Derbytime im Mühlviertel - die SPG Algenmax Pregarten empfängt im Rahmen der 6. Runde der LT1 OÖ-Liga die DSG Union HABAU Perg!. Während die heimische Spielgemeinschaft bis dato am meisten Gegentreffer schluckte, stellt die Prandstätter-Elf nach der Union Mondsee die sicherste Defensive des Klassements. Allerdings wartet die DSG gleichzeitig noch auf den ersten Auswärtssieg. Dieses Mal war es aber so weit – die Perger setzten sich gegen den Mühlviertler Nachbarn mit 2:0 durch und schrieben damit auch auf fremdem Terrain so richtig an.

Foto: Rumetshofer
Vor einer derbywürdigen Kulisse, 500 Zuschauer mitumfassend, waren es eigentlich von Beginn an die Gäste, die umgehend die Kontrolle übernahmen und dabei mit einer unglaublichen Spielfreude gleich einmal für richtig Action am Rasen sorgten. So verstand man es sofort, das runde Leder geschickt in den eigenen Reihen zirkulieren zu lassen und gleichsam immer wieder den idealen Moment für Tempoverschärfungen oder Bälle in die Tiefe zu finden. Auf diese Weise kamen die Gäste gleich zu mehreren Hochkarätern im ersten Durchgang – Kapital schlagen konnte die DSG allerdings daraus nicht. Auf der Gegenseite taten sich die Hausherren bislang ungemein schwer, sich ein wenig Entlastung zu verschaffen und dementsprechend auch für offensive Gegenstöße zu sorgen.
Mit derselben Zielstrebigkeit und Offensivpower starteten die Prandstätter-Schützlinge dann auch in den zweiten Durchgang – mit dem entscheidenden Unterschied, nun die zuvor noch vermisste Kaltschnäuzigkeit und Effizienz auf den Platz zu bringen. So dauerte es keine fünf Minuten, ehe das Spielgerät das erste Mal im Eckigen einschlug – Simon Rumetshofer stach per Flachschuss ins rechte Eck eiskalt zu. Nur 240 Sekunden später folgte dann umgehend der nächste Nackenschlag für nun völlig desillusionierte Gastgeber: Manuel Christof Mühlbachler vollendete einen sehenswerten Spielzug inklusive Seitenwechsel und mustergültigem Stanglpass abgeklärt zum 2:0. Auch im Anschluss gelang es den Heimischen nicht mehr, sich angesichts des Powerplays des Gegners zu rehabilitieren und durch einen schnellen Anschlusstreffer nochmals ins Spiel zurückzukommen. So blieb es bei einem letztlich doch eindeutigen Derbysieg der DSG aus Perg, die damit auch den Kontakt zum Spitzenfeld wiederherstellten.
Jürgen Prandstätter (Trainer DSG Union Perg):
„Wir sind von Anfang an sehr dominant aufgetreten, haben aber leider unsere Chancen in der ersten Halbzeit nicht genutzt. Wir haben dann in der Halbzeit gewisse Dinge angesprochen. Nach der Pause waren wir dann vor dem Tor eiskalt. Am Ende hätte der Sieg auch höher ausgehen können. Wir sind mit unserem Auftritt in einem hitzigen Derby aber auf jeden Fall sehr zufrieden.“
Der Beste: Timo Pollhammer (ZMF, DSG Union Perg)