Spielberichte

"Das 1:0 vor der Pause und das 2:0 danach waren die Knackpunkte" – ASKÖ Ohlsdorf bleibt gegen Herbstmeister Bad Wimsbach ohne Lohn

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ASKÖ Ohlsdorf
SK Bad Wimsbach

In der Landesliga West musste sich die ASKÖ Ohlsdorf im Derby gegen den SK Schachner Bad Wimsbach 1933 mit 1:2 geschlagen geben. Trainer Adiz Cetin sah dennoch einen starken Auftritt seiner Mannschaft gegen den frischgebackenen Herbstmeister. Für ihn entschieden zwei Treffer zur Unzeit die Partie: das 0:1 unmittelbar vor der Pause und das 0:2 kurz nach Wiederbeginn. Weil Ohlsdorf trotz Anschlusstors und Druckphase nicht ausgleichen konnte, blieb ein mutiger Auftritt am Ende unbelohnt.

Zwei Spieler in weißen und roten Dressen im Zweikampf um den Ball

Foto von Emma Benedict auf Unsplash

Partie kippt rund um die Pause

Was Cetin nach dem Schlusspfiff schilderte, passte zum Ergebnis nur zum Teil, weil Ohlsdorf über weite Strecken ordentlich dagegenhielt. Der Trainer sprach von einem "sehr flotten Spiel mit Derby-Charakter", in dem beide Mannschaften versucht hätten, ihren Plan durchzusetzen. Die Gastgeber waren aus seiner Sicht gut in der Partie und hatten den Leader lange im Griff. Besonders hängen blieb eine Szene vor dem ersten Gegentreffer, als Ohlsdorf ein Tor wegen Abseits aberkannt bekam. Cetin nannte diese Entscheidung "sehr fragwürdig". Statt einer möglichen Führung fiel in der 44. Minute auf der anderen Seite das 0:1 durch Florian Schöfbenker. Gleich nach dem Seitenwechsel erhöhte Oliver Koplarovics auf 0:2, ehe Adnan Hodzic mit dem 1:2 die Schlussphase noch einmal spannend machte.


Ohlsdorf bleibt nach 0:2 dran

Genau diese Minuten nannte Cetin nach dem Spiel auch ohne Zögern als entscheidend. "Das 1:0 in der 44. oder 45. Minute und gleich nach der Halbzeit das 2:0 in der 49. Minute, das waren die zwei Knackpunkte", sagte der Ohlsdorf-Coach. Dass seine Mannschaft nach dem zweiten Rückschlag nicht auseinanderfiel, war ihm aber mindestens genauso wichtig. "Wir haben uns nicht unterkriegen lassen. Wir haben auch nach dem 2:0 daran geglaubt, dass wir zumindest ein Unentschieden holen", meinte Cetin. Mit dem Treffer von Adnan Hodzic zum 1:2 bekam diese Hoffnung in der 70. Minute neue Nahrung, weil Ohlsdorf danach weiter anschob. "Wir haben das 2:1 verdient gemacht und dann eigentlich gedrückt, dass wir das 2:2 machen", sagte er. Für den Trainer wäre deshalb "ein Unentschieden für beide Mannschaften fair gewesen".

Bad Wimsbach nutzt seine Momente

Warum die Punkte trotzdem an den Tabellenführer gingen, erklärte Cetin vor allem mit der Effizienz des Gegners. Beim 0:1 kam nach einer Flanke und einer missglückten Klärung der Ball an die Strafraumgrenze, wo Florian Schöfbenker laut Cetin "mit sehr viel Gefühl" abschloss und unhaltbar traf. Noch ärgerlicher war aus Sicht der Gastgeber das 0:2 durch Oliver Koplarovics, weil dieser Treffer aus keiner wirklich gefährlichen Situation entstand. "Wenn man sich nicht für eine Sache hundertprozentig entscheidet, ist so ein Mittelding immer schwierig", sagte der Trainer über die zögerliche Szene vor dem zweiten Gegentor. Insgesamt sah er beim Leader jene Qualitäten, die seine Tabellenführung erklären: stabile Defensivarbeit, gute Einzelspieler, Zweikampfstärke und Tempo auf den Seiten. "Wenn man da nicht dagegenhält und nicht selbst immer wieder Ballbesitz hat, dann sind sie sehr schwer zu bespielen", sagte Cetin.

Lob für eigene Mannschaft trotz Niederlage

Trotz der achten Saisonniederlage blieb beim Coach deshalb mehr Anerkennung für die eigene Leistung als bloßer Ärger über das Ergebnis. "Unser Plan ist aufgegangen. Wir haben sehr gut mitgespielt. Man hat nicht gesehen, dass da der Tabellenführer am Platz steht", sagte Cetin. Auch mit der Spielleitung war er zufrieden. "Im Großen und Ganzen war die Leistung von Schiedsrichter Kettlgruber sehr gut", meinte er und verwies nur auf das aberkannte Tor als strittige Szene. Sein Fazit fiel entsprechend deutlich aus: "Meiner Mannschaft muss ich wirklich ein Pauschallob aussprechen. Da hat jeder seine Arbeit zu 100 Prozent erfüllt." Zum Schluss gratulierte er dem SK Bad Wimsbach zum Herbstmeistertitel. Während der Leader damit bei 36 Punkten hält, bleibt die ASKÖ Ohlsdorf nach 14 Runden mit 14 Zählern im unteren Tabellendrittel.

Landesliga West: Ohlsdorf : Bad Wimsbach - 1:2 (0:1)

  • 70
    Adnan Hodzic 1:2
  • 49
    Oliver Koplarovics 0:2
  • 44
    Florian Schöfbenker 0:1