Die Linzer haderten Anfangs mehr mit dem Abstieg, als sich mit den Gegnern
zu beschäftigen. So ging der Start ein wenig in die Binsen. Es lag aber wohl auch
daran, weil der Klasse-Trainer Erwin Spiegel am System bastelte und umstellte.
Dann aber zeigten die Burschen aus dem Donaupark auf, wie wertvoll sie für die
Liga sind. Plötzlich lief es, traf Dario Jelcic, obwohl der angeblich mit dem
Trainer kein so gutes Verhältnis hegt – oder umgekehrt. Na egal, er trifft, und
das zählt. Bomber Nr. 2 wurde Daniel Neuhold und zusammen wurden es gleich 21
der 31 Linzer Treffer. Mit dem Abgang in Mondsee bekam der gute Herbst ein
welkes Blatt, das aber das gute Gesamtbild kaum verfärben kann. Die Linzer
brachten immer viele Fans mit, die sich eigentlich immer ganz anständig verhielten.
Die Einstufung der Linzer als “Hochsicherheits-Gegner” ist daher da und dort
etwas unfair, was den Aufmarsch der Exekutive betrifft. Was die Kicker betrifft,
ist die Sicherheit der gegnerischen Torhüter aber sehr wohl hoch riskant: Blau
Weiß ist in der Liga angekommen und ich tippe, dass es im Frühling keine drei
Niederlagen wie im Herbst mehr geben wird. Einige Spiele gingen dazu auch
unerklärlicherweise remis aus, die man schon “zuhause” glaubte. Schafft es
Spiegel, diese Konzentration bei seinen Spielern zu schärfen, dann sind die
Linzer ein ganz heißer Tipp für den Titel.
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