von Manuel Fischer
FC Blau-Weiß Linz – UVB
Vöcklamarkt 3:2 (3:0)
Blau-Weiß Linz erwischt im Spiel gegen Union Vöcklamarkt
einen Traumstart. Daniel Neuhold mit seinem 21. Saisontor (8.) und Dario Jelcic
aus einem Elfmeter (12.) schießen eine komfortable 2:0-Führung heraus. Auch
danach spielen die „Königsblauen“ die Gäste fast an die Wand. Das 3:0 kurz vor
der Pause durch ein Eigentor von Claus Weberstorfer ist die logische
Konsequenz. Nach dem Seitenwechsel passiert zunächst nicht viel. Selbst nach
dem Anschlusstreffer von Jozsef Peter in der 57. Minute hat Blau-Weiß Linz das
Spiel unter Kontrolle. Erst nach dem 2:3 durch Peter in der 80. Minute wird die
Partie plötzlich dramatisch. Chancen auf beiden Chancen werden in den Schlussminute
vergeben. Wenige Minuten vor Schluss hat Blau-Weiß Linz viel Glück, als ein
Lattenpendler der Gäste aus und nicht ins Linzer-Tor springt. Danach bringen
die Hausherren den Sieg über die Zeit und wahren damit die Chance auf den
Meistertitel. Blau-Weiß-Pressesprecher Christian Gindelhumer: „Wir haben bis
zehn Minuten vor Schluss das Spiel völlig kontrolliert. Danach ist es noch
einmal spannend geworden.“
FC Braunau – Union
Weißkirchen 2:4 (2:1)
Die Gäste aus Weißkirchen machen bereits in der Anfangsphase
das Spiel in Braunau. Die Tore erzielen aber die Gastgeber. Zweimal bricht
Braunau-Stürmer Kresimir Jurcic durch und erzielt in der 30. und 32. Minute mit
einem Doppelpack eine 2:0-Führung für die Mannschaft von Neo-Trainer Hans-Peter
Pöttinger. Eine Minute vor der Pause gelingt Philipp Peterstorfer der wichtige
Anschlusstreffer. In der Halbzeit erhält Weißkirchen von Trainer Juan Bohensky
eine deftige Kabinenpredigt. „Das war à la Ernst Happel. Da haben die Fenster
gewackelt“, sagt Bohensky. Die Ansprache zeigt ihre Wirkung. Harald Hopfinger
gelingt nämlich in der 67. Minute der Ausgleich, Peterstorfer trifft acht
Minuten später zur 3:2-Führung. Danach scheitern Mario Ivos und Hopfinger am
Aluminium, ehe Hopfinger in der 85. Minute mit dem 4:2 für die Entscheidung
sorgt. „Ein Pauschallob an meine Mannschaft. Wir haben verdient gewonnen. Jetzt
brauchen wir aus den letzten drei Spielen noch mindestens sechs Punkte, damit
wir nicht absteigen. Für mich ist jedes Spiel ein Endspiel“, sagt Bohensky.
SV Bad Schallerbach –
ATSV Sattledt 1:1 (0:0)
Von Anfang an entwickelt sich eine leichte Feldüberlegenheit
von Sattledt. Die wenigen Torchancen in der ersten Halbzeit finden die Gäste
vor. Kampf ist Trumpf. Beide Mannschaften lassen kaum Torraumszene zu. In
dieser Gangart geht es auch in der zweiten Halbzeit weiter. Für Bad
Schallerbach vergibt Daniel Lindorfer eine gute Einschussmöglichkeit. In der
68. Minute geht Sattledt nicht ganz unverdient mit 1:0 in Führung. Der junge
David Dietachmair spielt sich auf der rechten Seite frei und trifft vom
Sechzehnereck ins Sattledter Tor. Nur wenige Sekunden später wird Lindorfer im
Strafraum der Gäste von den Beinen geholt. Den fälligen Elfmeter verwertet
Daniel Haderer zum Ausgleich. In der Schlussphase ist Sattledt das bessere
Team, Großchancen entstehen aber nur aus Zufallsprodukten. So bleibt es beim
1:1. „Summa summarum geht das Unentschieden in Ordnung, auch wenn uns das 1:1
sicher mehr schmeichelt als Sattledt“, sagt Bad Schallerbach-Coach Thomas
Gerstorfer.
Askö Donau Linz – SPG
LASK-Amateure/ESV Wels 0:1 (0:0)
Die SPG LASK-Amateure/ESV Wels ist im Linzer Derby gegen Donau die bessere Mannschaft. Die in Abwesenheit von Trainer Klaus Lindenberger von „Büffel“ Christian Stumpf betreuten LASK-Fohlen haben auch die besseren Torchancen. Die beste Möglichkeit lässt Stürmer Benjamin Freudenthaler ungenützt, als er den Ball aus fünf Metern nicht im Donau-Tor unterbringt. Nach dem Seitenwechsel ändert sich am Spielgeschehen wenig, die LASK-Amateure bleiben die spielerisch bessere Mannschaft. Emanuel Schreiner gelingt in der 60. Spielminute der entscheidende Treffer zum 1:0. Donau Linz ist danach nur mehr aus Standardsituationen gefährlich. LASK-Amateure Co-Trainer Christian Schögl: „Ein verdienter und ganz wichtiger Sieg für uns. Wir haben fast nur auf ein Tor gespielt.“
SV Grün-Weiß
Micheldorf – Union Perg 3:0 (0:0)
In der ersten Spielhälfte kann das Tabellenschlusslicht
gegen Micheldorf nicht mithalten. Während die Gastgeber nur aus Weitschüssen
gefährlich vor das gegnerische Tor kommen, findet Perg keine einzig
nennenswerte Einschussmöglichkeit vor. In der zweiten Halbzeit schlägt sich die
klare Dominanz von Micheldorf auch in Toren nieder. Der zur Pause
eingewechselte Stefan Gotthartsleitner war nicht mehr zu halten. Mit einem
lupenreinen Hattrick (48., 60., 90.) schießt er Perg praktisch im Alleingang
aus der IFW-Arena. Bei den Gästen wird Liridion Abduallahu nach wiederholter
Kritik in der 87. Minute mit Gelb/Rot ausgeschlossen. Perg-Trainer Jürgen
Berlesreiter: „Ein hochverdienter Sieg von Micheldorf. In der ersten Halbzeit
haben wir noch gut mitgespielt, in der zweiten Spielhälfte haben wir uns
teilweise aufgelöst. Der Ausschluss von Abdullahu kurz vor Schluss war sehr
unnötig.“
Union Mondsee – SV
Traun 0:1 (0:0)
In einem Spiel auf mäßigem Niveau nimmt Mondsee das Zepter
der Partie etwa ab Mitte der ersten Halbzeit in die Hand. Zarko Cavic und
Markus Lametschwandtner tauchen zwei Mal alleine vor dem Trauner Tor auf,
scheitern aber. In der Folge verzeichnen beide Teams wenige gute Torchancen.
Man merkt, dass es für beide Mannschaften um sehr viel geht. In der zweiten
Halbzeit geht Traun beinahe aus dem Nichts nach einem Drehschuss von Kevin
Lindinger mit 1:0 in Führung (53.). Genau zehn Minuten später sieht Philipp
Eder seine zweite Gelbe Karte im Spiel und muss daraufhin das Spielfeld
verlassen. Mondsee versteht es in der Folge aber nicht, die numerische
Überlegenheit auszunützen. So bleibt es beim schmeichelhaften 1:0-Sieg für
Traun. Mondsee-Coach Peter Stadler: „Wir haben zwar auch nicht gut gespielt,
aber waren zumindest die bessere Mannschaft. Nach dem Ausschluss haben wir es
nicht geschafft, gute Torchancen herauszuspielen.“
Union Rohrbach/Berg –
SK Altheim 2:1 (2:1)
Die Mühlviertler zeigen von Anfang an, wer der Herr im Haus ist. Roland Mayrhofer und Co. spielen sich Chancen im Minutentakt heraus. Premysl Kukacka (9.) und Klaus Schuster (20.) bringen Rohrbach schnell und hoch verdient mit 2:0 in Führung. Während die Hofer-Elf verabsäumt, das dritte Tor zu erzielen, kommt Altheim durch Martin Eisner kurz vor der Pause zum Anschlusstreffer. Nach dem Seitenwechsel sind die Gäste zwar besser, Rohrbach macht aber weiterhin das Spiel. In der 50. Minute wird Ivan Dimitrov nach einer Tätlichkeit an Roland Kiesl ausgeschlossen. Mit nur zehn Feldspielern hat Altheim keine Chance mehr. Auf Rohrbacher Seite scheitert Mayrhofer bei einem Stangenschuss. Dennoch spielen die Gastgeber den Sieg sicher noch Hause. In der Schlussphase wird noch der Altheimer Torschütze Martin Eisner mit Gelb/Rot des Feldes verwiesen. Rohrbach-Coach Franz Hofer: „Ich bin stolz auf meine Mannschaft, die nach der Niederlage im letzten Spiel die richtige Antwort gegeben hat.“