„Gekommen um zu bleiben“ – nach diesem Motto dürfte Donau letzte Woche die
Tabellenspitze erklommen haben. Bei Perg gaben sich die Waldner-Schützlinger
folgerichtig keine Blöße, gewannen durch ein Tor in der ersten Hälfte mit 1:0
und schauen weiterhin auf die gesamte Konkurrenz hinunter. Dass der Aufstieg
nicht ganz oben auf den Agenden der Kleinmünchner lag, kann nicht darüber hinweg
täuschen, dass die Truppe mit erstaunlicher Konstanz im Spitzenfeld der Liga
mitspielt.
Dort ist spätestens diese Woche auch wieder Blau-Weiß Linz
angekommen. Sie gewannen nach dem emontions- und spannungsgeladenen Derby gegen
die LASK Amateure auch das, zugegeben, weit weniger spannendes Derby in Traun
klar und deutlich mit 4:0. Somit bestätigten sie den deutlichen Aufwärtstrend
der vergangenen Wochen und scheinen sich nun endgültig in der Liga
akklimatisiert zu haben. Und dass die Blau-Weißen in die Regionalliga zurück
wollen, daran besteht kein Zweifel. Für die Trauner bedeutet diese Niederlage,
so bitter deutlich sie auch war, noch keinen Beinbruch – wenn nächste Woche in
Braunau wieder gepunktet wird. Die Braunauer hingegen stehen nach der nicht ganz
unerwarteten Niederlage bei den LASK Amateuren in Wels wieder unter großem
Erfolgsdruck, was die Aufgabe gegen Traun für die Bernroider-Elf um nichts
leichter macht. Was für Braunau spricht? Nicht viel. Die Darbietung war schon
recht dünn, gegen Traun wird eine deutliche Leistungssteigerung her
müssen.
Diese Leistungssteigerung hat Altheim am vergangenen Wochenende
eindrucksvoll hingelegt: Nach nicht einmal einer halben Stunde haben sie Mondsee
vier Trümmer eingeschenkt, schossen sich so den ganzen über die letzten Wochen
angesammelten Frust von der Seele. Dass man in Mondsee nach dieser bitteren
Klatsche langsam die Alarmglocken zu hören beginnt, kann nicht überraschen: Der
Aufsteiger ist nach acht Runden das ligaweit einzige Team, dass noch keinen
einzigen Sieg zu verbuchen hat. Ein Glück, wird man sich sagen, dass es Braunau
gibt und Vöcklamarkt tatsächlich, wie sich das Trainer Stadler gewünscht hat,
Schützenhilfe geleistet hat. Die Auswärts bislang nicht direkt überzeugende
Paulin-Elf schaffte in Weißkirchen nach frühem (aber sehenswerten!) Rückstand
noch zumindest ein Unentschieden, das aber keinem der Teams so richtig
weiterhilft. Weißkirchen kommt von hinten nicht weg, und die Vöcklamarkter
verlieren auf diese Art und Weise, ihre schon fast sprichwörtliche Heimstärke in
allen Ehren, langsam aber sicher den Anschluss.
Eben jenen Anschluss hat mit
der Nullnummer gegen Rohrbach auf heimischer Anlage Sattledt verloren. Auf
Tabellenführer Donau fehlen nun sechs Punkte, auf deren Verfolger Micheldorf
(die das zum „Duell der Torjäger“ hochstilisierte Duell mit Schallerbach klar
für sich entscheiden konnten, und Roidinger anders als Daniel Haderer einmal
mehr auch wieder einnetzte) schon immerhin fünf Punkte. Dazu wird Huemerlehner
mittelfristig nicht mithelfen können – er geht aus beruflichen Gründen nach
England.
Rohrbach aber hat mit dem Punkt in Sattledt bestätigt, eine
Mannschaft aus dem gesicherten Mittelfeld zu sein. Es gilt allerdings
aufzupassen, denn eine oder zwei Niederlagen zu viel, und schon findet man sich
im Abstiegskampf wieder. Also genau dort, wo sich das andere Team aus dem
Mühlviertel zuletzt anschickte, sich langsam aber sicher heraus zu arbeiten.
Perg fehlt im engen Mittelfeld der Liga nur ein Punkt auf die Rohrbacher – und
nächste Woche kommt es zum direkten Duell.
Wie das Mühlviertel-Derby, und
natürlich auch alle anderen Spiele der kommenden Runde verlaufen, erfahren Sie
natürlich wieder hier!
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