Erst
in der Schlussphase der vergangenen Saison hat das LASK-"Denkmal"
Helmut Köglberger die Mannschaft der DSG Union Perg übernommen. Auch er
konnte an der damals schon fast aussichtslosen Situation nichts mehr
ändern und den Abstieg aus der Regionalliga nicht mehr verhinder. Der
Verein ist im Frühjahr in einige Turbulenzen geraten, die in der
letzten Transferperiode ihren Spuren hinterlassen haben.
Personell
wurde kräftig abgespeckt und der Kader einigermaßen verjüngt. Trainer
Köglberger ist sich bewusst, eine schwierige Saison vor sich zu haben,
strahlt aber eine gewisse Gelassenheit aus und ist überzeugt mit der
Mannschaft eine durchaus positive Meisterschaft absolvieren zu können.
Mit
dem 1:1 in Weißkirchen konnte am Wochenende der erste Punkt eingefahren
werden. Trainer Helmut Köglberger sieht die Lage noch nicht dramatisch,
sind doch erst drei Runden gespielt. "Ich sehe auch die Leistungen
nicht so negativ wie sie von vielen dargestellt werden. Meine
Mannschaft hatte sowohl gegen die LASK Amateure, wie auch gegen Traun
ihre Möglichkeiten. In Weißkirchen haben wir kurz vor Schluss ein
dummes Tor zum Ausgleich erhalten. Es wären durchaus mehr Punkte
möglich gewesen. Trotzdem ist mir natürlich bewusst, dass in dieser
Saison letztendlich nur der Klassenerhalt zählt, alles andere wäre
unrealistisch".
Der
vorhandene Kader mit den vielen jungen Spielern gibt dem Trainer nicht
viele Variationsmöglichkeiten. Erschwerend kommt noch hinzu, dass er
momentan auf drei wichtige Spieler verzichten muss. Sein Sohn Stefan
Köglberger und David Weinlandner kämpfen mit Muskelproblemen und Bojan
Markovic laboriert an einem Bänderriss. Weiters hat Georg Bock aus
sportlichen Gründen nach der ersten Runde seine Karriere beendet. "Die
Ausfälle schmerzen natürlich, aber das wird schon wieder. Die größeren
Probleme sehe ich in der körperlichen Verfassung der Mannschaft. Bei
etlichen Spielern sind in diesem Bereich deutliche Defizite sichtbar.
Es liegt auch nicht am Wollen, aber wenn nach 60 Minuten der "Sprit"
ausgeht, nützt auch der ganze Ehrgeiz nichts. Die Spieler müssen an
ihrer physischen Verfassung arbeiten und die Mängel so schnell wie
möglich beheben", sagt Köglberger.
Probleme
ortet der Trainer auch im Offensivbereich, während er mit der Abwehr
insgesamt zufrieden ist. "Man braucht nur auf die Tabelle schauen, wir
haben bisher vier Gegentore erhalten. Es gibt in der gesamten Liga nur
drei Teams die weniger Treffer zugelassen haben. Bei nur einem
erspielten Punkt ist das fast ein unglaublicher Wert und das weist auch
gleichzeitig auf unsere Schwierigkeiten hin. Die liegen zweifelsfrei in
der Offensive. Wenn man nur einen Treffer erzielt, kann man sich auch
keine Wunderdinge erwarten. Murat Kaba, der eigentlich ein Torjäger
wäre, ist nach einem vierwöchigen Urlaub noch nicht in der
entsprechenden körperlichen Verfassung Tore am Fließband zu erzielen.
Wenn er fit ist, wird er mit Christian Großalber sicher ein
gefährliches Sturmduo bilden. Die beiden müssten eigentlich unsere
Probleme im Abschluss lösen können", meint Köglberger.
Nach
schwierigen letzten Monaten befindet sich nicht nur der Klub, sondern
auch die Mannschaft in einer Konsolidierungsphase. Helmut Köglberger
blickt aber der Zukunft durchaus zuversichtlich entgegen: "Wir müssen
im Herbst an all unseren Problemen arbeiten. Gelingt es uns die
Hinrunde relativ unbeschadet zu überstehen, sehe ich das Frühjahr
durchaus optimistisch. Obwohl wir im Sommer an Qualität verloren haben,
steckt im Kader immer noch das notwendige Potential, den Klassenerhalt
zu schaffen. Wir sind ja nicht die einzigen, es gibt noch vier oder
fünf weitere Mannschaften die im sportlichen Bereich ebenfalls mit
Schwierigkeiten zu kämpfen haben".
Quelle: newsarena.at