Die Union Raiffeisen Mondsee hat die Trainerfrage für die kommende Saison geklärt. Robert Pessentheiner übernimmt ab der Spielzeit 2026/27 das Traineramt beim OÖ-Ligisten und folgt auf Thomas Plasser, der sein Amt nach Saisonende aus privaten Gründen zurücklegt. Sportdirektor Johann Loibichler spricht von einer einvernehmlichen Lösung mit dem aktuellen Coach – und von einer Entscheidung mit klarem Fokus auf die weitere Entwicklung des Vereins. Aktuell liegt Mondsee mit 29 Punkten auf Rang zwölf der OÖ-Liga, in der Frühjahrstabelle zählt man allerdings zu den Top-Teams.
Die Entscheidung rund um den Trainerwechsel fiel bereits im April. „Wir haben uns mit Thomas Plasser wegen einer Vertragsverlängerung zusammengesetzt“, schildert Loibichler. Dabei habe der aktuelle Trainer dem Verein mitgeteilt, dass er seinen Vertrag nicht verlängern werde. „Er möchte eine Pause einlegen, um mehr Zeit für die Familie zu haben, was wir natürlich verstehen.“ Sportliche Gründe standen laut Loibichler dabei nicht zur Diskussion. Vielmehr betont der sportliche Leiter, dass man den eingeschlagenen Weg unter Plasser weiterhin positiv bewertet. „Wir schätzen die Arbeit vom Thomas sehr“, erklärt er. Nach einem schwierigem Herbst mit vielen Verletzungen habe sich die Mannschaft stabilisiert: „In der Rückrunde sind wir aktuell Zweiter und damit auf einem sehr guten Weg.Das Vertrauen in den Trainer hat sich also bezahlt gemacht.“
Mit Robert Pessentheiner fiel die Wahl schließlich auf einen Trainer, der für Loibichler kein Unbekannter ist. „Man kennt sich einfach schon lange und hat sich immer wieder ausgetauscht“, sagt er über den neuen Coach, der zuletzt als sportlicher Leiter im Nachwuchszentrum des FC Hertha Wels tätig war. Neben seiner Erfahrung als Trainer – unter anderem bei Schalchen und Friedburg/Pöndorf als Ligakonkurrent von Mondsee – überzeugte vor allem sein Hintergrund in der Nachwuchsarbeit. „Das war für uns wichtig“, betont Loibichler. Mondsee wolle weiterhin junge Spieler entwickeln und an höhere Aufgaben heranführen. „Unsere zweite Mannschaft spielt mit vielen eigenen Burschen in der Bezirksliga vorne mit – das ist uns extrem wichtig.“
Insgesamt habe Pessentheiner im Auswahlprozess das stimmigste Gesamtpaket geliefert. „Menschlich und fachlich war er für uns die beste Lösung“, so Loibichler. Ein Dreiergremium innerhalb des Vereins habe letztlich gemeinsam die Entscheidung getroffen. Zu den größten Erfolgen des UEFA A-Lizenz Inhabers zählen der Bezirksliga West Meistertitel 2016/17 und der Landesliga West Vizemeistertitel 2023/24 – jeweils mit dem SV Schalchen.
Für die kommende Saison will man in Mondsee bewusst realistisch bleiben. Konkrete Tabellenziele wollte Loibichler noch nicht formulieren. „Wir wollen uns sicher nicht zu weit hinauslehnen“, sagt er. Vielmehr gehe es darum, die Stabilität aus dem Frühjahr mitzunehmen und weiterzuentwickeln. Ein zentrales Thema bleibt dabei die Förderung der jungen Spieler. „Wir wollen Führungsspieler aus den eigenen Reihen entwickeln und die Jungen weiterbringen“, erklärt Loibichler. Genau darin sieht man eine große Stärke des neuen Trainers.
Bis zum Sommer liegt der Fokus aber weiterhin auf der laufenden Saison – gemeinsam mit Thomas Plasser. Nach schwierigen Monaten im Herbst will Mondsee die positive Entwicklung der Rückrunde bestätigen und möglichst noch einen einstelligen Tabellenplatz erreichen.