Nach dem Trainerwechsel konnte der Spitzenreiter der LT1 OÖ-Liga SK BMD Vorwärts Steyr zuletzt wieder für positive Schlagzeilen sorgen, als man mit dem 2:1-Erfolg in Weißkirchen eine adäquate Antwort auf zuvor zwei Pleiten in Folge geliefert und gleichsam die Tabellenführung verteidigt hatte. Heute empfing man auf eigener Anlage die SPG Edelweiss/Neue Heimat. Schlussendlich musste man sich vor fast 1000 Zusehern mit einem 2:2-Unentschieden begnügen. Weil die SU Bad Leonfelden im Parallelspiel einen 7:0-Kantersieg realisierte, thront der SKV nicht mehr an der Spitze des Rankings. Seit Spieltag 6 war man durchgehend Tabellenführer gewesen.
Eines vorweg: Der SK Vorwärts Steyr war das klar bessere Team in Hälfte eins und bereitete dem Kontrahenten aus Linz durch zielstrebiges Offensivspiel immer wieder Probleme. Für eine starke Performance belohnte man sich mit zwei Volltreffern in den Minuten 34 und 44 durch Stürmer Milan Jurdik. Zunächst schoss er nach einem folgenschweren Fehler, unterlaufen in der Edelweiss-Defensive, gekonnt ein. Das 2:0 war ein platzierter Kopfball nach einer präzisen Flanke. Die SPG zeigte sich in Durchgang eins zwar bemüht in Ballbesitz, die wenigen Angriffe wurden aber mangels Klarheit und Präzision nicht wie gewünscht fertiggespielt.
Nach Wiederanpfiff schaffte es der Gast, eine eindeutige Leistungssteigerung zu erzielen. Man spielte die hohe technische Qualität, die im Kader steckt, gekonnt aus und ließ den Ball gefällig durch die eigenen Reihen zirkulieren – mit dem nötigen Timing für Tempoverschärfungen, um dem Spitzenreiter richtig wehzutun. So geschehen in Minute 56, als Leon Grafinger einen sehenswert vorgetragenen Angriff perfekt vollendete. Die Linzer waren nun am Drücker, darauf erpicht, etwas Zählbares aus Steyr mitzunehmen und gewissermaßen Wiedergutmachung zu betreiben nach zuletzt zwei empfindlichen Pleiten in Serie. Jenes Vorhaben war schlussendlich auch von Erfolg gekrönt: In der 90. Minute schockte Stürmer Kenan Ramic den SK Vorwärts Steyr zu einem brutal späten Zeitpunkt mit einem platzierten Schuss ins lange Eck zum 2:2-Endstand.
Christian Stumpf (Trainer SPG Edelweiss/Neue Heimat):
„Das Remis war nicht unverdient. Wir haben in der zweiten Halbzeit mehr getan. In der ersten Hälfte war Steyr optisch besser. Sie hatten da auch die besseren Chancen. Wir haben zuletzt zwei Mal verloren. Dieses Unentschieden ist jetzt wichtig für die Moral. Das freut mich für die Jungs.“
Die Besten: Tobias Hahn (IV, SPG Edelweiss/Neue Heimat), Milan Jurdik (ST, SK Vorwärts Steyr)