Spielberichte

OÖ-Liga-Comeback geht daneben: SV Gmundner Milch muss sich in hitziger Auftaktpartie gegen den SV Friedburg 1960 geschlagen geben!

In absolut souveräner Manier kehrte der SV Gmundner Milch nach einjähriger Abstinenz wieder in die LT1 OÖ-Liga zurück. Nach einem ereignisreichen Sommer mit zahlreichen personellen Veränderungen rund um Neo-Coach Markus Allerstorfer startete man nun am Freitagabend gegen den SV Lugstein Cabs Friedburg 1960 in die neue alte sportliche Umgebung – und das auf absolut turbulente Art und Weise. In einem schlichtweg hektischen Aufeinandertreffen mit insgesamt drei roten Karten musste sich der Landesliga-Aufsteiger schlussendlich mit 0:2 geschlagen geben und ging damit in Partie eins punktelos vom Feld. 

Ein Volltreffer, zwei Platzverweise in Durchgang eins

Dabei dauerte es keine vier Minuten, ehe die Partie so richtig Fahrt aufnahm und der Gastgeber aus Friedburg gleich das erste Mal in der noch so jungen Spielzeit Nägel mit Köpfen machte: So wurde Jonas Reitter durch einen weiten Ball über die gegnerische Abwehrreihe ideal in Szene gesetzt, um im Anschluss in absolut souveräner und abgebrühter Manier das runde Leder in den Maschen zu versenken – 1:0. Nach einer guten Viertelstunde erfuhr dann die Euphorie der Heimischen jedoch einen herben Dämpfer, als Neuzugang Chinonso Emmanuel Eziekwe nach einer vermeintlichen Tätlichkeit den roten Karton sah und damit äußerst früh vom Platz flog. Ein Umstand, der auf der Gegenseite den bis dato ohnehin couragiert auftretenden Gastgebern zweifelsohne in die Karten spielte. So ließen die Traunseestädter das Spielgerät geschickt in den eigenen Reihen zirkulieren und verzeichneten dabei ein klares Plus in Sachen Ballbesitz. Wirklich Kapital schlagen konnte die Allerstorfer-Elf allerdings nicht. Kurz vor dem Pausenpfiff wurde schließlich die numerische Gleichzahl am Spielfeld wieder ausgeglichen, als Gmundens Patrick Obermüller nach einer Notbremse ebenfalls mit Glatt-Rot vorzeitig des Feldes verwiesen wurde. 

Gäste beenden Partie lediglich zu Neunt 

Auch nach dem Seitenwechsel schienen sich die Gemüter auf beiden Seiten nicht wirklich beruhigt zu haben – es blieb weiterhin ein enorm hitziges und emotional geführtes Match, in dem nach einer guten Stunde mit Stefan Holzinger der nächste Akteur der Gäste, ebenfalls nach einer Torchancenverhinderung, den roten Karton präsentiert bekam. Doch auch mit einem Mann weniger versteckte sich der Aufsteiger keineswegs, traute sich im eigenen Ballbesitz einiges zu und hielt so die Begegnung noch für lange Zeit offen. Erst in der 83. Minute besiegelte Friedburgs Eigengewächs, Felix Zarfl, das Schicksal der Traunseestädter, als er einen Konter mustergültig abschloss. So bleibt am Ende eine nicht nach Wunsch verlaufene Rückkehr der Gmundner in die OÖ-Liga, die sich angesichts des turbulenten Spielverlaufs aber auch alles andere als einfach gestaltet hat. 

Stimmen zum Spiel 

Ernst Öbster (Trainer SV Friedburg 1960): 

„Es war am Ende für mich ein hochverdienter Sieg. Wir haben extrem stark verteidigt und taktisch sowie willensmäßig eine sehr starke Leistung gezeigt.“

Markus Allerstorfer (Trainer SV Gmundner Milch): 

„Es war eine extrem hektische Partie, aus der wir am Ende leider nichts Zählbares mitnehmen konnten. Wir haben aber gesehen, dass wir als Aufsteiger einer Mannschaft, die immer im vordersten Drittel mitspielt, absolut Paroli bieten können. Dementsprechend können wir auf der spielerischen Performance auf jeden Fall aufbauen. Alles in allem war es angesichts des Spielverlaufs aber ein gebrauchter Tag für uns.“ 

Die Besten: Pauschallob SV Friedburg 1960 bzw. Jonas Reitter (LMF, SV Friedburg 1960, ausgewählt von Ligaportal.at)