OÖ-Liga

222 OÖ-Liga-Tore! Rekordmann Rudolf Durkovic, Kapitän des SV Bad Ischl, im Interview

Am 22. Mai hatte Rudolf Durkovic mit einem herrlichen Freistoßtreffer beim 3:2-Sieg gegen die Union Gschwandt den Torrekord in der LT1 OÖ-Liga eingestellt. Nun ließ der Stürmer des SV Zebau Bad Ischl beim 2:0-Erfolg gegen den UFC Ostermiething den insgesamt 222. Treffer folgen und damit den Eintrag in die Geschichtsbücher als alleiniger Rekordhalter. Ligaportal.at sprach mit dem Kapitän.

 

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Ligaportal: Was bedeutet dir dieser Torrekord?

Durkovic: „Natürlich extrem viel. Der Rekord war für mich definitiv ein Ziel in dieser Saison. Dazu kam, mit dem SV Bad Ischl wieder einmal so wenig wie möglich mit dem Abstieg zu tun zu haben. Gratulation an die Mannschaft, dass wir es wieder gut geschafft haben mit jetzt 30 Punkten. Danke an die Mannschaft, dass sie mich mit Assists immer wieder unterstützt! Die 221 Tore von Mathias Roidinger sind schon eine Wahnsinns-Leistung. Vor zwei Jahren war das eigentlich bei mir noch nicht der Rede wert. Nach der vergangenen Saison ist dann der Torrekord immer näher gekommen. Das war ein richtiger Ansporn. Ich dachte: Die 16 Tore mache ich noch! Der Rekord macht mich stolz.“

Ligaportal: Welches war das wichtigste von den 222 Toren?

Durkovic: „Das ist relativ einfach zu beantworten: Jedes von den 222 Toren war definitiv wichtig. Mir geht es darum, die Mannschaft mit den Toren zu unterstützen, damit wir gewinnen. Ich bin auf jedes Tor stolz. Die letzten zwei – der Freistoß gegen Gschwandt und das gegen Ostermiething – werde ich nie vergessen. Das ist schon etwas Besonderes.“

Ligaportal: Welcher Treffer war der schönste?

Durkovic: „Für einen Stürmer gibt es nicht schön oder hässlich – Tor ist Tor, egal wie. Der Freistoß gegen Gschwandt war aber trotzdem sicher eines der besonderen Tore – vor allem von dieser Distanz.“

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Ligaportal: Die allermeisten Treffer hast du für den SV Bad Ischl erzielt. Warum ist dir Vereinstreue so wichtig?

Durkovic: „Der SV Bad Ischl ist mein Heimatverein. Ich habe dort mit vier Jahren zum ersten Mal die Fußballschuhe angezogen – teilweise noch mit Tormannhandschuhen. Ich wollte am Beginn ins Tor. Mein Vater hat mir dann aber gesagt: Nein, du wirst kein Torwart. Er war selbst Torwart und hat sich da echt auch einen Legendenstatus aufgebaut. Ich bin ihm sehr dankbar, dass er in jungen Jahren schon erkannt hat, dass ich als Stürmer besser bin als im Tor. Ich habe in meiner Karriere auch andere Vereine gesehen. Ich bin dem SV Bad Ischl sehr dankbar, dass er mir das ermöglicht hat. Wer in Bad Ischl gespielt hat, weiß, dass es etwas Besonderes ist. Jedes Spiel ist dort außergewöhnlich – auf dem engen, kleinen Platz. Da gibt es sehr viel Action. Mir liegt der Verein wirklich am Herzen. Wenn ich woanders hingehe und es nicht funktioniert, war für mich immer klar, dass ich immer wieder heimkommen kann.“

Ligaportal: Wie lautet das Erfolgsrezept, um so viele Tore zu schießen?

Durkovic: „Jeder Spieler hat eigene Rituale vor dem Spiel. Ich habe viel Wert auf die Zusammenarbeit mit zwei wichtigen Menschen gelegt, die mich in Sachen Physiotherapie und Massage unterstützt haben. Ich muss mich bedanken, dass ich bei ihnen immer schnell einen Termin bekommen habe. Es handelt sich um Roland Hasenleithner und Ewald Derflinger. Sie haben mich vor dem Spiel fit gemacht, sodass ich meine Leistung bringen konnte. Es ist ja nicht so leicht: Man wird älter und durch Arbeit und Fußball ist die Regeneration nicht so gegeben wie bei einem Profi.“

Ligaportal: Wie sieht deine persönliche Zukunft aus? Wie viele Durkovic-Tore können noch folgen?

Durkovic: „Wir haben jetzt noch ein Spiel in Friedburg. Dann geht es in den verdienten Sommerurlaub. Ich bin drei Wochen mit der Familie auf Bali. Dann werden wir sehen, in welche Richtung es geht. Ich stehe kurz davor, einen weiteren Rekord zu knacken. Es geht um die ewige Einsatzliste in der OÖ-Liga. Wir werden schauen, wohin die Reise geht und wie viele Durkovic-Tore es noch werden.“

 

Foto: Promberger