Nach einer heftigen Niederlagenserie samt Trainerwechsel gab der Tabellenletzte der LT1 OÖ-Liga SU Strasser Steine St. Martin/M. zuletzt ein Lebenszeichen, als man dem Spitzenreiter aus Mondsee einen Punkt abknöpfte. Heute musste man auswärts bei der Union Unis Gschwandt ran. Dort setzte es für die Mühlviertler aber die insgesamt zehnte Saisonpleite (1:4).

Der Inhaber der roten Laterne erwischte einen starken Start in jenes Kräftemessen und fand umgehend zwei Top-Chancen vor, konnte diese aber nicht in Zählbares ummünzen. Was wahre Effizienz im vordersten Drittel bedeutet, demonstrierte dann der Favorit in den Minuten 12 sowie 21 und stellte mit einem Doppelschlag die Weichen auf Sieg. Nachdem Nedim Rizvanovic mit einem Schuss ins lange Eck erfolgreich gewesen war, erhöhte Zvonimir Sirocic nach einem Eckstoß mit einem platzierten Kopfball in den Winkel auf 2:0. In der 28. Minute kam es für die SU St. Martin/M. knüppeldick, als Timo Reiter die Ampelkarte sah und frühzeitig runter musste.
In Unterzahl startete der Tabellenletzte abermals stark in die zweiten 45 Minuten. Man versuchte sofort, einen gewissen Druck zu entwickeln und durch einen frühen Treffer noch einmal Spannung aufkommen zu lassen. Jenes Vorhaben konnte aber nicht in die Tat umgesetzt werden. Stattdessen war in jener Drangphase des Kontrahenten wieder die Union Gschwandt an der Reihe, welche in Minute 66 die Vorentscheidung herbeiführte. Stürmer Miroslav Antonov tauchte plötzlich allein vor St. Martins Keeper Raphael Neumüller auf, umkurvte diesen gekonnt und schob zum 3:0 ein. Acht Minuten später verkürzten die Mühlviertler auf 3:1 durch Denny Schmid, der mit einem Distanzschuss erfolgreich war. Weiterhin extrem effizient agierende Hausherren konnten in der Schlussphase aber noch einmal nachlegen: Nach einem Fehler im Spielaufbau der Gäste schaltete man schnell um und setzte Joker Sasa Petrovic in Szene, der in Minute 88 den 4:1-Endstand besorgte.
Michael Hintenaus (Sektionsleiter Union Gschwandt):
„St. Martin hat in beiden Halbzeiten gut begonnen. Am Ende war es ein verdienter Sieg für uns. Wir waren heute sehr effizient. Vielleicht ist der Sieg etwas zu hoch ausgefallen. Insgesamt waren wir aber die überlegene Mannschaft.“
Der Beste: Miroslav Antonov (ST, Union Gschwandt)
Foto: Reischenböck