon, dass unser Tormann heute der Matchwinner war“, sagte er ohne großes Zögern. Erkner stellte dabei klar, dass Schalchen den Sieg nicht einfach nur sauber heruntergespielt habe, sondern in vielen Phasen auch davon lebte, dass hinten entscheidend pariert wurde. Gleichzeitig sparte er trotz des 2:0 nicht mit Kritik an der eigenen Vorstellung. „Nach dem heutigen Spiel sehe ich relativ viel Verbesserungspotenzial“, sagte er. Vor allem im Passspiel und „im Fertigspielen von Angriffsaktionen“ müsse seine Mannschaft zulegen. Noch deutlicher wurde er bei einem Punkt, der ihn besonders störte: „Es darf nicht sein, wenn wir ein Tor erzielen, dass wir dann einfach einen Gang zurückschalten. Das müssen wir in Zukunft besser lösen.“ Ein Sieg also, der Punkte bringt, intern aber kein Anlass zum Zurücklehnen ist.

Respekt für Riedau und ein nüchterner Blick nach vorne

Bemerkenswert war auch, wie viel Respekt Erkner dem Gegner zollte. Er machte keinen Hehl daraus, dass Schalchen mit seinem Nachlassen selbst dazu beitrug, dass Riedau stärker wurde. „Ich habe den Gegner so stark erlebt, wie wir ihn gemacht haben. Wir haben den Gegner stark gemacht“, sagte er. Für Erkner lag der Grund dafür in nachlässigem Spiel und darin, dass man den Gastgeber immer wieder zu Chancen kommen ließ. Entsprechend fiel auch sein Urteil über Riedau aus: „Riedau kann Fußball spielen. Die haben Druck gemacht, sind zu vielen Chancen gekommen und werden schon noch den einen oder anderen Punkt machen.“ Unterm Strich bleibt für Schalchen damit ein Auswärtssieg, der sportlich wertvoll ist, den Erkner aber eher als Warnung denn als Anlass für großes Schulterklopfen begleitet.

Landesliga West: SV Riedau : SV Schalchen - 0:2 (0:1)

  • 51
    Daniel Büki 0:2
  • 17
    Christian Rothböck 0:1