Zweifelsohne: Der Donau-Manager hat den richtigen Mann für
den heiklen Job gefunden. Er beförderte sich selbst auf die Trainerbank. SOS –
do it yourself. Warum lange in die Ferne schweifen, wenn die Lösung im eigenen
Trainingsanzug steckt? Zumal nun sechs Runden vor Saisonende endgültig die
heiße Phase im Abstiegskampf eingeläutet wird. Und die halbe Liga ist
mittendrin statt nur dabei: Den Achten Sattledt trennen lediglich sechs Punkte
von Schlusslicht Rohrbach. Die Zeit für die letzten Feinkorrekturen ist
jedenfalls vorbei. Wer einen Feuerwehrmann braucht(e), ist gut beraten, ihn
bereits installiert zu haben. Andernfalls hätte sein Vorgänger wohl zu viel
verbrannte Erde hinterlassen, um in den abschließenden Runden noch tatsächlich
das drohende Unheil abwenden zu können.
Wobei vom erwähnten Sextett zum jetzigen Zeitpunkt ohnehin
kaum jemand die Intention verfolgen wird, den Trainer noch zu wechseln. Denn
Mondsee und Traun haben bisher im Frühjahr mit respektablen Leistungen
geglänzt. Sprich: Die beiden Mannschaften haben entsprechend ihrer personellen
Möglichkeiten vielleicht nicht das Optimum wie etwa Sierning herausgeholt, aber
sie sind im Plansoll. In Weißkirchen wird man nicht den Fehler begehen,
aufgrund der aktuellen sportlichen Minikrise in einer Kurzschlussaktion mit
Juan Bohensky jenen Mann zu feuern, der schon über Monate hinweg in
kontinuierlicher Aufbauarbeit aus No-Names eine konkurrenzfähige Truppe geformt
hat. Bleibt eigentlich nur Rohrbach, wo vielleicht noch ein Stelleninserat für
einen Feuerwehrmann aufgegeben werden könnte. Aber auch das ist wohl eher
unwahrscheinlich.
In Sattledt steht seit dieser Woche ohnehin schon ein neuer
Mann auf der Kommandobrücke. Während es in Kleinmünchen ein alter Bekannter
ist. Womit ich zurück am Anfang bin: Kurt Baumgartner ist definitiv der
richtige Mann für diesen Job. Warum? Keiner kennt die Truppe so gut wie er.
Keiner weiß so sehr wie er, was die Truppe zuletzt an einer erfolgreichen Punktejagd
gehindert hat. Und niemand außer ihm kann diese Defizite so schnell wieder
beheben. So wird Donau gegen Pasching wieder mit der gewohnten Abwehrformation
mit Libero einlaufen. Vielleicht sogar wieder mit dem ausgebooteten Andi
Saurer. Auf jeden Fall aber wird ein anderer Wind wehen. Denn vor allem das
lethargische Auftreten von Oliver Ablinger war Baumi in der derzeitigen
Situation ein Dorn im Auge. Weshalb wir nun zum größten Vorteil von der
Beförderung des Donau-Managers kommen: Die Mannschaft hat Respekt. Vor ihm –
und vor seinen Polter-Predigten.
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. an Raphael Oberndorfinger Informationen zur Person
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