Dass man sich bereits früh in dieser Saison in einer beeindruckenden Verfassung befindet, bewies die Union Raiffeisen Mondsee in den ersten beiden Spielen in der LT1 OÖ-Liga – mit dem Punktemaximum führt man aktuell das Klassement gemeinsam mit dem SV Friedburg an. In Runde drei soll nun gegen die Union Unis Gschwandt der nächste „Dreier“ eingetütet und damit der entfachte Flow nahtlos fortgesetzt werden. Dieses Vorhaben ging letztlich allerdings schief – man musste sich gegen den vermeintlichen Underdog nach neunzig Minuten mit 0:1 geschlagen geben.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Vor 400 Zuschauern dauerte es an diesem Abend nicht einmal 180 Sekunden, als das runde Leder zum ersten Mal im Gehäuse einschlug – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Gschwandts Florian Mairhofer fasste sich aus gut und gerne 25 Metern ein Herz, zündete eine Fackel und traf eiskalt zum 1:0. Ob der stramm getretene, aber zweifelsohne nicht allzu platzierte Abschluss haltbar gewesen wäre, sei an dieser Stelle dahingestellt. Jedenfalls entfachte jener Treffer im Lager des Gastes zweifelsohne zusätzliche Kraft, Energie und Motivation. Auf der Gegenseite war man umgehend darum bemüht, den frühen Dämpfer auf schnellstem Weg vergessen zu machen. So scheiterte beispielsweise Pascal Hofstätter mit einem bärenstarken Abschluss an einem nicht weniger herausragend parierenden Schlussmann namens Niklas Radner. Auch im Anschluss bissen sich die Mondseer immer wieder die Zähne an einer stabilen Defensivreihe oder einem starken Keeper aus, wobei man bis zur Pause trotz viel Engagement nicht das große Offensivfeuerwerk zünden konnte.
Auch nach dem Seitenwechsel präsentierten sich die Huemer-Schützlinge umgehend als taktisch unglaublich gut eingestellt und paarten dies weiterhin mit einer beneidenswerten Entschlossenheit und Disziplin im Kampf gegen den Ball. Deutlich erschwerend kam dann allerdings die gelb-rote Karte von Enis Mullabazi nach einer knappen Stunde hinzu. In Unterzahl agierend, sah man sich im Lager des Gastes dann mit einem Kontrahenten konfrontiert, der in regelmäßigen Abständen Angriffswellen rollen ließ, diese aber in letzter Instanz nicht gut genug fertigspielte, um zum Torerfolg zu kommen. So mussten sich die Mondseer schlussendlich leidenschaftlich sowie gleichermaßen aufopferungsvoll kämpfenden Gästen knapp, aber doch, mit 0:1 geschlagen geben – der erste Dämpfer in der noch jungen Saison.
Johann Loibichler (Sportlicher Leiter Union Mondsee):
„Man muss Gschwandt heute gratulieren, auch wenn sie kaum Torchancen hatten. Sie haben sich kämpferisch diesen Sieg am Ende des Tages verdient. Wir haben es leider nicht geschafft, unser spielerisches Übergewicht in genügend konkrete Einschussmöglichkeiten umzumünzen. Solche Tage gibt es im Fußball, wo, neben falschen Entscheidungen im letzten Drittel, der Ball dann auch einfach nicht ins Tor gehen will. Wir werden jetzt aber sicher nicht den Kopf in den Sand stecken. Jetzt gilt es, gut zu analysieren und dann liegt der Fokus schon auf dem Derby gegen Vöcklamarkt.“
Maximilian Holzleitner (Sportlicher Leiter Union Gschwandt):
„Der optimale Start hat uns natürlich enorm in die Karten gespielt. Wir wussten, dass wir gegen einen Titelfavoriten einen perfekten Tag erwischen müssen. Solche Spiele gibt es wahrscheinlich einmal in der Saison, wo man den knappen Vorsprung dann gegen einen solchen Gegner auch über die Zeit bringt. Das ist uns erfreulicherweise heute aber mit viel Willen gelungen.“
Der Beste: Niklas Radner (TW, Union Gschwandt), Ahmet Trejic (IV Union Gschwandt)