In der Landesliga West hat Union Peuerbach mit einem 3:2-Auswärtssieg bei SK Schachner Bad Wimsbach 1933 ein starkes Zeichen gesetzt. Trainer Harun Sulimani machte nach dem Schlusspfiff vor allem das frühe, hohe Anlaufen als Schlüssel aus. Zwei frühe Treffer von Strahinja Macanovic legten den Grundstein, danach wurde es gegen den Tabellenführer eng, intensiv und bis in die Schlussphase hinein spannend.

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Für Harun Sulimani begann der Sieg seiner Mannschaft mit einem klaren Plan, und genau den setzte Peuerbach in der Anfangsphase um. "Wir haben Bad Wimsbach relativ hoch und früh gestört und attackiert", sagte der Trainer. Schon in der 3. Minute zahlte sich dieses Anlaufen aus, als Strahinja Macanovic das 1:0 erzielte. Auch beim zweiten Treffer blieb Peuerbach seiner Linie treu. Wieder kam der Ball nach frühem Stören in einer guten Zone vor das Tor, und Macanovic erhöhte in der 12. Minute auf 2:0. Sulimani sprach deshalb von einer ersten Halbzeit, in der seine Mannschaft "es relativ gut gemacht" habe und "verdient mit 2:0 in die Pause gegangen" sei.
Nach dem Seitenwechsel veränderte sich das Bild aber deutlich. Bad Wimsbach erhöhte den Druck, wurde präsenter und kam in der 61. Minute nach einem Eckball durch Kevin Prielinger zum 1:2 heran. Ganz weg war Peuerbach damit noch lange nicht vom Spiel, denn die Gäste fanden ausgerechnet in dieser Phase noch einmal die richtige Antwort. Nach einer Umschaltsituation stellte Jan Schrank in der 78. Minute auf 3:1. Die Entscheidung war das allerdings nicht, weil Maximilian Hochreiter nur zwei Minuten später mit dem 2:3 sofort wieder Spannung hineinbrachte. "Es war bis zum Schluss ein relativ enges Spiel, sehr intensiv", sagte Sulimani, der offen einräumte, dass seine Mannschaft am Ende "in einer Situation auch noch Glück gehabt" habe.
Gerade deshalb maß der Trainer den drei Punkten vor allem wegen Einsatz und Willen große Bedeutung bei. "Man hat heute schon gemerkt, dass wir das unbedingt wollen", sagte Sulimani, der auch auf den kleinen Kader und mehrere Ausfälle verwies. Für ihn war das ein wichtiger Grund, warum dieser Auswärtssieg besonders hoch einzuschätzen ist. Gleichzeitig verschwieg er nicht, dass es im Ballbesitz bessere Phasen geben kann. "Da haben wir heute wahrscheinlich ein bisschen Probleme gehabt", meinte er, schob aber sofort nach, dass das gegen einen Gegner wie Bad Wimsbach nicht überraschend sei. Den Tabellenführer bezeichnete er als "sehr, sehr gute Mannschaft" mit einer starken Mischung aus routinierten und jungen Spielern.
Der Erfolg bekommt für Peuerbach auch deshalb Gewicht, weil er laut Sulimani in eine Phase passt, in der die Mannschaft "die letzten Wochen sehr gut performt" hat. Mit dem 3:2 nimmt der Tabellenvierte drei Punkte bei einer Mannschaft mit, die für den Trainer nicht ohne Grund ganz vorne steht. Dazu kam eine Partie, die trotz vieler Zweikämpfe laut Sulimani von den Schiedsrichtern "wirklich sehr gut" geleitet wurde. Unter dem Strich blieb damit kein lauter, aber ein sehr wertvoller Auswärtssieg: Peuerbach war früh hellwach, ließ sich von der Druckphase nach der Pause nicht ganz aus der Bahn bringen und brachte einen intensiven Nachmittag schließlich über die Zeit.