Die "Last-Minute-Kaiser" haben wieder zugeschlagen: Rettete Gmunden
schon bei Donau in den Schlussminuten ein spektakuläres 4:4, lagen sie
bis zur 89. Minute gegen Vöcklamarkt auch scheinbar aussichtslos mit
1:3 zurück. Dass sie praktisch "Manchester" spielten und noch einen
Punkt mitnahmen, wurde aber dennoch mit gemischten Gefühlen betrachtet.
Schließlich liegen die Gmunder nach nur zwei Punkten aus den letzten
drei Spielen auf einem enttäuschenden neunten Rang - meilenweit weg von
den eigenen Ansprüchen. Eines wird aber immer deutlicher: Im Spiel der
Traunseer hängt zu viel von der individuellen Klasse von Ismir
Jamakovic ab. Auch gegen Vöcklamarkt: Erst als er eingewechselt wurde,
wurde das Gmundner Spiel wirklich zwingend.
Im Lager der Vöcklamarkter schien man im Umfeld jedoch gar nicht
übertrieben unglücklich mit dem verschenkten Sieg in Gmunden: Trainer
Vietz konnte schon Minuten nach dem Spiel wieder Lachen, Sektionsleiter
Hager analysierte das Spiel recht trocken. Fast, als wäre man froh,
dass die Bäume beim letzten verbliebenen Pasching-Jäger nicht in den
Himmel wachsen. Und da die Antwort der Paschinger auf die erste
Saisonpleite ein souveränes 5:0 über Schlusslicht Donau war, ist auch
nicht zu erwarten, dass die Vöcklamarkter auf Dauer dem Favoriten
wirklich Paroli wird bieten können. So geht es also um die Plätze im
ÖFB-Cup, und da haben derzeit Grieskirchen (nach dem 1:0 im Derby gegen
Bad Schallerbach) und die erstaunlichen Weißkirchener (nach dem 3:2
über Sattledt) nach etwa einem Saisondrittel gute Karten.
Etwas konsterniert war man hingegen in Micheldorf, da man auf einener
Anlage Aufsteiger Sierning doch etwas überraschend mit 0:2 unterlag.
Ein Triumph, der Siernings bekanntestem Sohn Willi Molterer am
Wahlsonntag nicht gelang... Der Befreiungsschlag der Sierninger war
aber umso wichtiger, wenn man bedenkt, dass auch die anderen Vereine im
Abstiegskampf gepunktet haben. So wie Traun: Das Team von Trainer
Bartosiewicz holte bei den zuletzt recht stabilen Mondseern alle drei
Punkte mit, und auch die LASK Amateure (die aber niemand so wirklich
als Abstiegskandidat sehen dürfte) arbeiteten sich mit dem 2:0 gegen
Sportchef Franz Hofers Ex-Klub Rohrbach auch immer weiter ans
Mittelfeld heran.
Damit heißen die großen Verlierer des Spieltags Donau und Rohrbach -
denn diese beiden nehmen nun die letzten beiden Plätze ein. Sie dürfen
nun mit Fug und Recht "Klassenerhalt" als vorläufiges Saisonziel
ausgeben. Und beide haben es am kommenden Wochenende mit schweren
Gegnern zu tun! Denn während Rohrbach das auf Wiedergutmachung sinnende
Gmunden empfängt, muss Donau zu den bärenstarken Vöcklamarktern. Ein
neuntes siegloses Spiel ist also keine Utopie. Wie diese beiden, und
auch die anderen Partien des kommenden Spieltags verlaufen, erfahren
Sie natürlich wie gewohnt hier, am OÖ-Liga Portal!
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