In der Landesliga West hat sich der SV HAI Schalchen am Samstag mit 5:2 gegen den ATSV Ammer Tank Sattledt durchgesetzt. Der sportliche Leiter lKlaus Erkner sprach zwar nicht von einem überragenden Auftritt, sah seine Mannschaft aber über die gesamte Spielzeit deutlich vorne. Ausschlaggebend war für ihn, dass Schalchen die eigene Überlegenheit trotz schwieriger Bodenverhältnisse in fünf Tore ummünzte und sich auch von Sattledts zwischenzeitlichem Ausgleich nicht aus der Bahn bringen ließ.

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Die Partie begann für die Gastgeber genau nach Wunsch. Schon in der 2. Minute brachte Simon Langgartner Schalchen mit 1:0 in Führung, wobei Erkner hinterher ausdrücklich auf die Entstehung verwies: „Das 1:0 war ein Freistoß von Simon Langgartner.“ Damit war früh die Richtung vorgegeben, und als Daniel Büki in der 14. Minute auf 2:0 stellte, schien Schalchen bereits klar auf Kurs. Erkner ordnete diese Phase so ein: „Wir haben ganz gut gespielt. Wir waren die bessere Mannschaft.“ Gleichzeitig blieb er in seiner Bewertung nüchtern, denn ein Glanzauftritt sei es aus seiner Sicht nicht gewesen: „Wir haben heute zwar kein überragendes Spiel geliefert, aber trotzdem war das Ergebnis hochverdient.“ Dass Sattledt danach doch wieder herankam, lag für ihn nicht an einer Wende im offenen Spiel. Sertan Cam verkürzte in der 24. Minute zunächst auf 2:1 und stellte nur drei Minuten später auf 2:2, doch auch diese Phase änderte für Erkner nichts am grundsätzlichen Bild. „Ohne die zwei Elfmeter hätten sie kein Tor geschossen“, sagte der Schalchener Sportchef und unterstrich damit noch einmal deutlich, wie er die Kräfteverhältnisse auf dem Platz gesehen hatte.
Gerade die Minuten rund um den Ausgleich waren für Erkner ein zentrales Thema, weil dort aus seiner Sicht auch der umstrittenste Moment des Nachmittags lag. Er schilderte, dass einer der beiden Strafstöße nach einem Foulspiel zustande kam, der andere nach einem Handspiel. Beide Entscheidungen hielt er grundsätzlich für vertretbar. Ärgerlich war für ihn aber der Ablauf beim zweiten Elfmeter: Nach seiner Darstellung parierte der Schalchener Torhüter zunächst stark, ehe der Strafstoß nach einer fragwürdigen Anzeige des Assistenten wiederholt wurde. „Der zweite Elfmeter wurde von unserem Torhüter gehalten, mit einer überragenden Parade, und dann hat der Linienrichter eine unmotivierte Anzeige gemacht und diesen Elfmeter wiederholen lassen. Unverständlich“, sagte Erkner. Auch mit der generellen Linie des Unparteiischen war er ebenso wie Sattledt nicht glücklich, formulierte seine Kritik aber bewusst zurückhaltend: „Ich will nicht negativ gegen die Schiedsrichter reden, aber überragend war diese Leistung nicht.“ Entscheidend war aus Sicht der Gastgeber, dass die Mannschaft danach nicht den Faden verlor. Noch vor der Pause stellte Daniel Büki in der 39. Minute auf 3:2, und genau dieses Reagieren sprach für Schalchen. Erkner betonte dabei weniger Einzelleistungen als das Zusammenspiel: „Die Tore waren zum Teil sehr gut vorbereitet und auch sehr gut abgeschlossen. Die Tore waren wirklich sehr gut herausgespielt.“
Mit der knappen 3:2-Führung zur Pause war die Partie noch nicht entschieden, doch nach dem Wechsel machte Schalchen den Sack Schritt für Schritt zu. Denis Kujovic erhöhte in der 55. Minute auf 4:2 und nahm Sattledt damit wieder ein gutes Stück Hoffnung. Als Alexander Burgstaller in der 74. Minute auch noch das 5:2 nachlegte, war die klare Angelegenheit auch auf der Anzeigetafel endgültig sichtbar. Gerade dieser letzte Abschnitt passte gut zur Einschätzung von Erkner, der keinen perfekten, aber einen klar verdienten Auftritt seiner Mannschaft gesehen hatte. „Wir haben sicher unter unseren Möglichkeiten gespielt. Wir können noch viel mehr, aber wir waren halt trotzdem klar besser als der Gegner und es hat einfach gereicht“, sagte er. Dazu kamen die äußeren Bedingungen, die er ebenfalls ansprach: „Die Bodenverhältnisse waren jahreszeitbedingt nicht mehr sehr gut.“ Umso wichtiger war für ihn, dass seine Mannschaft trotzdem bei der Sache blieb und aus den Möglichkeiten genug machte. „Wir haben unsere Überlegenheit in die Tore umgemünzt“, sagte Erkner, und genau das beschreibt diesen Nachmittag treffend. Schalchen belohnte sich für ein Spiel, in dem nicht alles glänzte, in dem die Gastgeber aber über weite Strecken mehr vom Spiel hatten und den fünften Tabellenplatz mit nun 25 Punkten festigten.