von Philipp Eitzinger
Es ist schon erstaunlich, wie schnell sich das lange Zeit so dermaßen enge Bild
an der Tabellenspitze entzerren kann. Klebten die Spitzenteams praktisch seit
dem Saisonstart permanent fast aufeinander, setzten sich Herbstmeister
LASK-Amateure und Verfolger Donau in den letzten beiden Spieltagen von der
Konkurrenz ein wenig ab. Die Reserve der Athletiker tat es den Bundesliga-Profis
gleich und spielten einen tollen Herbst, nur im Unterschied zu Vastic und Co.
schafften es die Schützlinge von Coach Lindenberger und Assistent Christian
Schlögl tatsächlich, zur Saisonhalbzeit die Tabelle anzuführen. Auch, wenn der
tatsächliche Wert dieses Herbstmeistertitels eher begrenzt ist, so ist es doch
eine schöne Belohnung und ein deutliches Anzeichen dafür, dass man ein halbes
Jahr lang gut gearbeitet hat – sodass man nun mindestens bis zum 15. März, also
immerhin viereinhalb Monate lang auf dem Platz an der Sonne steht.
Die
LASK-Amateure schafften es letztlich aus eigener Kraft, denn nachdem sie schon
als Führende in die Schlussrunde gegangen waren, gewannen sie auch das Heimspiel
gegen Sattledt mit 1:0, und hätten somit die Schützenhilfe, die ihnen von
Mondsee und Vöcklamarkt zuteil wurde, gar nicht gebraucht. So sind sie nun nicht
nur Herbstmeister, sondern sie sind das auch mit Punktevorsprung, und nicht nur
wegen der Tordifferenz. Die ersten, die die Segel streichen mussten, waren die
Donaupark-Kicker von Blau-Weiß Linz. Zack, zack, zack – schneller als sie
schauen konnten, hatte ihnen Mondsee innerhalb von sechs Minuten drei Tore
eingeschenkt. Dass die Mannschaft von Erwin Spiegel noch auf 2:3 herangekommen ist, brachte letztlich nichts mehr; so fehlen
Blau-Weiß nun doch schon respektable sechs Punkte auf die Spitze. Verloren ist
noch nichts – aber die Leistungen müssen im Frühling stabiler werden, sonst wird
das nichts mit dem direkten Wiederaufstieg.
Dann war Donau an der Reihe,
aber auch die Kleinmünchner verpassten es, den LASK wirklich unter Druck zu
setzen. Zwar erreichte das Überraschungsteam der Hinrunde durch den späten
Ausgleich in einem packenden, mitreißenden Spiel gegen Vöcklamarkt noch einen
Punkt, aber so reichte den LASK-Fohlen am Sonntag Vormittag schon ein
Unentschieden gegen Sattledt, um den Lohn für einen tollen Herbst einzufahren.
Dass es nicht nur ein Punkt wurde, sondern gleich drei, ist für die
schwarz-weißen natürlich umso schöner.
Aber nicht nur vorne, sondern auch
hinten hält die Liga noch viel Spannendes bereit. Zwar ist die Entscheidung
darüber, wer nun tatsächlich als Letzter überwintern muss, noch bis nächster
Woche und dem dann stattfindenden Nachtragsspiel zwischen Mondsee und
Weißkirchen vertagt, aber Tendenzen lassen sich schon herauslesen. So zum
Beispiel, dass sich Mondsee (10 Punkte aus den letzten vier Spielen) und Braunau
(trotz der 0:1-Niederlage gegen Bad Schallerbach) aus dem Gröbsten heraus sind,
sich Weißkirchen mit der Pleite in Rohrbach und Perg mit der bitteren
Heimniederlage gegen Altheim aber mittendrin im Abstiegsstrudel befinden. Mit
einem schönen Erfolgserlebnis darf hingegen Traun in die lange Winterpause
gehen: Dank des unerwarteten 2:1-Auswärtssieges in Micheldorf haben auch sie den
Anschluss an die rettenden Plätze wieder hergestellt.
Noch ist sie nicht
ganz vorbei, die Herbstsaison in dieser tollen Liga, schließlich gibt es nächste
Woche noch einen Nachschlag (in Form des vor zwei Wochen abgesagten
Aufsteigerduells zwischen Mondsee und Weißkirchen). Aber auch wenn keine Spiele
anstehen, werden Sie bei uns selbstverständlich weiterhin informiert
und kompetent durch die kalte Jahreszeit begleitet!
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