von Manuel Fischer
FC Blau-Weiß Linz – Union
Mondsee 3:1 (2:0)
Der neue Meister der OÖ-Liga heißt FC Blau-Weiß Linz! Die
„Königsblauen“ kommen vor mehr als 2000 Zuschauer im Donauparkstadion in der
25. Minute verdient mit 1:0 in Führung. Nachdem Daniel Neuhold im Strafraum am
Leibchen gezogen wird, hat Referee Fuchs-Eisner keine andere Wahl als auf den
Elfmeterpunkt zu zeigen. Torjäger Dario Jelcic verwandelt sicher. Nur sieben
Minuten später trifft Torschützenkönig Daniel Neuhold nach einer Auer-Ecke per
Kopf zum 2:0. Eine Vorentscheidung in diesem Spiel. Nach dem Seitenwechsel
erhöht der überragende Jelcic nach guter Einzelleistung auf 3:0. Das
Donauparkstadion verwandelte sich in einen Hexenkessel. Die 2000 blau-weißen
Anhänger feiern ihre Mannschaft bereits Minuten vor dem Ende. Der Anschlusstreffer
von Thomas Klingsbigl zum 3:1 (58.) ändert nichts am hoch verdienten
3:1-Erfolg. Durch die gleichzeitige Niederlage der SPG LASK-Amateure/ESV Wels
ist den Linzern der Meistertitel auch nicht mehr am „grünen Tisch“ zu nehmen.
Sportchef und Trainer Gerald Perzy: „Ein Wahnsinn. Dieser Verein und Fans sind
einfach Kult.“ Nächstes Jahr wollen die Linzer auch in der Regionalliga vorne
mitspielen.
ATSV Sattledt – SPG
LASK-Amateure/ESV Wels 3:2 (1:2)
Ohne die gesperrten Alexander Bauer, Björn Leidolt und
Thomas Rakowetz schafft Sattledt gegen die SPG LASK-Amateure/ESV Wels
einen
glücklichen 3:2-Sieg. Das Spiel begann denkbar schlecht für die
Olzinger-Elf.
LASK-Profi Benjamin Freudenthaler lässt den Meistertraum der Athletiker
mit
seinem Tor in der 8. Minute nur kurz Realität werden. Sattledt-Torjäger
Thomas
Arnitz, der seit Samstag an einem schweren Darmvirus laboriert, gelingt
nämlich in Minute 23 nach einem sehenswerten Treffer der Ausgleich.
Zu diesem Zeitpunk sehr schmeichelhaft, denn die LASK-Amateure sind das
bessere
Team mit den größeren Tormöglichkeiten. Kurz vor der Pause ist es
wieder
Freudenthaler, der zur verdienten 2:1-Pausenführung trifft. In der
zweiten
Spielhälfte schaltet der LASK einen Gang zurück und lässt so Sattledt
Raum und
Zeit, um ein gefälliges Kombinationsspiel aufzuziehen. Nach einem Foul
an
Rodrigo Tresierra, dem peruanischen Legionär in Diensten von Sattledt,
gelingt
dem überragenden Josef Litzlbauer per Elfmeter in "Zinedine
Zidane-Manier" der 2:2-Ausgleich. Die
LASK-Amateure kommen immer wieder sehr gefährlich vor das Tor der
Gastgeber,
das 3:2 erzielt aber Sattledt. Der erst kurz davor von seinem
achtmonatigen
England-Aufenthalt zurückgekehrte Mario Huemerlehner erzielt in der 73.
Minute den
Siegestreffer. Das Tor bedeutete nicht nur einen Sieg der Hausherren,
sondern
auch den definitiven Meistertitel für Blau-Weiß Linz. Die
LASK-Amateure, die
kurz vor Schluss bei einem Stangenschuss viel Pech haben, beenden die
Saison
auf Platz zwei. Sattledt-Funktionär Wolfgang Böhm: „Der Sieg war
sicherlich
glücklich, aber meiner Meinung nach auch nicht ganz unverdient. Der
LASK war
sich nach dem 2:1 zu sicher und hat nicht mehr so druckvoll nach vorne
gespielt. Für uns war es ein schöner Saisonabschluss.“
SK Altheim – Union
Perg 2:3 (2:2)
Union Weißkirchen – Union
Rohrbach 0:1 (0:0)
Trotz dem 0:1 gegen Union Rohrbach bleibt Union Weißkirchen
der OÖ-Liga erhalten. Die Elf von Juan Bohensky findet gegen die Mühlviertler
nicht ins Spiel. Die Gäste attackieren geschickt erst in der eigenen Hälfte und
entschärfen so die lange Bälle von Weißkirchen. Vor der Pause finden beide
Mannschaften nennenswerte Chancen vor, Tore gelingen aber vorerst keine. In der
zweiten Halbzeit ist Rohrbach weiter spielbestimmend. Weißkirchen kann die
Aggressivität und Offensivstärke der letzten Wochen nicht zur Geltung bringen.
30 Minuten vor dem Ende kommt noch einmal Schwung in die Partei. Während für
Weißkirchen das Tor wie vernagelt scheint, lässt der starke Roland Mayrhofer
Rohrbach jubeln. Sein Treffer in der 83. Minute beschert seiner Truppe drei
Punkte. Weißkirchen kann trotz der Niederlage im letzten Spiel feiern. Juan
Bohensky darf mit seiner Mannschaft dank dem Erfolg von Perg in Altheim noch
ein weiteres Jahr in Oberösterreichs höchster Liga spielen. Rohrbach-Trainer
Franz Hofer: „Wir haben 1:0 gewonnen, hätten aber genauso gut 0:1 verlieren
können. Wir waren aber dennoch die reifere Mannschaft und haben vor allem in
der zweiten Spielhälfte mehr vom Spiel gehabt. Mit der Saisonleistung insgesamt
bin ich sehr zufrieden.“
Union Vöcklamarkt – Askö
Donau Linz 3:2 (2:1)
Das Abschiedsspiel von Vöcklamarkt-Trainer Thomas Paulin
endet mit einem verdienten 3:2-Erfolg. Zwar gehen die Kleinmünchner in der 7.
Minute durch Daniel Makowski mit 1:0 in Führung, der Ungar Jozsef Peter kann
aber schnell ausgleichen. Danach plätschert das Spiel dahin. Keiner der beiden
Mannschaften findet hochkarätige Einschussmöglichkeiten vor. Kurz vor der Pause
tankt sich Mario Leinberger durch und legt ideal auf den aufgerückten
Vöcklamarkter Abwehrchef Markus Fürstaller auf, der die 2:1-Führung besorgt. In
der zweiten Halbzeit ist die Paulin-Elf die klar bessere Mannschaft. David
Vitzthum gelingt unmittelbar nach Wiederanpfiff mit dem 3:1 eine
Vorentscheidung. Donau Linz-Spielmacher Dominik Kirchberger kann in der 80.
Minute nur mehr per Weitschuss verkürzen. Für Vöcklamarkt-Coach Thomas Paulin,
der den Verein mit Ende der Saison verlassen wird, ein schöner Abschluss:
„Jetzt haben wir 39 Punkte auf dem Konto. Ich denke, das ist nicht so schlecht
und noch ein ganz schöner Abschluss für mich. Der Sieg geht auf jeden Fall in
Ordnung und hätte sogar noch höher ausfallen können.“
SV Traun – SV
Micheldorf 2:2 (1:2)
In einem ausgeglichenen Spiel, in dem es für beide
Mannschaften nur mehr um die Punkteprämie geht, hat die Mannschaft von Trainer
Alber Kabashi den besseren Start. Stefan Steininger (13.) und Szabolcs Kütsön
(25.) sorgen für eine komfortable 2:0-Führung. Traun gibt aber nicht auf und
spielt weiter mutig nach vorne. Kevin Lindinger nützt eine Unachtsamkeit in der
Kremstaler Hintermannschaft zum Anschlusstreffer. In der zweiten Halbzeit kommt
Traun besser ins Spiel, Micheldorf schaltet einen Ganz zurück. Die logische
Folge ist der 2:2-Ausgleich. Wieder ist es Lindinger, der in der 67. Minute
trifft. Danach passiert außer dem Ausschluss von Steininger in der 81. Minute
nicht mehr viel. Micheldorf-Trainer Alber Kabashi: „Wir haben 2:2 gespielt, da
können wir schon zufrieden sein.“
SV Bad Schallerbach –
FC Braunau 2:0 (0:0)
Gegen schwache Braunauer gelingt dem SV Bad Schallerbach zum Saisonabschluss ein verdienter 2:0-Erfolg. Von Anfang an übernimmt die Mannschaft von Trainer Thomas Gerstorfer das Spielgeschehen. Vor allem in den ersten 20 Minuten spielen sich die „Badkicker“ Chance um Chance heraus, ein Tor gelingt aber nicht. Mit einem torlosen Remis geht es in die Pause. Anfang der zweiten Halbzeit kommt Braunau besser ins Spiel. Stürmer Kresimir Jurcic hat die Führung für die Gäste zwei Mal am Fuß, scheitert aber am glänzend parierenden Schallerbach-Schlussmann Klemens Schimpl. Auf der anderen Seite sorgt der zur Pause eingewechselt Daniel Lindorfer für ständig Unruhe in der Braunauer Abwehr. Zehn Minuten vor dem Ende gelingt Thomas Kessler nach idealer Vorarbeit von Lindorfer der erlösende Führungstreffer. Wenig später stellt Lindorfer selbst den 2:0-Endstand her. Schallerbach-Coach Thomas Gerstorfer: „Ich habe lange auf Tore warten müssen und bin schon ungeduldig geworden, aber am Ende war es ein verdienter Sieg. Braunau hat zwar voll dagegengehalten, war aber einfach zu fehleranfällig und schwach.“