In der Landesliga West nahm SK UEBEX LED Kammer beim SV Pöttinger Grieskirchen ein 0:0 mit, das aus Sicht der Gäste am Freitagabend vor allem über Einsatz, Ordnung und Disziplin zustande kam. Sportlicher Leiter Markus Schneidhofer sprach nach der Partie angesichts der schweren Platzbedingungen von einer „hervorragenden kämpferischen Topleistung“ und einem Zähler, mit dem Kammer in seiner tabellarisch schwierigen Lage „sehr gut leben“ kann.

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Vieles deutete früh darauf hin, dass diese Partie nicht von vielen Abschlüssen, sondern von Arbeit gegen den Ball leben würde. Schneidhofer verwies auf „schwere Platzbedingungen“, und genau das spiegelte sich auch im Spiel wider. Nach 45 Minuten stand es 0:0, größere Chancen waren in der ersten Hälfte laut seiner Einschätzung auf beiden Seiten kaum vorhanden. Kammer kam also gar nicht erst in die Situation, einem Rückstand nachlaufen zu müssen, sondern hielt die Begegnung offen. Für die Gäste war das gegen einen Gegner mit klarer Qualität ein wichtiger Teil des Plans. Schneidhofer sagte später auch ausdrücklich, dass Grieskirchen „eine sehr spielstarke Mannschaft, sehr lauffreudig, mit sehr guten Einzelspielern“ sei. Gerade deshalb war es aus Kammer-Sicht von Bedeutung, von Beginn an dagegenzuhalten und das Spiel nicht früh aus der Hand zu geben.
Entscheidend war für die Gäste vor allem die Art, wie sie die Partie annahmen. „Absolute Mannschaftsleistung, in der Defensive kompakt. Wir sind sehr gut gestanden, haben alles reingeworfen, Laufbereitschaft gezeigt, Kämpferherz und Wille waren da“, sagte Schneidhofer. Er lobte nicht einzelne Spieler heraus, sondern die geschlossene Leistung der gesamten Mannschaft. Genau diese Geschlossenheit hatte er eingefordert, denn vor dem Spiel habe es laut dem Sportlichen Leiter ein härteres Gespräch mit der Mannschaft gegeben. Der Hintergrund war klar: Kammer steckt in keiner einfachen tabellarischen Situation und musste ein anderes Gesicht zeigen. Schneidhofer hatte nach dem Abpfiff das Gefühl, dass seine Mannschaft diese Botschaft verstanden hat. „Die Mannschaft hat mir gezeigt, dass sie da nicht verlieren möchte“, sagte er. Aus seiner Sicht war das gegen einen spielstarken Gegner die Grundlage dafür, dass Kammer überhaupt zu diesem Punktgewinn kommen konnte.
Die auffälligsten Szenen lagen dann in der zweiten Hälfte. Zunächst hatte Grieskirchen nach Darstellung von Schneidhofer die beste Möglichkeit des Heimteams, als nach einer Hereingabe von rechts ein Seitfallzieher nur an die Stange ging. „Bis auf eine Großchance, die an die Stange gegangen ist, haben wir wenig zugelassen“, fasste er diese Phase zusammen. Kammer überstand diesen Moment und blieb im Spiel. In der Schlussphase wäre dann sogar noch mehr möglich gewesen. Drei Minuten vor dem Ende kam Michael Brandt zur großen Chance der Gäste, doch der Tormann rettete noch und verhinderte den späten Auswärtstreffer. Dazwischen verschärfte sich die Lage für die Gastgeber zusätzlich, denn ab der 84. Minute musste Grieskirchen nach der Roten Karte gegen Eldin Fejzic in Unterzahl weiterspielen. Am Resultat änderte das nichts mehr, für Schneidhofer stand aber fest: „Im Großen und Ganzen ist es ein verdienter Punktgewinn für uns.“ Auch den Rahmen der Partie bewertete er positiv: „Es war ein hartes, aber faires Spiel.“
Ganz zufrieden war Kammer mit dem Offensivspiel trotz des erfreulichen Ergebnisses nicht. Schneidhofer meinte, dass seine Mannschaft „im letzten Drittel vielleicht nicht ganz die richtige Entscheidung getroffen“ habe. Genau dort fehlte aus seiner Sicht die letzte Konsequenz, um aus dem einen Punkt vielleicht sogar drei zu machen. Dennoch stellte er den Auftritt klar über das reine Ergebnis. In der aktuellen Lage zähle jeder Zähler, und noch wichtiger sei, auf welche Art er zustande gekommen sei. „Mit diesem Punkt können wir sehr gut leben“, sagte Schneidhofer, verband das Lob aber sofort mit einer klaren Forderung an die kommenden Wochen. „So wie wir uns kämpferisch gezeigt haben, so müssen wir in Zukunft auch arbeiten. Ohne kämpferisches Herz hast du in der Landesliga West keine Chance mehr.“ Für Kammer soll dieses 0:0 daher nicht nur ein ordentlicher Abend in Grieskirchen bleiben, sondern der Maßstab für das letzte Heimspiel und die nächsten Aufgaben werden.