Muskelverletzungen sind im Fußballsport alltäglich.
Sind die oberen Extremitäten eher durch Stürze für Verletzungen anfällig,
können die Ursachen bei den Muskeln der Beine sehr vielfältig sein. Nicht nur,
dass der Ball mit Bein und Fuß gespielt wird, liegt dem Spiel an sich eine
gewisse Laufkultur zu Grunde. Mehr als ein Drittel aller Sportverletzungen
betreffen den aktiven Bewegungsapparat, zumeist am Übergang zwischen
Muskelbauch und Sehne.
Muskelverletzungen, wie Zerrungen oder
Muskelfasereinrisse betreffen mit Vorliebe kalte und ermüdete Strukturen. Betroffen
sind oft der Quadriceps und die Adduktoren, die beim Fußballspielen wichtigsten
Muskelgruppen. Der Quadriceps spielt eine wichtige Rolle beim Springen und
Schießen, während die Adduktoren beim Sprinten, Abbremsen des Beines nach einem
Schuss sowie bei der Kniestabilisierung wirken. Muskelverletzungen entstehen durch
äußere Gewalteinwirkung oder durch plötzliche Überlastungen.
Die meisten Verletzungen erfolgen nach dieser Erkenntnis gleich am Anfang, nach
der Pause und am Ende des Spieles. Unzureichendes Aufwärmen, ein schlechter
Trainingszustand, schnellkräftige Belastungen sind dann Schuld am Einriss so
mancher Muskelfasern. Je schneller das PECH-Schema (Pause, Eis, Compression und Hochlagern) bei Muskelverletzungen angewandt wird, desto
kürzer ist die Rehabilitationsdauer! Der Grund: Umso weniger Blut in die
"Muskellücke" einströmt, desto schneller ist der Heilungsprozess. Ein
beschwerdefreies Training ist oft schon nach ein paar Tagen wieder möglich, obwohl
die Heilung noch andauert. Lockeres Laufen mit dem Ball ohne schnelle
Richtungswechsel und Sprints sind durchaus sinnvoll.
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