Morgen heißt es für den Baumgartner-Bier-Landescupsieger 2011, den SV Pöttinger Grieskirchen, der aufgrund des Cupsieges für die erste Hauptrunde des ÖFB Samsung Cups gesetzt war, die lange Reise in Tirols Landeshauptstadt Innsbruck anzutreten. Am Sportplatz Fennerkaserne kommt es nämlich morgen um 17 Uhr zum Aufeinandertreffen mit Regionalliga-West-Ligist Union Innsbruck. ooeliga.at suchte vor dieser entscheidenden Partie das Gespräch mit Ronald Scharschinger, dem sportlichen Leiter des SV Pöttinger Grieskirchen, der von einem nicht sehr glücklichen Los spricht.
Auslosung wurde den Erwartungen nicht gerecht
Als gesetzter Verein hoffte man in Grieskirchen bereits in der ersten
Runde auf das „große Los“, einen Bundesligisten als Gegner zu bekommen.
Doch die Glücksfee war schlussendlich nicht auf Seiten der
Oberösterreicher und bescherte diesen den Westligisten Union Innsbruck,
der zwar ein höherklassiger Verein ist, aber nicht unbedingt hohe
Brisanz verspricht. Dass das Heimrecht ebenfalls bei den Tirolern liegt,
ist auch nicht sehr angenehm.
„Mundabwischen“, weiterkommen und hoffen
Frei nach dem Motto „jetzt erst recht“ steckt man in Grieskirchen den
Kopf aber keineswegs in den Sand. So steht man nun vor einer sehr
schwierigen, aber wohl lösbaren Aufgabe, während ein Bundesligist wohl
das frühzeitige „Out“ beschert hätte. Ziel ist es natürlich, morgen
nicht nach Innsbruck zu reisen, um dem Gegner zum Aufstieg in die
nächste Runde zu gratulieren. Nach einem etwaigen Weiterkommen könnte –
„neues Los, neues Glück“ – dann ja bereits in der nächsten Runde der
erhoffte „Kracher“ warten.
Über das Mannschaftsgefüge zum Erfolg
Dass es in Grieskirchen im Sommer nur zwei Abgänge gab, die durch
gezielte Neuverpflichtungen kompensiert werden konnten, stimmt den
sportlichen Leiter Scharschinger zuversichtlich. „Im Gegensatz zu den Innsbruckern, die zwölf Zu-, aber auch zwölf
Abgänge im Sommer zu verzeichnen hatten, wurde unsere Mannschaft nur
punktuell verändert. Diese Tatsache könnte in dieser frühen Phase der
Saison ein Vorteil sein.“ Womit Scharschinger wohl eindeutig Recht hat, was auch die bisherigen
Ergebnisse der Innsbrucker in der noch jungen Regionalliga-West-Saison
(zwei Runden wurden bereits gespielt) belegen. In diesen beiden Partien
mussten die Tiroler herbe Niederlagen gegen zwei Titelanwärter
einstecken: Ein 1:6 gegen USK Anif und ein 1:3 gegen Kufstein lautet die
magere Ausbeute der Innsbrucker.
Nur Aufstieg zählt
Diese Schwäche will man naturgemäß nützen, andererseits weiß man diese
Ergebnisse gegen zwei sehr starke Mannschaften der Regionalliga West
auch richtig einzuordnen. In Grieskirchen ist man auf den Gegner perfekt
eingestellt, bleibt abzuwarten, was auf die Oberösterreicher morgen in
Innsbruck zukommt. Auf ooeliga.at werden Sie sowohl im Liveticker mit
den aktuellen Ereignissen in Innsbruck als auch mit einem ausführlichen
Bericht nach Spielende versorgt.
Sportlicher Leiter Ronald Scharschinger (SV Pöttinger Grieskirchen):
„Von einem Glücks-Los kann natürlich nicht gesprochen werden, aber wir
nehmen es nun so wie es ist und haben uns genau über den Gegner
informiert. Trainer Wartinger ließ seine Kontakte aus Bundesligazeiten
spielen und so wissen wir den doch eher unbekannten Gegner gut
einzuordnen. Ich traue unserer Truppe den Erfolg zu, wenngleich der
Gegner vielleicht leichter klingt, als er wirklich ist. Man darf nicht
vergessen, dass Union Innsbruck in der Regionalliga spielt und wir in
der vierten Leistungsklasse. Wir werden sehen was unsere schon gut
eingespielte Mannschaft auf diesem kleinen Platz in Innsbruck leisten
kann und vielleicht reicht es ja für die nächste Runde.“
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