Mit insgesamt 22 Jahren als Bundesligaplatzsprecher auf dem Buckel, mit acht Jahren Erfahrung als Sprecher des Bundesliga-Hallencup und Bundesliga-Supercup, mit sechs A-Länderspielen und unzählingen U-21-Länderspielen an Erfahrung, möchte ich zu den Tiraden des Platzsprechers von Allerheiligen nur eines sagen: Sofort suspendieren! Kommentare und Kritik an Schiedsrichterentscheidungen, Verhöhnungen des Gegners, all diese Dinge sind nicht Sache eines Platzsprechers. Ein Platzsprecher ist kein Selbstdarsteller, vielmehr ist er Servicemann für den Verein, Informant für das Publikum UND auch ein Informationspartner des Schiedsrichter-Trios.
Wenn etwa der Schiri einen Hinweis für das Publikum hat, muss diesen der
Platzsprecher umsetzen. Wie soll das funktionieren, wenn er vorher
Schiedsrichter-Entscheidungen ad absurdum führt. Kritik an diversen
Entscheidungen heizen nur die Stimmung auf. Wie soll er dann beruhigend
auf das Publikum wirken, wenn es tatsächling hitzig wird?
Der “Kollege” aus Allerheiligen hat sich so disqualifiziert. Auch ist es einem Platzsprecher verboten zu sagen, “es geht noch 15
Minuten”, denn auf dem ganzen Platz weiß nur ein Mann, wie lange es
geht, und das ist der Schiedsrichter. Wenn sich der Sprecher von
Allerheiligen nicht im Zaum halten kann, soll er den Job lassen.
Platzsprecher sind wichtig, sie werben, setzten die Vorgaben der
Sponsoren um, sie informieren zum Spiel – aber sie kommentieren nicht
und sie kritisieren nicht. Da soll er das Mikrofon zur Seite legen und
sich auf den Sudaranten-Hügel seines Klubs stellen, da darf er seinem
Unmut kund tun.
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